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Rügen Ferienkinder werden immer kreativer
Vorpommern Rügen Ferienkinder werden immer kreativer
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03:37 05.09.2013
So genannte „Luftschiffe“ bauten die Ferienkinder im E-Werk an der Stubbenkammerstraße. Quelle: Ede Zabel
Sassnitz

Die Sassnitzer Ferienkinder sind offenbar mit wachsender Begeisterung kreativ tätig. Das ist eine Erkenntnis, die Gerlind Kubenka-Kraffzik nach der Auswertung der diesjährigen Ferienspiele in der Stadt mitgenommen hat. „Das Interesse dafür hat stark zugenommen“, formuliert die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung ihre Beobachtung. Immer mehr Kinder haben sich in den zurückliegenden Sommerferien für entsprechende Veranstaltungen aus dem Sassnitzer Ferienkalender angemeldet.

980 Anmeldungen hat Kubenka-Kraffzik für diese Ferienspiele statistisch erfasst. Im vergangenen Sommer waren es etwa 900. Für die leichte Steigerung sorgen nicht nur die jungen Jasmunder. Auch bei den Gästen der Halbinsel erfreut sich das Ferienangebot, das unter der Regie der Stadt von verschiedenen Vereinen und anderen Anbietern gestrickt wird, wachsender Beliebtheit. „Bei fast jeder Veranstaltung waren ein- oder zwei Urlauberkinder dabei“, sagt die für Projekte zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung.

Sie hatte gemeinsam mit den anderen Initiatoren in der ersten Jahreshälfte mehrmals zusammengesessen und das Programm zusammengetragen. Früher zeichnete die Stadt allein für dessen Inhalt verantwortlich; seit drei Jahren kümmert sich die Verwaltung vorwiegend um die Öffentlichkeitsarbeit, die Anmeldungen, Abrechnungen und den Verkauf der Ferienpässe. Die inhaltliche Arbeit ist weitgehend Aufgabe der externen Anbieter. „Jeder bringt sich mit seinen Ideen ein“, erklärt Kubenka-Kraffzik. „Dabei treten oft ganz erstaunliche Ressourcen zu Tage.“ Dass etwas nicht ins Programm passt — Gerlind Kubenka-Kraffzik schüttelt den Kopf. „Das ist noch nie passiert. Wir sind da auch offen für vieles und probieren gern etwas aus.“ Wie zum Beispiel den Fotokurs, der unter der Leitung des Mediziners Dr. Krzysztof Goertz stattfand. Die Töpferin Dörte Päplow, die sich mit ihrer Werkstatt ebenfalls an der Gestaltung der Ferienspiele beteiligte, hatte ihn angesprochen. Ein Angebot, das vor allem bei den etwas älteren Schülern sehr gut ankam.

Wobei „älter“ relativ ist, wie Gerlind Kubenka-Kraffzik einschränkt. „Mit unserem Ferienpass sprechen wir vorwiegend die Acht- bis Zwölfjährigen an.“ Die meisten fühlen sich mit 13 schon zu alt, um das Heftchen zu kaufen. Im vergangenen Jahr hatten die Macher versucht, mit einem eigenen Programm die größeren Jugendlichen zu erreichen. „Das hat nicht funktioniert“, weiß Gerlind Kubenka-Kraffzik heute. Bestätigt hat sich diese Erfahrung in diesem Sommer, in dem junge Leute eine Zeitung nach ihrem Geschmack gestalten sollten. Gesprächstermine mit verschiedenen Persönlichkeiten waren bereits vereinbart. Nur die Resonanz der Schüler blieb aus.

Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich das Angebot auch etwas verschoben. Diesmal standen weniger Sportveranstaltungen auf dem Programm. Dafür wurde dem Wunsch nach Kreativkursen Rechnung getragen.

Zum Beispiel im Atelier „Einblicke“ an der Bachpromenade. Gemeinsam mit den Künstlern zogen die Mädchen und Jungen los und sammelten Strandgut, das sie für Collagen und andere kreative Arbeiten verwendeten. „Das ist richtig toll gelaufen“, schwärmt Gerlind Kubenka-Kraffzik. Für diese Einschätzung muss sie nicht einmal die Tabellenansicht auf ihrem Computerbildschirm bemühen. Die Veranstaltungen, weiß sie, seien sehr gut besucht gewesen. Sicherlich auch, weil der Ansatz nicht zu „kunstwissenschaftlich“ war und die Kinder großen Gestaltungsspielraum bekamen.

Rund 2000 Euro hat die Stadt aus ihrem Haushalt für die Ferienspiele zur Verfügung gestellt, 2700 Euro kamen vom Kreis. Die Einnahmen aus den Teilnehmerbeiträgen decken die restlichen 39 Prozent der Kosten. Nicht beziffern lässt sich das Engagement der vielen Helfer und Unterstützer, ohne die es nicht ginge. „Simone Sokolowski beispielsweise ist immer da gewesen, wenn wir sie brauchten“, freut sich Kubenka-Kraffzik, die die Reihe der Menschen, denen zu danken sei, weiter fortsetzen könnte. Dass die Ferienspiele auch über die schulfreie Zeit hinaus Wirkung haben, zeigte sich im vergangenen Jahr: Aus dem Schnupperkurs bei Empor ist eine neue Nachwuchs- Handballmannschaft in Sassnitz hervorgegangen.

160 Passbesitzer
980 Anmeldungen wurden in den zurückliegenden Sommerferien für die Veranstaltungen des Ferienkalenders registriert. Rund 160 Mädchen und Jungen holten sich für fünf Euro einen Ferienpass, der ihnen die kostenlose oder vergünstigte Teilnahme an den Veranstaltungen ermöglichte. Fast jeder Passbesitzer hat mehrere Veranstaltungen besucht. Das Angebot reichte vom Bowling über eine Gruselnacht, Zumba- und Töpferkurse bis zu Fotonachmittagen.

Maik Trettin

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