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Sagard will Badetempel auf Straße setzen

Sagard Sagard will Badetempel auf Straße setzen

Gemeinde plant attraktive Gestaltung von neuen Kreisverkehren an der Ortsdurchfahrt

Sagard. Dass die Geburtsstunde des Badetourismus auf Rügen nicht entlang der Bäderküste, sondern in Sagard schlug, sollen Inselgäste künftig schon mitbekommen, wenn sie durch den Ort fahren. Die Gemeinde will dafür sogar einen historischen Badetempel mitten auf die Straße setzen. Der Straßenbau macht‘s möglich.

„Wir haben die Chance, uns chicker zu präsentieren“, kündigte Bürgermeister Sandro Wenzel (Bündnis für Rügen) in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung an. Er erinnerte, dass im nächsten Frühjahr die Straßenbauer in Sagard anrücken sollen. Das Straßenbauamt Stralsund plant den Ausbau der Glower Straße, die Hauptverkehrsader in Sagard, die in den Inselnorden führt. Das marode Pflaster auf der Ortsdurchfahrt soll durch ein Asphaltband ersetzt werden (die OZ berichtete).

Die Ausbaupläne liegen dem Bürgermeister bereits vor. Sagard werde mehrere Kreisverkehre bekommen, erläuterte Sandro Wenzel. Zum Kreisel soll zum einen das Dreieck hinter dem Dobberworth ausgebaut werden, an dem die Thälmannstraße von der Glower Straße in den Ort abzweigt. Der zweite große Kreisverkehr ist an der Kreuzung Glower Straße/Schulstraße geplant. „Wollen wir gewöhnliche Kreisel oder sie attraktiv gestalten?“, stellte Wenzel zur Diskussion. Ideen für Letzteres seien schon zu Papier gebracht, breitete er vor den Volksvertretern und interessierten Einwohnern Entwurfsskizzen aus.

Eine sieht vor, auf einem der Kreisel den Pavillon der Sagarder Brunnenaue zu errichten, die als Wiege des Badetourismus auf Rügen gilt. Dieser Pavillon sei ein Aushängeschild der Gemeinde. Er symbolisiere deren Historie und habe einen hohen Wiedererkennungswert, begründete der Bürgermeister. „Wir haben aber nicht vor, das Original des Bauwerks auf die Straße zu setzen.“ Ein Nachbau, womöglich aus Metall, soll auf einem der Kreisverkehre platziert und rundherum mit roten und weißen Kletterrosen begrünt werden, erläuterte er, dass auf dem zweiten, großen Kreisel „unsere Halbinsel Jasmund symbolisiert werden könnte mit der Metallskulptur eines Windflüchters“. Alternativ liege der Vorschlag für eine farbige Stele vor.

„Der Pavillon wäre topp. Genau das Richtige“, signalisierte der Sagarder Nils Tönjes Zustimmung von den Besucherplätzen in der Sitzung. Der Pavillon auf dem Kreisverkehr wecke Neugier bei Vorbeifahrenden und locke sie in den Ort. Was wird diese attraktive Werbung für Sagard und Jasmund der Gemeinde kosten?, wollte Einwohner Steffen Kubat wissen. Konkrete Zahlen konnte Sandro Wenzel ihm noch nicht liefern. „Wenn wir Ja sagen zur attraktiven Gestaltung der Kreisverkehre, wird die Kommune dafür auch die Kosten zu tragen haben.“ Die dürften die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde natürlich nicht übersteigen. „Einen Kredit werden wir dafür auf keinen Fall aufnehmen“, erläuterte der Bürgermeister, dass die Gemeinde sich ohnehin an den Kosten für einen neuen und straßenbegleitenden Radweg beteiligen müsse, der im Zuge des Straßenausbaus entlang der Glower Straße in Sagard gebaut werden soll. „Dafür werden aber noch Fördermittel beantragt.“ In dem Zusammenhang sei zu prüfen, wie die Kreiselgestaltung auch finanziell ins Gesamtkonzept passe.

Fest steht, dass der Pavillon aus der Brunnenaue einen Doppelgänger an der Ortsdurchfahrt bekommen soll. „Die Gemeindevertreter haben sich im nichtöffentlichen Teil der Sitzung sowohl für die Kreiselgestaltung durch die Kommune als auch für die Pavillon-Idee ausgesprochen“, teilt Sandro Wenzel auf OZ-Nachfrage mit. „Auf welchen der beiden Kreisverkehre das Sagader Wahrzeichen platziert wird, ist allerdings noch offen“, sagt er.

Von Udo Burwitz

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