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Nicht mehr zu retten: 30 Bäume müssen an Allee in Sassnitz fallen

Sassnitz Nicht mehr zu retten: 30 Bäume müssen an Allee in Sassnitz fallen

An der alten Buddenhagener Straße sind Eschen nach Pilzbefall abgestorben

Sassnitz. Kahlschlag in Eschenwäldern: Nach Pilzbefall mussten in Vorpommern schon hektarweise Abholzungen in Beständen mit dieser Baumart vorgenommen werden. Dass der Pilz auch um Sassnitz keinen Bogen macht, beweisen Eschen in den Baumreihen, die die alte Buddenhagener Straße säumen. Selbst im Sommer sind die Kronen kahl, weil an totem Holz keine Blätter sprießen. „Deshalb müssen etwa 30 Bäume an dieser Straße abgenommen werden“, kündigt Bauamtsleiterin Claudia Klemens an. „Weil Gefahr im Verzug ist.“

 

OZ-Bild

Da hilft auch keine Baumkronenpflege mehr – diese Eschen an der Buddenhagener Straße sind bereits abgestorben und ein Fall für die Motorsäge. Sie müssen abgeholzt werden.

Quelle: Udo Burwitz

DiePflege- und Fällarbeiten sollen noch in diesem Jahr ausgeführt werden.“Vera Wilke, Leiterin Ordnungsamt

Die Bäume entlang der Straße haben schon mehreren Generationen Schatten und Sauerstoff gespendet. Jetzt sind Altersspuren deutlich sichtbar. „Viele Bäume sind in einem desolaten Zustand“, beschreibt Claudia Klemens. Festgestellt wurde das bei einer gemeinsamen Begehung mit der Naturschutzbehörde des Landkreises. Solche Baumschauen stehen regelmäßig jedes Jahr auf dem Programm. Das Ergebnis der Inspektion an der alten Buddenhagener Straße – die Baumreihen links und rechts hat die Behörde als Allee eingestuft – bringt die Bauamtsleiterin auf den Punkt: „Massiv Totholz im Kronenbereich und teilweise sogar komplett abgestorbene Bäume.“ Diese Schäden weisen nicht nur Eschen, sondern zum Beispiel auch Eichen und Buchen insbesondere auf dem Abschnitt von der Dwasiedener Straße bis zum Beginn des Nationalparks Jasmund auf. Die Folgen sind nach Sturm unübersehbar. Die Piste ist übersäht von großen Aststücken, die von den Windböen aus den Kronen gebrochen werden. Eine Gefahr für Spaziergänger. Und die gibt es scharenweise, denn die alte Buddenhagener Straße wird als Naherholungsgebiet von Anwohnern des anliegenden Wohngebietes zu Fuß oder per Rad stark frequentiert. „Deshalb können die Baumpflege- und -fällarbeiten auch nicht auf die lange Bank geschoben werden. Sie sind umgehend notwendig“, schlussfolgert Claudia Klemens.

Bezahlen muss diese Arbeiten die Kommune. „Denn die Stadt ist Straßenbaulastträger“, so die Leiterin des Ordnungsamtes, Vera Wilke. Für Baumpflegearbeiten im gesamten Territorium hat die Kommune im laufenden Haushalt allerdings nur 10000 Euro eingeplant. Die notwendig werdenden Arbeiten an der alten Buddenhagener Straße werden nicht nur weitaus teurer, bislang war dafür im Etat auch noch gar kein Geld vorgesehen. Das soll aber bereitgestellt werden, weil die Maßnahme unaufschiebbar ist, beschlossen die Stadtvertreter bereits in jüngster Sitzung. Liquide ist die Kommune, denn in diesem Jahr wird sie weitaus mehr Steuereinnahmen erzielen, als angenommen. Kalkuliert wird mit Mehreinnahmen von rund 2,9 Millionen Euro (die OZ berichtete).

Für die Baumpflege und Fällarbeiten an der alten Buddenhagener Straße, die eine Fachfirma vornehmen muss, rechnet die Stadt mit Kosten von etwa 50 000 Euro. „Außerdem müssen wir an Ort und Stelle Ersatzpflanzungen vornehmen“, informiert Claudia Klemens. Dafür werden weitere 20000 Euro kalkuliert. Die Ausschreibung sei bereits erfolgt. „Die Arbeiten sollen dieses Jahr noch ausgeführt werden“, ergänzt Vera Wilke.

Udo Burwitz

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