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Rügen Gutschein-Methode verleidet Spaß mit der Gummigiraffe
Vorpommern Rügen Gutschein-Methode verleidet Spaß mit der Gummigiraffe
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04:44 30.08.2013

Eine Giraffen-Hüpfburg sorgt in Sassnitz seit Anfang des Jahres für Streit. Ob Betreiber, Sponsoren oder auch Kindergärten, fast alle Beteiligten sind wegen diverser Gutscheine, die eine kostenlose Nutzung dieser Hüpfburg versprechen, verunsichert.

Momentan kümmert sich Peter Kordes um die Vermietung der Hüpfburg. Besitzer ist aber das Grundtvighaus in Sassnitz. Mit der Unterstützung eines speziellen Sozial-Sponsoring-Unternehmens, der Firma Brenner Mobil, gelang am Anfang des Jahres die Finanzierung der aufblasbaren Spielfläche. Im Auftrag des Grundtvighauses hatte Brenner hauptsächlich regionale Unternehmer gesucht, die mit einem Geldbetrag die Anschaffung der Springburg möglich machten. Dafür bekamen sie zwei Gegenleistungen: eine Werbefläche auf dem Container der Springburg und zahlreiche Gutscheine. Diese sollen eine kostenfreie Nutzung der Springburg ermöglichen.

Mittlerweile sollen davon über 200 im Umlauf sein. Darüber, dass dem Betreiber Transport-, Reinigungs-, und Personalkosten entstehen würden, habe das Unternehmen die Sponsoren nicht ausreichend informiert. „Besonders die Kindergärten, die jetzt im Besitz von den Gutscheinen sind, gehen davon aus, dass sie die Hüpfburg komplett kostenlos nutzen können“, sagt Peter Kordes. Jetzt hat er Bedenken, dass er auf diesen Kosten sitzenbleiben könnte. Angeblich hätte es bereits erste Meinungsverschiedenheiten gegeben. „Das Geld für die Finanzierung hätte längst ausgereicht. Trotzdem haben sie weiter Werbeflächen verkauft und Gutscheine verteilt“, kritisiert Peter Kordes.

„Natürlich sind wir ein Unternehmen und müssen wirtschaftlich arbeiten“, entgegnet Jacqueline Berrer, Assistentin der Geschäftsführung des Sponsoring-Unternehmens. „Von einer solchen Beschwerde höre ich das erste Mal. Die meisten Kunden sind zufrieden mit unseren Produkten. Hüpfburgen haben wird bundesweit vertrieben. Außerdem ist es unrealistisch, dass alle Werbepartner gleichzeitig ihre Gutscheine einlösen.“

Im Besitz der Gutscheine sind mittlerweile nicht nur die Sponsoren, sondern auch soziale Einrichtungen. Auch Birgit Mager, Leiterin der Kita Sonnenblume in Sehlen, hat einen Gutschein. „Wir finden das vom Sponsoring-Unternehmen ganz schön frech. Als kleine Einrichtung haben wir uns gefreut. Als die Kosten zur Sprache kamen, habe ich geschluckt“, sagt sie.

Auch Gundula Neubauer, Fuhrunternehmerin von Hiddensee, sponsorte einen Betrag. „Wir hätten das Vorhaben auch ohne Gutscheine unterstützt“, sagt sie und hinterfragte das Geschäftsmodell: „Man lockt die Leute mit den Gutscheinen. Wenn es dann doch etwas kostet, finden es einige nicht okay.“

Kay Steinke

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