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Investoren überrascht: Eigenheim-Grundstücke im neuen Wohnpark gefragter wie Parzellen für Ferienhäuser

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Die Zukunftsvision für Rügenradio in Glowe haben Autofahrer schon vor Augen, wenn sie in den Ort kommen. Auf einem großen Hinweisschild entdecken sie eine Computeranimation vom fix und fertig bebauten Wohnpark „Das Kliff“.

Glowe. Rügenradio in Glowe funkt zwar schon lange keine Signale mehr. Doch vom Gelände der ehemaligen Küstenfunkstelle gehen positive Signale für die Gemeindeentwicklung aus. Die Kommune bekommt Zuwachs. Die Zahl der Einwohner wird weiter wachsen. Dafür haben sich Glower in spe das Rügenradio-Gelände ausgeguckt. Dort wollen sie ihren Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen. „In diesem Monat soll mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden“, kündigt Horst Stricker an.

OZ-Bild

Investoren überrascht: Eigenheim-Grundstücke im neuen Wohnpark gefragter wie Parzellen für Ferienhäuser

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Von der Ostsee weht eine steife Brise über das Kliff an Land. Die Windböen wirbeln mächtig viel Staub auf dem Rügenradio- Gelände auf. Seit Monaten ist es eine Großbaustelle. Horst Stricker, der ein Immobilienbüro in Glowe betreibt, und Gernot Förster haben dafür gesorgt. Das Duo erwarb von der Telekom ein 13 Hektar großes Grundstück der ehemaligen Küstenfunkstelle, die bereits 1998 abgeschaltet wurde. Die beiden Investoren entwickelten für das Areal das Projekt für einen Wohnpark, dem sie den Namen „Das Kliff“ gaben. Ihr Bebauungsplan sieht vor, auf dem Gelände 16 Eigenheime, 12 Ferienhäuser sowie Ferienapartements mit insgesamt 240 Betten zu errichten. Außerdem soll ein multifunktionales Eingangsgebäude mit Gastronomie und kleinen Geschäften errichtet werden. „Wir haben die Grundstücke erschließen lassen und deren Verkauf in Eigenregie übernommen“, erläutert Stricker die Geschäftsidee.

Die scheint aufgegangen zu sein. „Die Grundstücke für das Dauerwohnen sind allesamt bereits verkauft“, freut sich der Immobilienmakler über die große Nachfrage. „Offensichtlich ist Glowe als Wohnstandort begehrt“, kommentiert er und ist selbst ein bisschen erstaunt. „Die Nachfrage für die Parzellen, auf denen Neu-Glower ihren Traum von den eigenen vier Wänden wahr werden lassen wollen, war größer als die für die Ferienhäuser.“ Für letzte seien noch einige Grundstücke, sogar mit Meerblick, zu haben. Die große Nachfrage für Eigenheim-Bauplätze, die Wohnsitz für Neu-Glower werden sollen, freut auch Bürgermeister Thomas Mielke. „Unser Konzept ist aufgegangen“, erinnert er, dass die Gemeindevertreter an ihre Zustimmung zum Bebauungsplan die Forderung geknüpft haben, dass 60 Prozent der vorgesehenen Häuser im Wohnpark für Dauerwohnzwecke bestimmt sein müssen.

Nico Anschütz und Bernd Schönrock von der Sagarder Firma SAW stehen in den von den Windböen aufgewirbelten Staubfahnen und sorgen für zusätzliche. Sie schieben einen großen Rüttler über den Bauplatz.

„Wir haben schon mit dem Straßenbau begonnen“, sagt Vorarbeiter René Kornstädt. Mit dem Rüttler wird der Unterboden der neuen Straße verfestigt. Für die sind teilweise schon die Borde gesetzt. „Rund 4000 Quadratmeter Fahrbahnfläche sind noch zu pflastern“, umreißt Kornstädt die anstehende Arbeit. Auf Grundstücken an der Wohnpark-Straße, die nicht mehr an der alten Zufahrt zum Rügenradio-Gelände, sondern gut 100 Meter weiter in Richtung Ort von der Landesstraße abzweigen wird, ragen bereits Trümpfe für den Anschluss an das zentrale Abwassernetz aus dem Boden. „Sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen sind bereits verlegt“, so Kornstädt, der mit seinem Bautrupp bereits seit Februar 2014 auf dem ehemaligen Rügenradio-Gelände im Einsatz ist. Schon vor zwei Jahren rückten die Bauarbeiter der Sagarder Firma mit schwerem Gerät an, um Platz zu schaffen für den neuen Wohnpark. Sie rissen das Eingangsgebäude der einstigen Küstenfunkstelle ab. Inzwischen haben sie mit Subunternehmen alle Vorarbeiten fast erledigt, damit Glower in spe auf den erschlossenen Parzellen ihre eigenen vier Wände errichten lassen können.

„Das werden wir nicht übernehmen. Die neuen Grundstücksbesitzer, an die wir das erschlossene Bauland veräußert haben, bauen in Eigenregie“, erläutert Horst Stricker, dass die Bauherren dabei nicht dem Motto „Wünsch dir was“ folgen können. Im Bebauungsplan seien Festlegungen für eine ortstypische Bauweise verankert. „Für die Häuser zum Wasser hin und jene in westlicher Richtung des Wohnparks ist ausschließlich ein Rohrdach vorgesehen“, sagt er und schaut auf die noch stehenden Alt-Gebäude von Rügenradio. „Auch sie werden verschwinden. Deren Abriss ist für das kommende Frühjahr avisiert“, so Stricker. Jenen Teil des Grundstücks zum Wasser hin, auf dem die „Überreste“ von Rügenradio noch stehen, haben Stricker und Förster an einen Investor weiterverkauft. Namen will der Glower Immobilienmakler nicht nennen. Der neue Eigentümer habe aber angekündigt, dass er im nächsten Frühjahr mit den Abrissarbeiten beginnen will. Damit werde Platz geschaffen für die geplanten Ferienapartements mit insgesamt 240 Betten. „Dafür werden drei Häuser mit jeweils 20 Apartements gebaut“, kündigt Horst Stricker an.

240 neue Gästebetten

3200 Gästebetten gibt es gegenwärtig etwa in der Gemeinde Glowe. Mit dem Umsetzen der Wohnpark-Pläne für das ehemalige Rügenradio-Gelände werden weitere geschaffen. Drei Apartementhäuser mit insgesamt 240 Betten sollen dort gebaut werden, außerdem 12 Ferienvillen entstehen.

1006 Einwohner zählt die Gemeinde Glowe aktuell (Angabe Tourismusverein). Für Zuwachs sorgt ebenfalls das Projekt für Rügenradio. 16 Eigenheime für Dauerwohnen sollen gebaut werden.

Udo Burwitz

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