Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Lohmer Hang wird weiter stabilisiert

Lohme Lohmer Hang wird weiter stabilisiert

Voraussichtlich im Mai soll mit dem 2. Bauabschnitt begonnen werden

Voriger Artikel
Eltern sammeln Unterschriften für bessere Kinderbetreuung
Nächster Artikel
Glowe: 28 000 Euro für Veranstaltungen

Am Hang oberhalb der Zufahrt zum Lohmer Hafen wurden in dieser Woche Bäume gefällt und Sträucher entfernt. Voraussichtlich ab Mai sollen die Arbeiten zur Stabilisierung des Hochufers beginnen.

Quelle: Foto: Maik Trettin

Lohme. Der Hang oberhalb des Lohmer Hafens ist noch kahler geworden. In den zurückliegenden Tagen fielen Bäume und Buschwerk oberhalb des Plattenweges, der am Hang entlang zum Hafen führt. Dieser Bereich der instabilen Böschung soll in den kommenden Monaten befestigt werden. Die Fällaktion, die am Mittwoch abgeschlossen wurde, war die Vorbereitung für den Beginn der eigentlichen Arbeiten, sagt der Ingenieur und Geschäftsführer vom Büro Wastraplan, das sich seit Jahren mit der Sicherung des Hangs in Lohme beschäftigt.

OZ-Bild

Voraussichtlich im Mai soll mit dem 2. Bauabschnitt begonnen werden

Zur Bildergalerie

Die Steilküste ist spätestens seit 2005 das Sorgenkind der Gemeinde. Im März des genannten Jahres war unmittelbar vor dem damaligen Diakonieheim ein Teil des Hangs in die Tiefe gerutscht; die Bewohner wurden evakuiert, mehrere Gebäude vorübergehend gesperrt. Seitdem wird die Böschung abschnittsweise stabilisiert.

Die Fläche, die jetzt in Angriff genommen werden soll, reicht vom so genannten Hafenbalkon vor dem „Haus am Meer“ bis unmittelbar vor das einstige Diakonieheim. Dort soll der Hang von „Kopf bis Fuß“

umgemodelt werden, und das im wahrste Sinne des Wortes. Nur ein kleines Stück, auf dem auch die Bäume nicht gefällt wurden, bleibt unberührt. „Den Bereich fassen wir nicht an. Da ist Mergel, da ist der Hang relativ stabil“, sagt Jörg Gothow.

Ansonsten wird jede Menge Erde hin und her bewegt, ausgetauscht und zum Teil mit Zement vermengt. Diese Technik wurde auch in den vorherigen Bauabschnitten zur Stabilisierung eingesetzt. Es handelt sich um so genannte Betonstützscheiben. Dabei wird punktuell Erde aus dem Hang entnommen, Zement untergemischt und der so verfestigte Boden wieder in das Loch verfüllt. Zuvor wird die Böschung in weiten Teilen so modelliert, dass das Gefälle weniger groß ist und die Küste dem Druck durch das aus dem Hinterland kommende Wasser besser standhalten kann. Durch eine Oberflächendrainage soll das Wasser künftig besser abfließen können.

„Bei diesen Arbeiten werden wir zum Teil bis in das Abbruchfeld hineingehen“, kündigt Gothow an. Bislang waren vor allem die Bereiche gesichert und umgestaltet worden, die unterhalb des Dorfzentrums liegen. Der Hang unmittelbar unterhalb des einstigen Diakonieheims soll in einem folgenden Bauabschnitt stabilisiert werden, unter anderem durch das Aufschütten von Erde. Ob das Areal oberhalb der Küste dann wieder bebaut und genutzt werden darf, steht noch nicht fest. Der Geologe Johannes Feuerbach habe die Berechnungen dazu noch nicht abgeschlossen, sagt Jörg Gothow.

Der lässt gegenwärtig für die Umgestaltung der Steilküste zwischen Hafenbalkon und Diakonieheim die Ausführungsplanung erarbeiten und die Ausschreibung vorbereiten. Mit Kosten von rund zwei Millionen Euro rechnen die Lohmer. Das Geld soll fast vollständig vom Land kommen. Mit dem Baubeginn rechnet Gothow etwa im Mai. Läuft alles wie geplant, wird die Hangumgestaltung bis zum Herbst größtenteils abgeschlossen sein. Dann soll mit dem Bau einer neuen Zufahrt zum Hafen begonnen werden. Die ist allerdings ausschließlich für Lieferanten und andere berechtigte Fahrzeuge gedacht. Für den Besucher-Verkehr ist sie nicht geeignet. „Wir haben unten im Hafen ja weder Parkplätze noch eine Wendemöglichkeit“, sagt Bauamtsleiter Thomas Ulrich. Die Straße soll spätestens im kommenden Frühjahr fertig werden.

Hölzerne Hafentreppe verschwand nach Erdrutsch

50000 Kubikmeter Erde sind am späten Abend des 19. März 2005 am Hochufer von Lohme abgerutscht. Daraufhin wurde eine Straße am Steilhang gesperrt sowie das Betreten von Häusern im Gefahrenbereich untersagt. Fünf Jahre später kam es nach starken Regenfällen an der einstigen Hafentreppe erneut zu einer Rutschung. Die Treppe verschwand im Zuge der Sanierung.

Maik Trettin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Reinkenhagen
Ich hätte mir gewünscht, dass Jagdgegner anwesend gewesen wären.Helmut Krüger Bürgermeister Gemeinde Sundhagen

Jagdgemeinschaft wählt Vorstand und zeigt ihre Ergebnisse

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sassnitz
Verlagshaus Rügen

Markt 25
18528 Bergen auf Rügen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Jens-Uwe Berndt
Telefon: 0 38 38 / 20 14 53
E-Mail: ruegen@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.