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Nardevitz: Buckelpiste wird geglättet

Nardevitz Nardevitz: Buckelpiste wird geglättet

Lindenstraße soll im Herbst instand gesetzt werden / Gemeindevertretung präferiert teure Variante

Nardevitz. Wer gegenwärtig mit dem Auto in Nardevitz die Lindenstraße befährt, muss zum einen das Tempo drosseln und zum anderen aufpassen, dass er nicht mittig fährt.

OZ-Bild

Lindenstraße soll im Herbst instand gesetzt werden / Gemeindevertretung präferiert teure Variante

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Verkehrsgeschichte

290 Meter ist die Lindenstraße in Nardevitz etwa lang. Das Kopfsteinpflaster wurde schon vor rund 150 Jahren verlegt. Die Straße ist somit ein Zeugnis der Straßenbau- und Verkehrsgeschichte auf Rügen.

Gerade besonders tief liegende Fahrzeuge könnten dann womöglich auf dem historischen Kopfsteinpflaster aufsetzen. Denn die mit den alten Steinen belegte Fahrbahn weist schon beträchtliche Wölbungen auf und hat einen Buckel in der Mitte. Doch dieser Buckelpiste soll noch in diesem Jahr zu Leibe gerückt werden, kündigt Bürgermeister Matthias Ogilvie (CDU) an. „Die Straße wird instand gesetzt.“

In welcher Ausführung, haben die Gemeindevertreter in ihrer letzten Sitzung entschieden. Zwei Varianten standen dabei zur Debatte. „Eine einfache“, sagt Matthias Ogilvie und bezeichnet die andere als „die teurere“. Pflaster aufnehmen, Untergrund neu befestigen und glätten, Pflaster neu verlegen – so lässt sich die „einfache“ Variante beschreiben, während die andere darüber hinaus den Bau einer Gosse am Fahrbahnrand und von Straßeneinläufen vorsieht, damit das Regenwasser vernünftig abließen kann. Das schießt bislang die abschüssige Straße hinunter. Im Ergebnis bilden sich vor allem nach Starkregen an der Einmündung der Lindenstraße zur Dorfstraße große Pfützen. Diskutiert haben die Kommunalpolitiker über beide Varianten in der Sitzung hinter verschlossenen Türen. „Die Gemeindevertretung hat sich für die zweite und teurere Variante ausgesprochen“, gibt der Bürgermeister die im nichtöffentlichen Teil der Sitzung gefällte Entscheidung wieder.

„Wir werden mit den Instandsetzungsarbeiten höchstwahrscheinlich nach der Saison im Herbst beginnen“, kündigt Matthias Ogilvie an und veranschlagt für die Reparatur mehr als 40000 Euro. Genau so viel Geld hätte die Kommune für einen kompletten Ausbau der Lindenstraße beisteuern müssen, der ursprünglich vorgesehen war. Die Maßnahme sollte innerhalb des Förderprogramms der Flurneuordnung umgesetzt werden. In diesem Fall hätten sich allerdings die Anlieger – gerade mal ein halbes Dutzend – mit einem insgesamt ebenso hohen Betrag an der Finanzierung beteiligen müssen. Das wollten Gemeindevertreter dann doch nicht den betroffenen Nardevitzern zumuten. Sie sahen eine Reparatur als ausreichend an und bliesen den Ausbau im vergangenen Herbst ab. Der sah zudem vor, das alte Kopfsteinpflaster durch eine Betonspur und Pflaster aus dem gleichen Material zu ersetzen. Dagegen und gegen das Fällen von neun der insgesamt 26 Linden an der Straße, das bei einem Ausbau notwendig geworden wäre, regte sich Widerstand – Nardevitzer protestierten (die OZ berichtete).

Für die jetzt angeschobene Reparatur hat – auch finanziell – allein die Kommune den Hut auf. „Es ist eine Gemeindestraße. Wir haben die Verkehrssicherungspflicht“, bestätigt Matthias Ogilvie. „Wir müssen aber was an der Straße machen, damit sie Radfahrer und vor allem auch Rettungsfahrzeuge bei einem Notfall sicher passieren können.“ Damit das gewährleistet werden kann, mussten die Gemeindevertreter in ihrer letzten Sitzung auch erst einmal das Finanzielle regeln. Die Reparatur war bislang im Haushalt der Kommune nicht eingeplant. Die Kommunalpolitiker stimmten für die „außerplanmäßige“ Ausgabe von mehr als 40000 Euro, um das Ende der Buckelpisten-Ära einläuten zu können.

Udo Burwitz

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