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Rügen Mops beim Gassigehen totgebissen
Vorpommern Rügen Mops beim Gassigehen totgebissen
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11:51 21.02.2015
Der Mops-Rüde Henry starb diese Woche nach der Beißattacke eines Schäferhundes. Quelle: A. Kerfack

„Henry“ ist tot. Wolfgang Kerfack und seine Frau stehen noch immer unter Schock. Der Sassnitzer Rentner war mit dem schwarzen Mops nur um die Ecke im Wohngebiet an der Mukraner Straße unterwegs, als sich ein Schäferhund auf den kleinen Vierbeiner stürzte und erst wieder von ihm abließ, als der sich nicht mehr rührte. Offenbar war das Tier vom umfriedeten Grundstück ausgebüxt. „Ich habe gehört, wie jemand den Namen des Schäferhundes rief und dass er zurückkommen solle“, sagt Wolfgang Kerfack. „Da war mir schon klar, dass das das Todesurteil für Henry ist.“ Denn bei dem Angreifer handelte es um jenes Tier, das vor gut anderthalb Jahren in dem Wohngebiet ein Reh gerissen hatte (die OZ berichtete).

„Es war furchtbar“, sagt Kerfack, der versuchte, auf den Schäferhund einzuschlagen. „Henry“ habe geschrien, als der große Vierbeiner über den Brustkorb des kleinen Rüden biss, der am 17. März fünf Jahre alt geworden wäre. Der Mops muss relativ schnell tot gewesen sein, sagt Tierarzt Marco Nieburg, der „Henry“ untersuchte.

Tot ist mittlerweile auch der Schäferhund: Der Besitzer hat ihn nach Rücksprache mit dem Sassnitzer Ordnungsamt und dem Tierarzt am Donnerstag einschläfern lassen. Denn der Angriff auf „Henry“ war nach unbestätigten Berichten — die Besitzer des Schäferhundes möchten sich derzeit nicht zu dem Vorfall äußern — offenbar nicht der erste dieser Art. Neben der Reh-Attacke soll das Tier wenigstens einen weiteren kleinen Hund gebissen und schwer zugerichtet haben. Eine Anzeige gab es damals nicht. „Bei uns ist nur die Tötung des Rehs aktenkundig geworden“, sagt der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes, Detlef Zimmermann.

Der hatte seinerzeit einen Bußgeldbescheid gegen den Halter erlassen, der allerdings angefochten wurde und derzeit noch beim Amtsgericht in Bergen bearbeitet wird. Nachdem die Polizei den neuerlichen Vorfall dieser Woche aufgenommen und an das Ordnungsamt weitergeleitet hatte, beschäftigte sich die Behörde mit dem tödlichen Hundebiss und den Folgen für den Schäferhund und dessen Halter. Denn nach einem solchen Angriff kann ein Tier wie ein Vertreter der laut Hundehalterverordnung aufgeführten „gefährlichen Rassen“ behandelt werden, sagt der Sprecher des Landkreises, Olaf Manzke. Die Haltung ist dann unter Umständen nur unter Auflagen möglich, wie dem Tragen eines Maulkorbs oder dem Absolvieren eines Wesenstests. Letztlich kann das soweit gehen, dass dem Halter der Hund weggenommen oder sogar eingeschläfert wird.

An der mangelnden Eignung der Halter habe es nach Einschätzung von Tierarzt Nieburg, bei dem auch der Schäferhund Patient war, nicht gelegen. „Die Leute sind hundeerfahren, haben das Tier in der Familie gehalten.“ Die Aggressivität gegenüber kleineren Artgenossen hat aber offensichtlich niemand in den Griff bekommen. Die Familie habe deshalb schon versucht, den fünfeinhalbjährigen Hund anderswo unterzubringen — erfolglos. Hätte das Ordnungsamt in Sassnitz seinerzeit härter durchgegriffen, könnte „Henry“ noch leben, sagt unter Tränen sein Frauchen Aurelia Kerfack, die früher mit ihrem Mann selbst einen Schäferhund hielt. Dass der Rüde aus der Nachbarschaft auch nach der Tötung des Rehs noch ohne Maulkorb an der Leine geführt werden durfte, sei ein Unding.

Gefährliche Hunde
4 Rassen, nämlich American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bull Terrier und Bull Terrier gelten laut Hundehalterverordnung MV als gefährlich. Ebenso werden Vertreter aller anderen Rassen oder Mischlinge eingestuft, wenn sie „einen Menschen oder ein Tier durch Biss geschädigt haben, ohne selbst angegriffen oder dazu durch Schläge oder in ähnlicher Weise provoziert worden zu sein“. Solche Hunde müssen außerhalb des Grundstücks einen Maulkorb tragen.



Maik Trettin

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