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„Gehweg der Nationen“ steht auf der Kippe

Sagard „Gehweg der Nationen“ steht auf der Kippe

August-Bebel-Straße in Sagard bis Mitte Oktober wegen Bauarbeiten zwischen Markt und Schulstraße voll gesperrt

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In Sagard geht es bergauf. Die Devise gilt für die Kanalbauer, die sich beim Verlegen neuer Leitungen in der August-Bebel-Straße von der Brücke auf der ansteigenden Straße bis zum Abzweig Schulstraße hocharbeiten.

Quelle: Udo Burwitz

Sagard. Die Idee ist extravagant und ausgefallen: In Sagard sollen Insulaner und Gäste eine Weltreise unternehmen können, wenn sie die August-Bebel-Straße unter die Füße nehmen. Den Vorschlag dafür unterbreitete Bürgermeister Sandro Wenzel (Bündnis für Rügen). Der Gehweg soll abschnittsweise mit Steinen aus aller Herren Länder gepflastert werden. Mit ein paar Schritten wären die Passanten zum Beispiel von Italien in Brasilien auf diesem „Gehweg der Nationen“ (die OZ berichtete). Doch der Weg zum Ziel entpuppt sich als ein steiniger. „Es gibt Schwierigkeiten bei der Finanzierung“, räumt Sandro Wenzel ein und mutmaßt: „Es wird wohl eine Idee bleiben.“

Ans zentrale Netz

438000 Euro werden in der August-Bebel-Straße allein für die Erneuerung der Ver- und Entsorgung investiert. Damit bekommen Anwohner überhaupt erst Anschluss an das zentrale Schmutzwassernetz.

430 Meter Trinkwasser-, 204 Meter Schmutzwasser- und 250 Meter Regenwasserleitung werden unter anderem verlegt.

In der August-Bebel-Straße bleibt bereits — sprichwörtlich — kein Stein auf dem anderen. Das alte Kopfsteinpflaster auf der Fahrbahn ist auf dem Abschnitt von der Brücke, unter der der Sagarder Bach hindurch fließt, bis kurz vor dem Gebäude der Sparkasse verschwunden. Bauarbeiter haben dafür gesorgt. Seit Mitte März sind sie in der Bebelstraße im Einsatz. Die Gemeinde lässt die Straße ausbauen.

Die bekommt von der Brücke bis zum Abzweig Schulstraße ein Asphaltband, einen neuen Gehweg und neue Straßenlaternen. Der Bauabschnitt ist für den Verkehr voll gesperrt. Das wird auch noch einige Monate dauern. „In der zweiten Oktoberwoche sollen alle Arbeiten abgeschlossen werden“, kündigte Wenzel in der jüngsten Gemeindevertretersitzung an.

Damit Anwohnern der Straße eine drohende Sanierungsauflage für ihre Kleinkläranlagen erspart bleibt, in die sie ihr Abwasser zur Zeit noch einleiten, führen erst einmal Kanalbauer in der Bebelstraße Regie. Die betroffenen Sagarder bekommen Anschluss an das zentrale Schmutzwassernetz. „Dafür werden auf einer Länge von exakt 204 Metern eine Abwasserleitung verlegt, acht Schächte gesetzt und 18 Hausanschlüsse installiert“, umreißt Reinhard Litty, Sprecher des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen, die dafür notwendigen Arbeiten. In einem Abwasch sollen außerdem auch eine neue Regenwasserleitung und eine für das Trinkwasser verlegt werden. Letzter gleich bis zum Sportplatz.

Werden Einwohner und Gäste neben dem neuen Asphaltband nun doch nicht auf einem farbenfrohen Gehweg mit Steinen aus aller Herren Länder, sondern auf „normalen“ Betonpflastersteinen laufen müssen? Die sieht der Ausbauplan vor. Sandro Wenzel wollte sie mit seiner Idee vom „Gehweg der Nationen“ ersetzen. Der sollte, jeweils in kurzen Abschnitten, mit Steinen aus 20 Ländern rund um den Globus belegt werden. „Anwohner sollen dabei nicht stärker zur Kasse gebeten werden“, betont er. Von Anfang an sei klar gewesen, dass die Mehrkosten zum Umsetzen dieser Idee von Sponsoren getragen werden sollen.

„Da sieht es bis jetzt aber nicht gut aus“, räumt der Bürgermeister ein. Ganz wolle er sich von der Idee dennoch nicht verabschieden. „Ich arbeite gegenwärtig an einer zweiten Version, die billiger wird.“

Von Udo Burwitz

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