Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Frischzellenkur für den Sagarder Bach

Sagard Frischzellenkur für den Sagarder Bach

Gemeinde beginnt in diesem Jahr die Sanierung des Fließgewässers und bekommt dafür Fördergeld

Voriger Artikel
Stadt schickt Energieexperten in den Hauptmann-Ring
Nächster Artikel
Für Rügenradio-Projekt nimmt Lohme Fördertöpfe ins Visier

Zu schmal, zu flach – die Brücke in der Capeller Straße, unter der der Sagarder Bach hindurchfließt.

Quelle: Natalie Mauritz

Sagard. „In einem Bächlein helle, da schoß in froher Eil, die launige Forelle, vorüber wie ein Pfeil“, beginnt einst der wohl bekanntesten Kunstlieder des Komponisten Franz Schubert. Das galt einmal auch für den Sagarder Bach. Doch die Zeiten liegen Jahrzehnte zurück. Jetzt will die Gemeinde dafür sorgen, dass sich Forellen in dem Fließgewässer wieder wohl fühlen können. Noch in diesem Jahr soll die Sanierung des Sagarder Baches beginnen, kündigt Bürgermeister Sandro Wenzel an. „Für das Vorhaben erhalten wir Fördergeld. Der Bescheid ist gerade eingetroffen.“

OZ-Bild

Gemeinde beginnt in diesem Jahr die Sanierung des Fließgewässers und bekommt dafür Fördergeld

Zur Bildergalerie

„Es geht darum, den Sagarder Bach wieder in ein naturnahes Gewässer umzuwandeln, in dem sich Fische und Kleinstlebewesen wohlfühlen“, beschreibt Thomas Ulrich, Bauamtsleiter im Amt Nord-Rügen, das Ziel des Vorhabens. Das haben die Sagarder schon vor Jahren aus der Taufe gehoben. Ursprünglich wollten sie die Renaturierung des Fließgewässers, das von mehreren Quellen gespeist wird, die in der Brunnenaue entspringen und im Großen Jasmunder Bodden münden, bereits 2012 starten. Weil es Verzögerungen bei der Projektplanung und eine Kostenexplosion gab, mussten die Gemeindevertreter das Projekt aber Anfang 2014 erst einmal stoppen. Der Grund: Die damals aktuelle Förderperiode lief im Herbst des Jahres aus. Bis dahin hätten die Sagarder es nicht geschafft, das aufwändige Vorhaben abzuschließen und das Fördergeld abzurechnen. Sie schoben das Projekt in die neue Förderperiode (die OZ berichtete).

„Jetzt bekommen wir 871000 Euro Fördergeld“, sagt Sandro Wenzel. Das Geld kommt aus dem Fördermittelfonds der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, nach deren Vorgaben der Bach renaturiert wird.

„Staustellen und Barrieren für die Tiere sollen beseitigt werden. Aber auch so genannte Spülsteine eingebaut werden, die den Sauerstoffgehalt verbessern“, erklärt Thomas Ulrich. Staustellen, das sind vor allem die Brücken und Durchlässe in ihrem aktuellen Zustand, die den Bach in unnatürliche Bahnen zwingen und für Fische und andere Lebewesen zur Barriere beim Passieren werden. Als Beispiel führt der Bauamtsleiter die Brücke an der Capeller Straße an. „Die ist viel zu schmal und zu flach.“ Die Folgen haben Sagarder in der Vergangenheit mehrfach zu spüren bekommen. Nach Starkregen schwoll der Bach an, das Wasser staute sich an den Bauwerken. In der Bebelstraße liefen Keller voll Wasser, an der Capeller Straße trat der Bach über die Ufer.

Gleich drei solcher Bauwerke muss der Sagarder Bach auf seinem Weg zum Großen Jasmunder Bodden passieren: die Brücken in der August-Bebel-Straße und der Capeller Straße sowie eine auf Höhe der Biogasanlage. Zudem strömt das Gewässer unter der Ortsdurchfahrt, der Glower Straße, durch einen Durchlass. „Alle drei Brücken sollen saniert werden“, kündigt Thomas Ulrich an. Den Durchlass an der Glower Straße werde das Straßenbauamt Stralsund übernehmen. Das will im kommenden Jahr die Ortsdurchfahrt ausbauen lassen. In dem Zusammenhang werde auch der Durchlass erneuert.

„Begonnen wird mit der Renaturierung an der Bachmündung“, skizziert Ulrich den vorgesehenen Bauablauf. Von dort aus werde sich dann hochgearbeitet bis zur Brücke in der August-Bebel-Straße. Deren Sanierung markiere den Endpunkt der Renaturierungsmaßnahme, die in drei Jahresscheiben durchgeführt und 2018 abgeschlossen werden soll. Danach muss sich zeigen, ob in Sagard wieder gesungen werden kann: In einem Bächlein helle . . .

Drei Jahresscheiben

871000 Euro finanzielle Unterstützung erhält die Gemeinde Sagard für die Renaturierung des Sagader Bachs aus dem Fördermittelfonds der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, nach deren Vorgaben das Fließgewässer auf dem Abschnitt von der Brücke in der August-Bebel-Straße bis zur Mündung in den Großen Jasmunder Bodden in drei Jahresscheiben bis 2018 saniert werden soll.

8 Kilometer lang ist der Sagarder Bach ungefähr. Von der Quelle bis zur Mündung überwindet er einen Höhenunterschied von 100 Metern.

Udo Burwitz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Groß Siemen
Edda Schütte an einem Rosenstrauch vor der Orangerie. Der Rosenpark Groß Siemen öffnet zum „Tag der offenen Gärten“.

Am Wochenende ist „Tag der offenen Gärten“: Auch der Rosenpark Groß Siemen lädt wieder ein

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sassnitz
Verlagshaus Rügen

Markt 25
18528 Bergen auf Rügen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Jens-Uwe Berndt
Telefon: 0 38 38 / 20 14 53
E-Mail: ruegen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.