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Neue Fläche für Wohnhäuser in Polchow

Polchow Neue Fläche für Wohnhäuser in Polchow

Gemeinde schafft Baurecht für bestehende Gebäude und votiert für Bebauungsplan.

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Für diese und andere bereits bebaute Flächen an der Dorfstraße in Polchow hat die Gemeinde Glowe Baurecht geschaffen.

Quelle: Maik Trettin

Polchow. Die Gemeinde Glowe hat für mehrere Grundstücke in Polchow Baurecht geschaffen. Auf ihrer vergangenen Sitzung votierten die Gemeindevertreter einstimmig für eine Satzung, die den so genannten Innenbereich am Ortsrand der Gemeinde erweitert. Konkret handelt es sich um eine Fläche von zirka 3000 Quadratmetern am unteren Ende der Dorfstraße gegenüber der Wochenendsiedlung.

Letztere liegt baurechtlich nach wie vor im Außenbereich. Nach Ansicht des Landkreises galt das auch für die strittigen Flächen auf der dem Ort zugewandten Seite der Dorfstraße. Die sind zwar mit Häusern bebaut und diese hätten auch Bestand und könnten genutzt werden, sagt Birgit Riedel vom Bauamt Nord-Rügen. Wären die Gebäude aber irgendwann einmal so marode, dass sie durch Neubauten ersetzt werden müssten, hätte es dafür im Außenbereich keine Genehmigung gegeben. Der Eigentümer eines Bungalows, der diesen abreißen und einen neuen errichten wollte, hat diese Erfahrung schon gemacht. Sein Antrag wurde abgelehnt. Nach der jetzt von der Gemeinde verabschiedeten Ergänzungssatzung gehört auch dieses Areal unmittelbar am Bodden zum Innenbereich und darf mit einem kleinen Haus bebaut werden. „Natürlich nach den Vorgaben der Gestaltungssatzung, die in Polchow gilt“, ergänzt Birgit Riedel. Die wichtigsten Festlegungen aus diesem Regelwerk wurden in die Ergänzungssatzung übernommen.

Damit sind unter anderem die Dachneigung, die Form und Ausführung von Gauben oder die Art der Dacheindeckung vorgeschrieben. Solarzellen sind gestattet, Stellflächen mit wasserundurchlässigem Untergrund nicht. Die Regelungen greifen in diesem Bereich allerdings erst, wenn die Satzung öffentlich ausgelegt wurde und in Kraft getreten ist. Und auch dann wird sie nur angewandt, falls ein Neubau entsteht. Die existierenden Bauten genießen Bestandsschutz.

Weichen wird dagegen ein paar Meter weiter das leerstehende Wohnhaus an der Dorfstraße 25 — und zwar mehreren Neubauten. Der Eigentümer hatte für das ebenfalls etwa 3000 Quadratmeter große Areal einen Bebauungsplan aufstellen lassen. Hier sollen in zwei Baufeldern vier Wohnhäuser entstehen. Je Wohnhaus sind maximal zwei Wohnungen zulässig. Auch in diesem Fall müssen sich der oder die Bauherren Gestaltungsvorschriften unterwerfen.

Bevor dort losgebaut werden kann, muss das Baugrundstück zusammen mit anderen kleinen Flächen des Dorfes erst aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgelöst werden. Das war mit dem Großteil der Polchower Grundstücke schon passiert, allerdings stimmten die neu gezogen Linien auf dem Papier nicht immer mit den wirklichen Grundstücksgrenzen überein. Dieser Makel wird in dem jetzt angeschobenen Verfahren behoben. Gleichzeitig haben die Glower Gemeindevertreter beantragt, auch Bobbin aus dem Landschaftsschutzgebiet zu entlassen, in dem das gesamte Dorf liegt. Für jedes einzelne Bauvorhaben musste bislang eine einzelne Genehmigung von der Naturschutzbehörde eingeholt werden. „Wenn wir das einmal für den gesamten Ort machen, geht es künftig schneller“, so der Bauausschussvorsitzende Dieter Schäfer.

Im Baugesetz geregelt
Die Gemeinde kann durch Satzung „einzelne Außenbereichsflächen in die im Zusammenhang bebauten Ortsteile einbeziehen, wenn die einbezogenen Flächen durch die bauliche Nutzung des angrenzenden Bereichs entsprechend geprägt sind“, heißt es in Absatz 3 des Paragrafen 34 Baugesetzbuch, der die Zulässigkeit von Bauvorhaben innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile regelt.

 

Maik Trettin

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