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Kurmuschel: Wann rücken die Sanierer an?

Kurmuschel: Wann rücken die Sanierer an?

Termin für Baubeginn an der Schalenkonstruktion derzeit noch offen

Sassnitz Die Stadtvertreter in Sassnitz haben bereits einen Vorschlag zur Neugestaltung des Kurplatzes gebilligt. Geht es nach Bürgermeister Frank Kracht, würde die Kommune diesen Vorschlag lieber heute als morgen umsetzen. Doch das würde bedeuten, den zweiten vor dem ersten Schritt zu unternehmen. Der erste sieht die Sanierung der als Denkmal geschützten und vom renommierten Binzer Schalenbaumeister Ulrich Müther (1934 bis 2007) erbauten Kurmuschel vor. Das will die Wüstenrot-Stiftung übernehmen. Die OZ sprach mit Geschäftsführer Philip Kurz.

 

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Dieser trostlose Anblick soll verschwinden: Die Kurmuschel, an der die Farbe blättert, spiegelt sich in einer Wasserlache auf dem Kurplatz in Sassnitz, auf dem Unkraut zwischen den Platten wächst.

Quelle: Udo Burwitz
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Philip Kurz

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Dieser trostlose Anblick soll verschwinden: Die Kurmuschel, an der die Farbe blättert, spiegelt sich in einer Wasserlache auf dem Kurplatz in Sassnitz, auf dem Unkraut zwischen den Platten wächst.

Quelle: Udo Burwitz
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Philip Kurz

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Die Stiftung hat sowohl die Kurmuschel in Sassnitz als auch den von Ulrich Müther konstruierten Rettungsturm in Binz als Sanierungsvorhaben in ihr stiftungseigenes Denkmalprogramm aufgenommen und angekündigt, dass mit den Arbeiten an beiden Denkmalen im Herbst begonnen werden soll. Wann schreitet sie zur Tat?

Philip Kurz: Der Herbstbeginn war zwar schon. Einen Termin für den Sanierungsbeginn an beiden Objekten kann ich aber noch nicht nennen. Wir haben für die Sanierung zwar schon für beide Schalenkonstruktionen jeweils eine umfangreiche Machbarkeitsstudie in Zusammenarbeit mit Experten erarbeitet. Es sind aber noch nicht alle Fragen bis ins letzte Detail geklärt.

Heißt das, die Vorhaben sind doch komplizierter als angenommen und Probleme aufgetaucht?

Kurz: Als Problem würde ich es nicht bezeichnen. Bis ins letzte Detail haben wir bis dato allerdings noch nicht geklärt, wie wir es bei der Sanierung des Binzer Rettungsturms – der ja auch für Eheschließungen genutzt wird – hinbekommen, dass sich der Raum im Sommer überheizt. Das Gegenstück: In der kälteren Jahreszeit darf es nicht dazu kommen, dass Inventar und Innenraum durch enorme Luftfeuchteschwankungen womöglich zu stocken anfangen und geschädigt werden. Alles eine Frage des richtigen Raumklimas, an der wir gegenwärtig noch tüfteln.

Gibt es denn überhaupt schon einen Fahrplan für den Bauablauf?

Kurz: Darüber wird Mitte des Monats gesprochen. Es sind beides renommierte Architekturobjekte der Insel aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es sollen auch Rügen-Objekte werden.

Deshalb haben wir auch schon eine Architektin von der Insel eingeladen. Sie soll die konkrete Planung für beide Objekte machen. Erste Zwischenergebnisse werden Mitte des Monats vorgestellt.

Dann klopft sozusagen schon der graue November an die Tür und mit ihm die kalte Jahreszeit, in der draußen weder gemauert noch gemalert werden kann. Kann die Stiftung den auf ihrer Internet-Seite für 2017 angekündigten Abschluss für beide Projekte überhaupt halten?

Kurz: Ziel ist es ja, die Sanierungsarbeiten an beiden Objekten bis zur Saison im nächsten Jahr abzuschließen. Bei der Kurmuschel in Sassnitz sehe ich diesen Termin nicht gefährdet. In Binz könnte es sehr eng werden. Ob Mitte Mai als geplanter Eröffnungstermin tatsächlich zu halten ist, kann ich heute noch nicht sagen. Da müssen wir die Mitte des Monats vorgesehene Beratungsrunde abwarten. Ideal wäre es natürlich, wenn beide Projekte parallel abgearbeitet werden können. Wir würden aber auch mit einem beginnen und das andere dann nachziehen.

Stiftung investiert mehr als eine halbe Million Euro

510000 Euro stellt die Ludwigsburger Wüstenrot-Stiftung bereit, um laut Geschäftsführer Philip Kurz Architektur von hohem geschichtlichen und künstlerischen Wert beispielhaft zu erhalten. Mit dem Geld sollen der einem Ufo ähnelnde Rettungsturm an der Strandpromenade in Binz und die Kurmuschel in Sassnitz saniert werden.

Davon werden 300000 Euro für eine Frischzellenkur der Schalenkonstruktion auf dem Sassnitzer Kurplatz und 210000 Euro für die des Binzer Rettungsturms eingesetzt.

Beide Bauwerke hat der international beachtete Binzer Baumeister Ulrich Müther (1934 – 2007) konstruiert. Er war Spezialist für Betonschalen und entwarf seit 1963 mehr als 50 sogenannte Hyper-Schalenbauten.

Udo Burwitz

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