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Kein Geld für mehr Chic auf dem „Nationalpark-Bahnhof“

Hagen Kein Geld für mehr Chic auf dem „Nationalpark-Bahnhof“

Schwerin versagt Kofinanzierungsantrag der Gemeinde Lohme für neues Empfangsgebäude auf dem Parkplatz in Hagen

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Der Parkplatz in Hagen ist für mobile Besucher das Tor zum Nationalpark Jasmund. Als „Nomadendorf“ bezeichnet der Lohmer Bürgermeister Matthias Ogilvie das Ensemble aus festen Gebäuden und Imbissbuden. Das will die Gemeinde ändern.

Quelle: Touristik Lohme Gmbh

Hagen. Besucher des Nationalparks Jasmund sollen künftig in Hagen noch attraktiver willkommen geheißen werden. Dafür will die Gemeinde Lohme sorgen. Sie plant auf dem Großparkplatz am Rande der Stubnitz in Hagen den Bau eines neuen Empfangsgebäudes. Doch das Finanzierungsmodell für das Millionen-Projekt wackelt. „Nach aktuellem Stand der Dinge bekommen wir die beantragte Kofinanzierung für das Vorhaben nicht“, so Bürgermeister Matthias Ogilvie (CDU) in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung.

Tor zum Nationalpark

500 Fahrzeuge können auf dem Großparkplatz in Hagen abgestellt werden, der für mobile Besucher des Nationalparks Jasmund der Anlaufpunkt ist.

Den Platz gibt es seit 1995. Vor neun Jahren hat ihn die Gemeinde Lohme übernommen.

Er gilt als Tor zum Nationalpark Jasmund. Er ist sozusagen der „Bahnhof“, den alle mobilen Besucher des Großschutzgebietes ansteuern müssen — der Großparkplatz in Hagen. Doch die Kommunalpolitik der Gemeinde Lohme, die den Platz 2007 übernommen hat, für dessen Bewirtschaftung die kommunale Touristik Lohme GmbH den Hut auf hat, ist nicht zufrieden mit dem Entrée für Nationalpark-Besucher.

Matthias Ogilvie bezeichnet das Miteinander von festen Bauten und beweglichen Imbissbuden auf dem Platz als „Nomadendorf“. „Das passt nicht als Eingang zum Nationalpark mit seinen zum Unesco-Welterbe gehörenden alten Buchenwälder“, findet der Bürgermeister.

„Mit dem geplanten Empfangsgebäude wollen wir eine ansprechende Willkommenskultur schaffen“, ergänzt Torsten Rollin, Geschäftsführer des kommunalen Tourismusbetriebes. Vor rund zwei Jahren schoben die Gemeindevertreter das Projekt per Grundsatzbeschluss an. Die Entwürfe sind inzwischen zu Papier gebracht. Das vorhandene WC-Gebäude soll für den Neubau weichen, erläutert Rollin, in dem nicht nur der Kassenbereich, sondern auch eine Besucher-Information und die gastronomische Versorgung integriert werden sollen. „Alles unter einem Dach.“

Das attraktive Willkommen wird nicht billig. „Gut zwei Millionen Euro sind für das neue Empfangsgebäude veranschlagt“, sagt Matthias Ogilvie. Die Gemeinde habe das Geld für das Vorhaben nicht, „das in erster Linie auch nicht für die Kommune, sondern für den Nationalpark und das Weltnaturerbe gedacht ist“. Weil das Projekt die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde bei weitem übersteigt, hat die nicht nur einen Förderantrag gestellt. Auch für die Eigenmittel, die die Kommune zur Finanzierung beisteuern muss, hat sie das Land um Unterstützung gebeten und eine Kofinanzierung beantragt.

„Das ist ein touristisches Vorhaben für ganz Rügen“, betont Matthias Ogilvie. Genau deshalb habe das Land auch Unterstützung signalisiert. Doch aus der Landeshauptstadt hat der Bürgermeister jetzt schlechte Nachrichten erhalten. „Wir sind mit dem Parkplatz-Projekt nicht ins Kofinanzierungsverfahren reingekommen“, informierte er in der Gemeindevertretersitzung. Begründet worden sei die Ablehnung damit, dass nicht sicher gestellt sei, dass das beantragte Geld bis Jahresende auch tatsächlich ausgegeben und abgerechnet werden könne. Die Krux: Über den Fördermittelantrag für das Empfangsgebäude soll erst entschieden werden, wenn der Kofinanzierungsantrag beschieden ist. Die Kommunalpoltik in Lohme steht somit vor einem Problem.

„Ich gebe die Hoffnung aber noch nicht auf“, betonte Ogilvie gegenüber den Gemeindevertretern. Er kündigte an, dass es in der kommenden Woche ein Gespräch zum Projekt im Wirtschaftsministerium in Schwerin geben werde. „Möglicherweise bekommen wir die Förderung doch noch hin.“

Von Udo Burwitz

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