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Glowe will Kita-Kindern Treppensteigen ersparen

Glowe Glowe will Kita-Kindern Treppensteigen ersparen

Gemeindevertreter fassen Grundsatzbeschluss für den Neubau einer Kindertagesstätte an der Schule

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Noch in den Sommerferien sollen Handwerker der Schule in Glowe auf’s Dach steigen. Den Auftrag zur Neueindeckung haben die Gemeindevertreter am Mittwochabend ausgelöst.

Glowe. Unterm Dach, juchhe, hat der Spatz seine Jungen. Dieses Kinderlied umschreibt treffend die Situation für die Kleinsten in Glowe. Denn die werden auch unterm Dach betreut. Im Obergeschoss des Schulgebäudes am Süßling – unterm Dach – hat die Kindertagesstätte „Küselwind“ ihr Domizil. Um das zu erreichen, müssen die Mädchen und Jungen täglich Treppen steigen. Doch damit soll bald Schluss sein. Die Jasmunder Kommune will dafür sorgen. Sie plant den Neubau einer Kindertagesstätte. Das Projekt haben die Gemeindevertreter am Mittwochabend mit einem einstimmig gefassten Grundsatzbeschluss angeschoben.

Ob Schule oder Kita – beide haben ein Platzproblem.“Gerlinde Bielau, Lehrerin Freie Schule

Unterm Dach des in DDR-typischer Plattenbauweise errichteten Schulgebäudes am Süßling herrscht Platzmangel. „Wir würden unsere Schülerzahl gern auf 80 aufstocken“, sagt Gerlinde Bielau, Lehrerin an der Freien Schule in Glowe, die aktuell 70 Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufen 1 bis 6 besuchen. Die Schüler teilen sich das Dach mit den Kita-Kindern. Letztere sind im Obergeschoss untergebracht.

Die Unterrichtsräume im Erdgeschoss seien aber zu klein, um die Schülerzahl aufstocken zu können, schildert Gerlinde Bielau das Problem. Dabei ist die Nachfrage für einen Besuch der Schule mit ihrem reformpädagogischen Jenaplan-Profil groß. „Wir haben eine Warteliste bei der Anmeldung. Für 80 Schüler bräuchten wir auch die Räume im Obergeschoss.“

Im Obergeschoss sieht es nicht anders aus. Die Krippe ist mit sieben Kindern bis auf einen Platz belegt, die Kapazitäten des Kindergartens sind mit 15 Mädchen und Jungen voll ausgeschöpft. So viele Plätze gibt es auch im Hort, für den zu Beginn des neuen Schuljahres aber schon mit 16 Kindern gerechnet wird. Das Platzproblem ist es aber nicht allein, mit dem die Kita zu kämpfen hat, weiß

Gerlinde Bielau. „Die Zustände in der Kita sind nicht mehr zeitgemäß.“ Vor allem der Krippenbetrieb entspreche nicht mehr den Richtlinien von heute. Da wird Ebenerdigkeit gefordert. „Die Behörden, die die Erlaubnis für den Kita-Betrieb erteilen, haben schon mitgeteilt, dass die Bedingungen geändert werden müssen.“

„Das nehmen wir jetzt in Angriff“, kündigt Bürgermeister Thomas Mielke (Bündnis für Rügen) an. Auch wenn die Gemeinde in ihrem aktuellen Haushalt kein Geld für Planungsleistung eingestellt hat, sollen die Planer schon mal in Vorleistung und sofort ans Reißbrett treten „und zusammen mit Kommune und dem Trägerverein von Schule und Kita“ schon mal einen Kita-Neubau zu Papier bringen. Der Neubau soll auf dem Außengelände neben dem Schulgebäude errichtet werden. „Die Gemeinde ist Bauherr, denn ihr gehören die Schule und das Grundstück auf dem sie steht“, so Mielke. Schule und Kita sind aktuell schon Mieter im Schulgebäude. Das werde die Kita auch im Neubau, hofft der Bürgermeister, dass die Kommune für das Projekt finanzielle Unterstützung bekommt. „Sind die Pläne fertig, werden wir für das Vorhaben für 2017/18 sofort einen Förderantrag einreichen.“

Handwerker sollen die Kita-Kinder aber schon weit vor der Grundsteinlegung für den Neubau besuchen. Und die werden den Mädchen und Jungen im wahrsten Sinne des Wortes aufs Dach steigen. Denn das ist undicht. Deshalb soll es komplett neu eingedeckt werden. Den Auftrag dafür haben die Gemeindevertreter auch am Mittwochabend ausgelöst. „Die Arbeiten sollen noch in den Sommerferien beginnen“, kündigt Thomas Mielke an.

Udo Burwitz

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