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Rügen Mit dem Bus zum Pilzesammeln
Vorpommern Rügen Mit dem Bus zum Pilzesammeln
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00:00 13.07.2013
Ingeborg Hergenröder zeigt an der Bushaltestelle die Pilze, die sie am Dienstag fand. Quelle: Dieter Lindemann
Gelm

Ingeborg Hergenröder ist ein wenig unzufrieden: Nur ein kleiner Steinpilz, ein paar Butterpilze und Pfifferlinge hat sie in ihrem Beutel. „Das reicht gerade so für ein Abendessen“, sagt die 85-Jährige. Seit zwei Wochen fährt sie fast täglich von ihrem Wohnort Dranske an die Schaabe, um Pilze und Blaubeeren zu sammeln. Im Forstrevier auf dem Gelm wird sie fast immer fündig. Seit 20 Jahren pflückt sie hier Beeren. Mit einem prall gefüllten Behälter voller Blaubeeren und einem Beutel voller Pilze steigt sie dann an der Haltestelle Gelm wieder ein und macht sich auf den Heimweg.

In den zurückliegenden 14 Tagen bestand die Ausbeute vor allem aus Braunkappen und Pfifferlingen. Auf die Blaubeeren müssen sie und die anderen Sammler noch eine Weile warten. „Die sind jetzt noch nicht reif“, sagt Ingeborg Hergenröder und ist angesichts der zu erwartenden Ernte skeptisch: In diesem Jahr werde es wohl nur wenig Blaubeeren geben. Im letzten Jahr dagegen pflückte sie insgesamt 30 Liter. Eine mühselige Arbeit, denn nicht nur das Bücken ist anstrengend. Regelmäßig zur Blaubeerzeit ist der Wald auch voller Mücken. 30 Liter Blaubeeren und Körbe voller Pilze müssen auch verzehrt werden. Damit hat Ingeborg Hergenröder kein Problem. „Ich habe ach Kinder, sieben Enkel- und neun Urenkelkinder, die besonders im Sommer zu meiner Tochter Elena, wo ich auch wohne, kommen.

Die freuen sich schon immer auf die eingeweckten oder frischgepflückten Blaubeeren und die Pilzmahlzeiten.”

Ingeborg Hergenröder war früher in Ahlbeck zu Hause. „Bei uns war es gang und gäbe, dass wir zur Blaubeerzeit mit den Kindern in den Wald gingen und die Früchte pflückten. Mit dem Verkaufserlös haben wir dann auch die Haushaltskasse aufgefüllt. dl

OZ

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