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Heringsschuppen in der Zeitkapsel

Sassnitz Heringsschuppen in der Zeitkapsel

Arbeiterwohlfahrt legte den Grundstein für neuen Kindergarten in Sassnitz

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Die gefüllte Zeitkapsel wird von Natalie, Maximilian, Theodor und AWO-Geschäftsführer Christian Waedow im Grundstein versenkt.

Quelle: Fotos: Gaia Born

Sassnitz. „Die Wichtigsten sind da“, stellte Christian Waedow, Geschäftsführer der AWO Soziale Dienste gGmbH, gut gelaunt fest. Kein Wunder: Die Sonne strahlte vom Himmel, als wolle sie der Grundsteinlegung für den neuen integrativen AWO-Kindergarten in Sassnitz ihren Segen geben. „Ausgerechnet am 1. April, das ist kein Scherz, sondern ganz ernst gemeint“, wurde der Grundstein für die künftige Kindereinrichtung an der Sassnitzer Hauptstraße gelegt. Rund 64 gesunde und beeinträchtigte Kinder sollen hier in fünf Gruppen ab Oktober dieses Jahres einen Kindergartenplatz bekommen.

OZ-Bild

Arbeiterwohlfahrt legte den Grundstein für neuen Kindergarten in Sassnitz

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„Und erzogen werden. Das ist keine leichte Aufgabe, wir freuen uns, dass es Menschen gibt, die das mit so viel Engagement machen“, gratulierte auch der Sassnitzer Bürgermeister Frank Kracht zum bedeutungsvollen Ereignis. Doch die Würdenträger standen an diesem Tag gar nicht so sehr im Mittelpunkt, sondern die, für die die Einrichtung gebaut wird: die Kinder. Maximilian (6), Natalie (5) und Theodor (6) aus dem Kindergarten „Auenwirbel“ in Sagard waren zur Grundsteinlegung gekommen und halfen tatkräftig mit, die Zeitkapsel für den Grundstein zu befüllen. Sie versenkten darin selbstgemalte Bilder, Hühnergötter fürs Glück und Sassnitzer Kreidemännchen im Kupferzylinder. Auch Bürgermeister Kracht assistierte und ließ eine Flasche mit Heringsschuppen und Bernstein in die Kapsel gleiten: „Ich bin selbst hier geboren, da passt das. “

Die finanzielle Beteiligung der Stadt am Bau der Kita begründet Kracht so: „Wir wünschen uns eine Trägervielfalt in der Stadt. Und wir sind der AWO dankbar, dass sie mit dem Kindergarten auch einen integrativen Ansatz nach Sassnitz bringt. Nicht nur die Eltern sollen zahlen, da sind Kreis und Stadt auch in der Pflicht.“ AWO-Geschäftsführer Waedow freut sich über den künftigen Standort der AWO in Sassnitz: „ Ich kenne die Fischer und die Kreidewerker, wir wollten schon immer hierhin.“ Vom neuen Gebäude aus können die Kindergartenkinder auf die Kreidefelsen schauen. „Wir finden das toll.

Sie sollen wissen, wo sie sind und woher sie kommen“, meint Waedow.

Obschon Neubau soll das Gebäude sich dem Altstadtcharakter von Sassnitz anpassen. „Außerdem verwenden wir viel Holz, alte Baumaterialien integrieren wir. Die ganzen alten Außenfundamente werden wir zum Beispiel im Außengelände verwenden. Unsere Ökobilanz ist sagenhaft “ , lacht Waedow. Architekt Wolfgang Warnkross hat versucht, für die Kinder eine offene, freundliche Bauweise umzusetzen. „ Das Gebäude wird einen Vorplatz haben, der sich nach draußen öffnet und eine Erweiterung zum Gehweg bildet. Das, was draußen stattfindet, soll sich drinnen wiederfinden“, erklärt er.

1,2 Millionen Euro soll der Kindergarten kosten — und schon in einem guten halben Jahr fertig sein. „Wir haben große Ziele und schon die ersten Anmeldungen“, sagt Manuela Marthiens, Vertreterin der AWO-Verwaltung. Neben der Kindertagesstätte werden auch Schwangeren- und Erziehungsberatung in der neuen Einrichtung Platz finden. Den Namen und die Ausrichtung des neuen Kindergartens verrät die Arbeiterwohlfahrt aber noch nicht. „Das bleibt ein Geheimnis. Und welchen Schwerpunkt diese Kita haben wird, werden wir mit dem Team entwickeln, das geht nur in Absprache mit den Kollegen“, sagt Waedow. Aber das werde schon alles, ist er sich sicher: „Das ganze Projekt hat einfach ein gutes Karma.“

Von Gaia Born

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