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Rügen Nationalpark: Rangertouren ab Hagen gestrichen
Vorpommern Rügen Nationalpark: Rangertouren ab Hagen gestrichen
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00:00 02.04.2014

Sassnitz — Die Mitarbeiter des Nationalparkamtes Jasmund rüsten zur Saison. Bereits in diesem Monat wird das Wanderprogramm gestartet, dann führen Ranger die Besucher wieder auf verschiedenen Routen durch das Großschutzgebiet. OZ sprach mit Dr. Ingolf Stodian, leitender Dezernent des Nationalparkamts Jasmund.

OSTSEE-ZEITUNG: Die Touristiker auf Rügen haben Ostern schon im Blick, dann erwarten sie den ersten große Besucheransturm auf Rügen. Sind dafür im Nationalpark alle Vorbereitungen getroffen?

Ingolf Stodian: Wir sind empfangsbereit. Die Ranger scharren — bildlich gesprochen — schon mit den Hufen, um mit Gästen wieder auf Tour zu gehen.

OZ: Eins der großen Vorhaben, das Sie bereits Ende des vergangenen Jahres auf die Agenda gesetzt hatten, ist die Erneuerung des Treppenabgangs am Königsstuhl zum Strand, wo mehr als 400 Stufen erneuert werden sollen. Ist das schon geschafft?

Stodian: Nein, an der Treppe werden wir bis zum Saisonstart noch die dringendsten Reparaturen durchführen, die Treppe soll aber komplett erneuert werden. Ein so großes Vorhaben lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen, das soll in vier Jahresscheiben erfolgen. Dieses Jahr wird das Projekt erst einmal detailliert geplant.

OZ: Stichwort Touren, in diesem Monat sollen die geführten Wanderungen mit den Rangern wieder starten. Wie viele stehen für die Saison 2014 denn auf dem Programm?

Stodian: Unsere Ranger werden knapp 300 Wandertouren mit den Nationalpark-Besuchern unternehmen. Hinzu werden Sonderführungen kommen, die angemeldet werden. Die können wir aber nur absichern, wenn auch die Kapazität dafür vorhanden ist.

OZ: Stößt der Veranstaltungsplan denn an personelle Grenzen?

Stodian: Die Besucherbetreuung im Nationalpark ist personalintensiv. Dem steht das von der Landesregierung beschlossene Personalkonzept für die Nationalpark-Verwaltungen gegenüber, das für das Großschutzgebiet auf Jasmund einen Abbau von sieben Stellen vorsieht. Diese Vorgabe wird sozialverträglich erfüllt, was im Klartext heißt, dass Stellen von Mitarbeitern, die in den Ruhestand treten, nicht wieder besetzt werden. In diesem Jahr betrifft das zwei Ranger in unserer Amtsverwaltung. Dann haben wir aber bis 2023 Ruhe. Allerdings müssen wir den Abbau bei der Gestaltung des Besucherprogramms natürlich berücksichtigen.

OZ: Musste das Touren-Programm im Vergleich zum Vorjahr abgespeckt werden?

Stodian: Wir haben es ausdünnen müssen. So wird es in diesem Jahr zum Beispiel die Touren von Hagen aus nur noch donnerstags geben, im vergangenen Jahr haben wir sie täglich angeboten.

Allerdings waren genau diese Touren von Hagen aus in den Nationalpark auch äußerst wenig nachgefragt. Nur wer zufällig da war, hat daran teilgenommen. Deshalb haben wir das Programm auf die stark frequentierten Besucherbereiche optimiert. Die einstündigen Wanderungen zum Weltnaturerbe der alten Buchenwälder vom Nationalpark-Zentrum aus werden zum Beispiel täglich durchgeführt.



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