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„Pompiers“ fachsimpeln mit „Bomberos“

Sassnitz „Pompiers“ fachsimpeln mit „Bomberos“

Jugendfeuerwehrleute aus Spanien und Frankreich zu Gast bei Nachwuchskameraden des Kreises

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Aialla Corvalho (Mi.) aus Spanien gehört zu den Jugendfeuerwehrleuten, die sich mit deutschen und französischen Brandschützern in Sassnitz trafen.

Quelle: Foto: Maik Trettin

Sassnitz. Wenn die Spanier von „Bomberos“ oder die Franzosen von „Pompiers“ sprechen, verstehen die deutschen Mädchen und Jungen nur Bahnhof. Was „Feuerwehrmann“ in der Muttersprache der anderen bedeutet, haben die Jugendfeuerwehrleute aus den drei europäischen Ländern noch nicht gelernt. Aber „bitte“ und „danke“ könnten sie alle schon auf Deutsch sagen, setzt ein junger Franzose hinzu. Er ist einer von rund 30 Jugendfeuerwehrleuten, die seit Montag zu einer Begegnung auf Rügen zusammengekommen sind.

OZ-Bild

Jugendfeuerwehrleute aus Spanien und Frankreich zu Gast bei Nachwuchskameraden des Kreises

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Organisiert hat sie der Verein für Internationale Feuerwehrfreunde, der in Sassnitz zu Hause ist. Und zwar nicht zum ersten Mal. Die Begegnungen zwischen angehenden Feuerwehrleuten aus dem Kreis Vorpommern-Rügen und dem europäischen Ausland haben mittlerweile eine gewisse Tradition, sagt der Kreisjugendfeuerwehrwart und Vereinsvorsitzende Ingo Trusheim, der das Treffen organisiert hat.

Begonnen hatte alles 2004 mit dem Besuch des Bürgermeisters der spanischen Gemeinde Anento, Enrique Tartiel. Die Idee der Jugendfeuerwehr etablierte er in seinem Heimatort als Abteilung des freiwilligen Zivilschutzes. Seitdem trafen sich die spanischen Jugendlichen und die Jugendfeuerwehrleute des Kreises Rügen beziehungsweise Vorpommern-Rügen einmal jährlich, mal in Spanien, mal in Deutschland.

Solche Treffen seien von großer Bedeutung, sagte der Sassnitzer Bürgermeister Frank Kracht, der die Teilnehmer im Ratssaal empfing. Auch wenn fast alle mittlerweile ein Handy besäßen, über Internet mit der halben Welt kommunizierten und die gleiche Musik hörten: „Man muss dem anderen auch persönlich begegnen, ihn einfach mal anfassen und drücken, wenn eine Freundschaft Bestand haben soll.“ Aus diesem Grunde fördere die Stadt Sassnitz ihrerseits seit Jahren die Jugendbegegnungen. Aktuell ist gerade eine Delegation in der chinesischen Partnerstadt Huai’an zu Gast.

Sprachbarrieren sind bei solchen Austauschen offenbar keine so große Hürde wie vermutet. „Das funktioniert auf Englisch oder eben mit Händen und Füßen“, sagt die 15-jährige Angelique. Die junge Sehlenerin ist seit fünf Jahren bei der Jugendfeuerwehr und trifft zum ersten Mal Gleichgesinnte aus anderen Ländern. Sie haben sich auf dem Sassnitzer Seenotrettungskreuzer über Rettung und Brandbekämpfung auf dem Meer informiert, die Arbeit der Rettungshundestaffel kennengelernt, interkulturelle Abende gestaltet und sich über die Unterschiede bei der Arbeit derJugendfeuerwehren unterhalten. Während die hierzulande vielerorts mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen hat, ist der Andrang in Frankreich so groß, dass unter den Bewerbern ausgewählt wird. Es gäbe zu viele Interessenten und zu wenig Plätze, erzählen die jungen Besucher aus dem südfranzösischen Carcassonne. Die Nachwuchskameraden müssen mindestens zwölf Jahre alt sein und vor dem Eintritt in eine Jugendfeuerwehr einen Sport- und einen Wissenstest bestehen, bevor ihre vierjährige Ausbildung beginnt.

Maik Trettin

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