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Leinen über an der sanierten Brücke 3

Sassnitz Leinen über an der sanierten Brücke 3

Sassnitz schloss gestern mit der Übergabe des Anlegers eine 4,5-Millionen- Investition im Stadthafen ab

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John Reidar Winther macht ein Versorgungsschiff für die vor Rügen erbauten Offshore-Windparks unmittelbar neben der sanierten Brücke 3 im Sassnitzer Stadthafen fest.

Quelle: Udo Burwitz

Sassnitz. Leinen über! Rügens Hafenstadt Sassnitz sieht sich für die Saison bestens gerüstet. Ab sofort können Fahrgastschiffe die Brücke 3 im Stadthafen ansteuern und dort ihre Leinen überwerfen. Das maritime Bauwerk wurde nach umfassender Sanierung gestern seiner Bestimmung übergeben. „Damit können wir den Abschluss einer großen Investition feiern.

Im Stadthafen sind insgesamt 4,5 Millionen Euro verbaut worden“, verlieh Bürgermeister Frank Kracht (Linke) dem symbolischen Scherenschnitt ein besonderes Gewicht, den er gemeinsam mit Harry Glawe (CDU), Wirtschaftsminister MV, und dem Präsidenten der Stadtvertretung, Norbert Thomas (CDU), vornahm.

„Das Geld ist gut angelegt“, demonstrierte Frank Kracht dem Minister schon auf dem Weg vom ehemaligen Sozialgebäude entlang der Kaikante zum Scherenschnitt an Brücke 3. Im Hafenbecken dazwischen konnte Harry Glawe den Blick auf 93 Liegeplätze an 100 und 120 Meter langen Schwimmstegen werfen, die zum neuen Wasserwanderrastplatz im Stadthafen gehören. Dessen Bau markierte den Beginn der jetzt abgeschlossenen Großinvestition. „Die ohne großzügige Förderung kaum möglich gewesen wäre“, lobte Siegfried Adelsberger, Geschäftsführer der Hafenbetriebs- und Entwicklungsgesellschaft Sassnitz (HBEG), die Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium.

Die Hilfe hatte Glawe den Sassnitzern höchstpersönlich bei einem Vor-Ort-Termin im Dezember 2011 zugesichert. Dort erfuhr der Minister, dass Freizeitkapitäne die Leinen ihrer Segelboote bis dato an der Mole überwerfen und somit einen enormen Fußweg zu den Sanitäranlagen in Kauf nehmen müssen, die sich im ehemaligen Sozialgebäude befinden. Stand das seit Jahren in der Kritik, war bereits ein Jahr später Abhilfe geschaffen: Ende 2012 konnten die Arbeiten am neuen und vom Land zu 90 Prozent geförderten Wasserwanderrastplatz abgeschlossen werden. Der bietet Freizeitkapitänen nicht nur allen Komfort an den Stegen. Auch der kilometerlange Fußmarsch hat sich mit der Fertigstellung der schwimmenden Steganlagen erübrigt. Freizeitkapitäne müssen jetzt nur noch rund 50 Meter vom Steg bis zu den Sanitäranlagen unter die Füße nehmen.

„Wir haben den Stadthafen aber nicht nur für den boomenden maritimen Tourismus fit gemacht, sondern ihn auch für die Wirtschaft ertüchtigt“, betonte Harry Glawe beim Scherenschnitt an der Brücke 3.

Dessen komplette und ebenfalls zu 90 Prozent geförderte Erneuerung bildete den zweiten Bauabschnitt. Wie der Buchstabe F ragt das Bauwerk mit den beiden Anlegern an der Spitze von der Kaikante vor der Bummelmeile mit Hafenmuseum, Lokalen und Galerien in den Stadthafen. An der 1959/60 erbauten Zollbrücke, an dem 26-Meter-Kutter und größere Schiffe ihre Leinen überwerfen können, hatten Sturm, Wind, Regen und Frost tüchtig genagt. Das insgesamt 300 Meter lange Bauwerk mit seinen zwei Fingern war marode. „Die Erneuerung der Brücke auf dem Altbestand war gar nicht so einfach. Aber die Statiker haben eine Lösung gefunden“, beschrieb sie Planer Frithjof Fronek. Auf den vorhandenen Stahlbetonpfählen der beiden Zollanleger wurden zunächst in den Jahren 2013/14 neue Querträger montiert und darauf neue Platten aus Fertigbeton verlegt. „Immerhin auf einer Fläche von rund 1700 Quadratmetern“, so Fronek. Als letztes wurden die Gründungspfähle aus Stahl der 153 Meter langen Zufahrt zu den Zollanlegern mit Beton ummantelt, der Altbeton auf der kompletten Fahrbahn abgefräst und diese neu betoniert. Jetzt können sechs Schiffe mit einer Länge bis zu 100 Metern an modernen Liegeplätzen an Brücke 3 festmachen. „Damit ist Sassnitz und insbesondere der Stadthafen, noch attraktiver geworden“, brachte Harry Glawe das Ergebnis auf den Punkt.

Fahrgastschiff-Anleger

93 Liegeplätze bietet der Wasserwanderrastplatz Freizeitkapitänen im Sassnitzer Stadthafen. Dessen Bau bildete den ersten Abschnitt der 4,5-Millionen-Investition, die die Stadt zur Verbesserung der maritimen Infrastruktur vorgenommen hat. Das Land unterstützte die Projekte. Sie wurden zu 90 Prozent gefördert.

6 Schiffe mit einer Länge von bis zu 100 Metern können an der sanierten Brücke 3 festmachen, die gestern übergeben wurde. Diese Liegeplätze sollen vor allem Fahrgastschiffen vorbehalten sein



Udo Burwitz

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