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Rügen Die Nummer 9 gibt‘s nur auf dem Papier
Vorpommern Rügen Die Nummer 9 gibt‘s nur auf dem Papier
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00:00 07.03.2013
Hauptziel war es, das System zu vereinfachen.“Edgar Meyer, Glowe
Glowe

Edgar Meyer wohnte bis dahin Am Königshörn 104c. Nicht, weil es in dieser Straße so viele Häuser gäbe. In Glowe — wie andernorts auch — hatte man mit der Nummerierung seinerzeit am Ortseingang begonnen und sie unabhängig vom Straßennamen bis zum Ende des Dorfes fortgeführt.

Ein blödes System, findet auch Edgar Meyer, der die Neuvergabe der Hausnummern deshalb unterstützte und sich freute. Seinem Haus hat das Amt die Nummer 8 zugeteilt. Sein Nachbar Norbert Gips darf sich die Nummer 10 an die Giebelwand kleben. Doch die 9 suchen Passanten vergebens. Es gibt sie wieder auf dieser noch auf der anderen Seite der Straße Am Königshörn. Es gibt sie dort gar nicht.

Jedenfalls nicht im Straßenbild. Auf dem Papier existiert sie aber durchaus. Das Bauamt hat die Nummer 9 einem Teil des Grundstücks von Norbert Gips zugeordnet. Dort steht jetzt noch ein Bungalow.

Der braucht derzeit keine eigene Adresse. Aber vielleicht später einmal. Das Baufenster könnte — die Zustimmung der jeweiligen Eigentümer vorausgesetzt — später eventuell einmal randlos bebaut werden, sagt Jan Lehmann aus dem Bauamt Nord-Rügen. Die 9 sei so lange als ein „Platzhalter“ reserviert.

Diese Lücken hat das Amt bei der Nummernvergabe an verschiedenen Stellen absichtlich gelassen. Sie sollen vergeben werden, wenn beispielsweise ein Teil des Grundstücks später an die Kinder abgetreten wird und die dort bauen wollen, sagt Bauamtsleiter Lutz Witt. „Selbst wenn die Telekom oder irgendein Versorger auf ein Grundstück neben der Straße einen Schaltschrank setzt, braucht der eine eigene Hausnummer.“ Um zu vermeiden, dass kurz nach der Umstellung die Hausnummern bald wieder durch Buchstaben ergänzt werden müssen, brauche man die „Platzhalter“.

Die Weitsicht des Amtes in allen Ehren — aber damit sei es doch etwas über das Ziel hinausgeschossen, findet Edgar Meyer. Man könne nicht für die nächsten 100 Jahre im voraus planen und dabei alle Eventualitäten berücksichtigen. „Hauptziel war es, das System zu vereinfachen.“ Auch Ortsunkundige sollten sich schnell zurechtfinden. Die würden durch die jetzt geschaffenen Lücken in der Nummerierung aber eher verwirrt, als dass man ihnen die Orientierung erleichtere.

Maik Trettin

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