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Gefahr im Verzug: Sassnitz sperrt Eingangsgebäude am Tierpark

Sassnitz Gefahr im Verzug: Sassnitz sperrt Eingangsgebäude am Tierpark

Haus weist große Risse im Mauerwerk auf / Container soll als Provisorium am Eingang aufgestellt werden / Besucher müssen auf Dixi-Toiletten

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Am Eingang zum einzigen Tierpark auf Rügen in Sassnitz stehen Besucher neuerdings vor einem rot-weißen Absperrband. Die Stadt hat das Eingangsgebäude wegen großer Risse im Haus gesperrt.

Quelle: Udo Burwitz

Sassnitz. Zum Politikum ist der einzige Tierpark auf Rügen in Sassnitz längst geworden. Seit Monaten streitet die Kommunalpolitik in der Hafenstadt um die Zukunft der Anlage am Steinbachweg. Die avanciert jetzt auch noch zur Gefahrenquelle. Der Eingang mit dem Empfangsgebäude ist so marode, dass die Stadt Gefahr im Verzug sieht – und handelt. Die Verwaltung hat das Eingangsgebäude gesperrt.

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Haus weist große Risse im Mauerwerk auf / Container soll als Provisorium am Eingang aufgestellt werden / Besucher müssen auf Dixi-Toiletten

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Wir mussten das Gebäude sperren, weil die Standsicher-

heit nicht mehr garantiert ist.“Bauamtsleiterin Claudia Klemens

„Die Standfestigkeit des Gebäudes ist nicht mehr garantiert“, begründet Bauamtsleiterin Claudia Klemens die vorgenommene Sperrung. „Das Mauerwerk des Hauses weist mehrere, große Risse auf.“ Die entdecken selbst Tierpark-Besucher, die nicht vom Fach sind. Zur Lupe muss dafür auch niemand greifen, denn manche dieser Risse in der Frontwand des Empfangsgebäudes sind teilweise bereits zentimeterbreit und reichen vom Dach bis zur Erde. Deshalb hat die Stadt den Bau von einem Experten unter die Lupe nehmen lassen. Das Ergebnis des Sachverständigen ist ein niederschmetterndes. Das Gefahrenpotenzial ist so groß, dass ein sicherer Betrieb nicht garantiert werden kann. Die Verwaltung zog die Notbremse.

Vor den Treppenstufen, die zum Eingangsgebäude führen, verwehrt ein rot-weißes Absperrband den Zutritt. Besucher müssen auf der Zufahrt direkt bis zum Eingangstor zum Tierpark weiter gehen. Von dort, und somit von hinten, kommen sie noch an das Eingangsgebäude heran. In dessen hinterem Teil wird der Eintritt kassiert. Dieser Kassenraum ist auch nur noch geöffnet, weil auf die Schnelle keine andere Lösung geschaffen werden konnte. Die Toiletten im Eingangsgebäude sind für Besucher schon tabu und abgesperrt. Dafür wurde mobiler Ersatz geschaffen. Auf dem Tierpark-Gelände wurden Dixi-Toiletten aufgestellt. Eine Lösung sei auch für das Kassenhäuschen in Sicht, kündigt Claudia Klemens an. „Eine Containerlösung.“ Das mobile Häuschen soll auf einer Ausbuchtung an der Tierpark-Zufahrt unmittelbar vor dem Eingangsgebäude aufgestellt werden.

Was wird aus dem maroden Empfangsgebäude? Die Frage haben die Kommunalpolitiker bereits vor Jahren beantwortet. Sie hoben das Vorhaben nicht nur für den Bau eines neuen Empfangsgebäudes, sondern für die komplette Neugestaltung des Tierparks aus der Taufe. Die Entwürfe dafür sind längst zu Papier gebracht. Ob das in die Planung gesteckte Geld eine lohnende Investition war, ist allerdings offen.

Denn die Mehrheit der Stadtvertreter lehnt das Ergebnis ab. Zum einen sind die Kosten für das Projekt explodiert. Es ist ihnen zu teuer geworden. Zum anderen kritisieren sie, dass mit dem Vorhaben nicht das vorgegebene Ziel erreicht wird, den jährlichen Zuschuss der Kommune für den Tierpark von aktuell rund 220000 Euro auf Dauer zu senken. Stattdessen fordert die Mehrheit der Stadtvertreter eine abgespeckte Variante. Der Tierpark soll zu einem Heimattiergarten umgebaut werden. Bürgermeister Frank Kracht erhielt von den Kommunalpolitikern im Mai den Auftrag, dafür die Planung anzuschieben und Partner zu suchen, die sich am Tierparkbetrieb in Zukunft finanziell beteiligen (die OZ berichtete).

„Gegen diesen Beschluss habe ich Widerspruch eingelegt“, sagt Frank Kracht. Der Beschluss sei nicht vereinbar mit gesetzlichen Vorschriften, begründet er. Deshalb wird sich die Stadtvertretung bereits morgen in ihrer nächsten Sitzung erneut mit dem Tierpark befassen. Frank Kracht: „Ich hoffe, dass wir inhaltlich ein Stück voran kommen.“

Udo Burwitz

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