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Mukran schafft Platz für Getreideumschlag

Mukran Mukran schafft Platz für Getreideumschlag

Lagerkapazitäten durch Hallenausbau erweitert / Millionenmarke wird beim Umschlag geknackt

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Unter dem Dach des rund 1800 Quadratmeter großen Neubaus, um den eine vorhandene Lagerhalle im Fährhafen Mukran erweitert wurde, türmen sich bereits Berge von Körnerfrüchten.

Quelle: Fotos: Udo Burwitz

Mukran. In Mukran werden in diesem Jahr mehr als eine Million Tonnen Getreide über die Kaikante gehen. Der Umschlag boomt. Und diese Marke soll noch nicht das Ende markieren. Henning Bligenthal, Geschäftsführer der Viela Export GmbH aus Vierow und der Baywa in Mecklenburg-Vorpommern, hat eine weitere Steigerung fest im Blick. Dafür schafft das Umschlagsunternehmen mit Unterstützung des Landes im Akkord im Fährhafen die Voraussetzungen. Dort hat Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium MV, gestern rund 1800 Quadratmeter neue und überdachte Lagerfläche seiner Bestimmung übergeben. Entstanden sind die durch den Ausbau und die Erweiterung einer Lagerhalle.

OZ-Bild

Lagerkapazitäten durch Hallenausbau erweitert / Millionenmarke wird beim Umschlag geknackt

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An der Pier unmittelbar vor der Lagerhalle liegt das Frachtschiff „Perelik“. „Es bunkert gerade 18000 Tonnen Qualitätsweizen“, weiß Henning Bligenthal. Bestimmt ist die Fracht für Kamerun. „Das Exportvolumen bei Getreide aus der EU wächst stetig an“, sagt der Geschäftsführer der Viela GmbH. Das in Vierow bei Greifswald ansässige Unternehmen trägt dem Rechnung und schlägt seit 2012 neben Vierow die Körnerfrüchte und Ölsaaten auch in Mukran um. 100000 Tonnen waren es im ersten Jahr, die im Tiefseehafen auf Rügen über die Kaikante gingen, erinnert er. „In diesem Jahr sind wir aktuell schon bei 920000 Tonnen Getreide. Und wir schreiben noch nicht einmal Mitte Oktober. Bis Jahresende werden wir in Mukran auf jeden Fall die Millionenmarke knacken.“ Bligenthal rechnet für 2016 mit einem Umschlagsvolumen von rund 1,2 Millionen Tonnen.

„Die Viela Export ist auf der Erfolgsspur. Wir haben die Errichtung und die Expansion des Unternehmens an den Standorten Sassnitz und Vierow als Anschub unterstützt“, lobte Stefan Rudolph gestern bei der Eröffnung der Erweiterungshalle die Entwicklung des Unternehmens. Die stehe auch als erfolgreiches Beispiel für die Neuausrichtung des maritimen Anlegers in Mukran, so der Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium. Ursprünglich als reiner Fährhafen konzipiert, entwickle sich Mukran zu einem Industriehafen und Wirtschaftsstandort.

Für die Umschlagserweiterung brauchte das Unternehmen mehr Lagerkapazitäten. Dafür wurde die gleich am Schiffsterminal stehende Halle erweitert. „Durch den Ausbau stehen uns dort jetzt etwa 3500 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung“, beziffert Bligenthal die ursprüngliche Größe mit rund 1700 Quadratmetern. Dafür wurden in Mukran 1,6 Millionen Euro investiert.

Es ist nicht die erste Investition. Erst im August wurde der Neubau einer Schüttgutentladestelle für 850000 Euro in Betrieb genommen. Mit der können mit Getreide ankommende Züge jetzt in sechs statt bisher 14 Stunden abgefertigt werden (die OZ berichtete).

„Und es wird nicht die letzte Investition sein“, kündigte Henning Bligenthal gestern weitere Projekte an. Als nächstes soll die neue Entladestelle mit den drei vorhandenen Hallen durch oberirdische Förderbänder verbunden werden. „In 14 Metern Höhe sollen die errichtet werden“, erläuterte der Viela-Geschäftsführer das Projekt und seinen Nutzen. Bislang muss das Getreide per Lkw oder Traktoren mit Anhängern von der Entladestelle in die Hallen transportiert werden. „Dieser Transport entfällt dann.“ Die Hallen sind bereits mit der Schiffsbeladeanlage verbunden, mittels der die Körnerfrüchte auf die Frachter befördert werden. Die neue und etwa 600 000 Euro teure Verbindung zwischen Schüttgutentladestellen und Hallen soll bis Mitte Mai kommenden Jahres fertiggestellt sein. „Anschließend wollen wir zusammen mit dem Fährhafen auch noch den vorhandenen Umschlagsterminal für die Getreidefrachter um 200 Meter verlängern“, kündigte Bligenthal bereits an.

Udo Burwitz

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