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Kreis baut Wohnheim für Flüchtlinge um

Sassnitz Kreis baut Wohnheim für Flüchtlinge um

Zwei Unterkünfte in Sassnitz werden geschlossen und Plätze im Internat der Berufsschule geschaffen

Sassnitz. Weniger Flüchtlinge kommen auf die Insel und auch nach Sassnitz. Der Landkreis reagiert. Zum einen werden nicht mehr benötigte Gemeinschaftsunterkünfte in Rügens Hafenstadt leergezogen und geschlossen. Zum anderen schafft der Kreis eine zentrale Flüchtlingsunterkunft in der Straße der Jugend. Zu der soll künftig auch das Wohnheim der Beruflichen Schule gehören, kündigt Kreissprecher Olaf Manzke an. „Dort will der Kreis Plätze für die Unterbringung von Asylbewerbern schaffen. Dafür sind im Gebäude Umbauarbeiten geplant.“

Rückblick: Die Flüchtlingskrise spitzt sich im Sommer 2015 zu. In Sassnitz sind Anfang August 53 Asylbewerber untergebracht, davon 27, die im laufenden Jahr aufgenommen wurden. Erwartet werden aber noch weitaus mehr. Laut Verteilungsquote des Landkreises sollen noch weitere 85 Flüchtlinge in der Hafenstadt untergebracht werden. Der Landkreis, der dafür verantwortlich zeichnet, sucht dringend Objekte, die als Gemeinschaftsunterkunft genutzt werden können. Und er findet sie: Zum einen im Internat der ehemaligen Förderschule, die der Kreis zum Schuljahresende geschlossen hat. Für das Gebäude am E-Werk in der Stubbenkammerstraße (48 Plätze) schließt er mit der Stadt als Eigentümer einen Mietvertrag. Mitte September zieht dort die erste Flüchtlingsfamilie ein. Weitere Gemeinschaftsunterkünfte werden bis Dezember im ehemaligen Zollwohnheim in der Trelleborger Straße 15 (53 Plätze) sowie im ehemaligen DRK-Heim in der Straße der Jugend (50 Plätze) hergerichtet und in Betrieb genommen. Sie sind zum Jahresende fast voll belegt. 189 Flüchtlinge waren per 31. Dezember 2015 in Sassnitz untergebracht.

„Heute sind es 86 Asylbewerber und 15 Flüchtlinge mit einer Aufenthaltserlaubnis“, gibt Olaf Manzke einen Überblick über die aktuelle Situation. Der Kreis, der nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz vorrangig verpflichtet ist, Gemeinschaftsunterkünfte zu schaffen, reagiert auf die neue Situation. Zum einen werde die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Sassnitz reduziert, so Manzke.

Sieben Wohnungen wurden bereits zum 30. September und weitere 12 zum Jahresende gekündigt. Gegenwärtig sind noch 44 Asylbewerber und zehn Flüchtlinge mit Aufenthaltsgenehmigung dezentral in Wohnungen der Stadt untergebracht. Weitere Kündigungen seien für 2017 vorgesehen.

„Die Gemeinschaftsunterkünfte in der Trelleborger Straße und in der Stubbenkammerstraße sind bereits leergezogen“, führt der Kreissprecher weiter aus. Beide sollen zum 31. Dezember geschlossen werden. Der Mietvertrag für das ehemalige Förderschul-Internat sei im beiderseitigen Einvernehmen bereits zum Jahresende gekündigt worden, teilt die Sassnitzer Ordnungsamtsleiterin Vera Wilke mit.

Das Gebäude werde nicht verwaist bleiben, versichert Bürgermeister Frank Kracht. „Für eine künftige Nutzung führen wir gegenwärtig intensive Gespräche.“ Er rechnet damit, dass sie Mitte des kommenden Monats erfolgreich abgeschlossen werden können.

In Sassnitz werde der Landkreis zukünftig 169 Plätze für Asylbewerber vorhalten, sagt Olaf Manzke. „In einer zentralen Unterkunft, die aus zwei Objekten besteht.“ Das ehemalige DRK-Heim in der Straße der Jugend wird weiterhin genutzt. Dort sind aktuell 42 Asylbewerber und fünf Flüchtlinge mit einer Aufenthaltsgenehmigung untergebracht. „Neue Unterbringungsmöglichkeiten werden im Wohnheim der Beruflichen Schule geschaffen“, kündigt Manzke an. In dem Gebäude in der Straße der Jugend 7, das dem Kreis gehört, stehen Räume leer. „Die wurden früher für die Berufsvorbereitung genutzt und werden dafür nicht mehr gebraucht. Sie sollen zu Unterkünften für Flüchtlinge umgebaut werden.“ Insgesamt 119 Plätze werden geschaffen. Im Sommer 2017 werden die wahrscheinlich bezugsfertig sein. Bis dahin sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein. „Eine Teilnutzung des Gebäudes als Wohnheim für Berufsschüler bleibt aber bestehen“, betont er.

Udo Burwitz

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