Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 15 ° Regen

Navigation:
Feuer schockt Neu-Sassnitzer

Sassnitz Feuer schockt Neu-Sassnitzer

Unbekannte haben in der Dorfstraße bengalische Feuer gezündet. Die Bewohner setzen eine Belohnung für Hinweise aus.

Voriger Artikel
Kamera läuft: Sassnitzer Schüler am Set
Nächster Artikel
Kita-Beiträge: Sassnitz verteilt keine Geschenke

Ralf Müller zeigt auf den Bungalow, in dem er und seine Frau zurzeit schlafen. Das gezündete Feuerwerk sollte wohl auf dem Pappdach landen, mutmaßt der Neu-Sassnitzer.

Quelle: Udo Burwitz

Sassnitz. War es ein gezielter Anschlag oder ein dummer Jungenstreich? Jutta und Ralf Müller rätseln. Die Neu-Sassnitzer sind geschockt. Zwischen den dicht stehenden Gebäuden auf ihrem Grundstück in der Dorfstraße 4 haben ein oder mehrere unbekannte Täter ein Feuer gelegt. Er oder sie zündeten Pyrotechnik, so genannte bengalische Feuer. Retter und Polizei wurden zum Einsatz gerufen. „Es hätte schlimm ausgehen können“, sagt Jutta Müller und informierte gestern die OZ über das am vergangenen Freitag gelegte Feuer. „So haben wir uns das Willkommen in Sassnitz nicht vorgestellt.“

Ich will mir gar nicht vorstellen, wenn unser Wohnmobil Feuer gefangen hätte.“Jutta Müller

Freitagabend: In der Rettungsleitstelle des Landkreises geht der Notruf gegen 20.30 Uhr ein. Abgesetzt hat ihn Ralf Müller. „Wir haben beide schon im Bett gelegen, weil wir von den Bauarbeiten im Haus fix und alle waren. Plötzlich sah ich einen hellen Lichtschein“, erinnert sich der 60-Jährige. Das Paar aus Hümmrich im Westerwald hat sich Rügen als Altersresidenz auserkoren. In der Dorfstraße 4 in Sassnitz fanden sie dafür den passenden Wohnsitz und erwarben das Grundstück samt Wohnhaus und zwei Bungalows. In einem schlafen die Müllers zurzeit, weil das Wohnhaus noch Großbaustelle ist.

„Der grelle Lichtschein war allerdings ein rötlicher und flackerte“ fährt Ralf Möller in seiner Schilderung der Ereignisse fort. Er sei aufgestanden und wollte nachsehen. „Als ich aus der Bungalowtür kam, war alles voller Qualm und an der wand loderten Flammen.“ Er schlug die Tür sofort wieder zu und wählte die Notruf-Nummer 112.

„Uns wurde von der Leitstelle eine unklare Rauchentwicklung gemeldet, der Einsatz als Mittelbrand eingestuft“, erinnert sich Sven Teschulat, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr in Sassnitz, der mit 16 weiteren Rettern und mit vier Fahrzeugen ausrückte. Beim Eintreffen habe es schon nicht mehr gebrannt, so Teschulat. Das bestätigt Ralf Müller: „Ich wollte zwischendurch die Leitstelle informieren.“ Doch die Retter waren schneller. „Für einen Anruf war es schon zu spät“, so der Hauseigentümer. Die Polizei war ebenfalls vor Ort. „Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen“, hieß es gestern auf OZ- Nachfrage im Polizeirevier der Hafenstadt.

Noch gestern waren die Spuren, an denen die Pyrotechnik abbrannte, deutlich zu sehen. Der Bungalow steht gleich neben dem Wohnhaus. Dazwischen haben die Neu-Sassnitzer ihr Wohnmobil geparkt. Der Brandfleck befindet sich nicht mal einen Schritt entfernt zwischen Bungalowwand und dem Fahrzeug. Ralf Müller mutmaßt, dass der Feuerwerkskörper womöglich sogar auf dem Pappdach des Bungalows landen sollte. Gattin Jutta zieht eine andere Möglichkeit in Erwägung: „Ich will mir gar nicht vorstellen, wenn unser Wohnmobil Feuer gefangen hätte. Da hatten wir sogar noch eine Gasflasche drin.“ Zum Glück ist nichts passiert. Niemand wurde verletzt, es gab auch keine nennenswerten Sachschäden. Trotzdem sei das Angstgefühl gegenwärtig, sagt Jutta Müller. „Denn so einfach über den Zaun kann kein Feuer gelegt werden. Die Gebäude stehen etwa 80 Meter von der Straße entfernt. Der oder die Täter müssen schon die lange Auffahrt passiert haben.“

Die Gasflasche haben Jutta und Ralf Müller längst aus dem „Wohnmobil geholt und in Sicherheit gebracht. Und nicht nur das. Sie haben vorgesorgt. „Wir haben den Bungalow sofort mit einem Feuerlöscher ausstaffiert und in den Gebäuden auch schon Rauchmelder installiert, obwohl das Wohnhaus noch eine Baustelle ist“, so die Hausherrin. Die betont, dass ihnen die Aufklärung wichtig ist. „Wir wollen, dass der oder die Täter überführt werden und setzen deshalb auch eine Belohnung von 250 Euro für Hinweise aus, die dazu führen“, kündigen Jutta und Ralf Müller an und bitten, die Hinweise dem Polizeirevier in der Hafenstadt zu geben.

Udo Burwitz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
PP Rostock

Ein unbekannter Täter sprach den 29-jährigen Geschädigten am Freitag gegen 21:30 Uhr vor dem Hagenower Bahnhof an und forderte die Herausgabe von Bargeld und dem Mobiltelefon.

mehr
Mehr aus Sassnitz
Verlagshaus Rügen

Markt 25
18528 Bergen auf Rügen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Jens-Uwe Berndt
Telefon: 0 38 38 / 20 14 53
E-Mail: ruegen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.