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Sandburgenbauer kennen kein Schietwetter

Sandburgenbauer kennen kein Schietwetter

Trotz Regenschauer: Etliche Urlauber und die Rettungsschwimmer beteiligten sich am Wettbewerb an Göhrens Nordstrand

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Dieter Kelker und Sohn Tim aus Bayern in ihrer Burg.

Göhren Der Nordstrand von Göhren gehörte gestern den Sandburgenbaumeistern. Nach der erfolgreichen Premiere zum 850. Ortsjubiläum im letzten Jahr hatte die Kurverwaltung wieder zum Wettbewerb aufgerufen. Das Motto: „Fischers Fritze“. Nahe des Ufersaums schaufelten und buddelten die ersten Teilnehmer bereits, als plötzlich ein kräftiger Regenschauer für einen leergefegten Strand sorgte. Auch wenn nach dem Guss nicht alle angefangenen Bauwerke vollendet wurden, gut ein Dutzend Baustellen waren wieder besetzt. Und eines war sofort augenscheinlich:

OZ-Bild

Trotz Regenschauer: Etliche Urlauber und die Rettungsschwimmer beteiligten sich am Wettbewerb an Göhrens Nordstrand

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Sandburgenbau ist vor allem ein Männerding. Ob im Duo mit Sohnemann oder als Bauleiter ganz in Familie – Mann hat auf der Baustelle das Sagen und ist auch selbst emsig am Racken.

So auch Silvio Berndt . Mit seinen Töchtern Marie (12) und Lea (7) hat er eine riesige Burg gebaut. „Die Idee kam aus dem Bauch heraus“, erklärt er und hat für den Schönschliff das Messer gezückt. Vorsichtig schneidet er damit an den Türmchen den Sand in die Form. Seine Frau Nicole hält alles fotografisch mit dem Handy fest, Töchterchen Mia (11 Monate) schlummert derweil im Kinderwagen. Die Familie aus der Nähe von Schwerin hat sichtlich Spaß bei ihrer kreativen Selbstverwirklichung. Und das Wetter?

„Jetzt sind wir einmal hier und eh schon nass“, meinen die gut gelaunten Mecklenburger.

Der Wechsel von Sonne und Regen kommt den Wasserrettern von der DLRG entgegen. Weil keiner badet, kann ein fünfköpfiger Arbeitstrupp zu den Schaufeln greifen. „Einer muss natürlich auf dem Turm Wache schieben, um alles im Blick zu haben“, so Daniel Fischer (30) . Gemeinsam mit Marius Schweinkert (18), Domenic Wulf (21), Nico Scheerer (25) und Jonathan Fritz (19) modelliert er an einem fast maßstabgetreuen Nachbau des DLRG-Rettungsbootes.

„Das ist doch eine schöne Idee mit dem Wettbewerb, die Jungs sind beschäftigt“, sagt Siegfried Issing , Urlauber aus der Nähe von Würzburg. Seine Söhne Jan (12) und Simon (5) präsentieren stolz ihre Burg. Ebenso Lenny (6) aus Berlin. Er hat mit seiner Mama Sarah Kaplan-Feuereisen eine Muschelburg errichtet. Die Muscheln haben sie aber an einem anderen Strand gesammelt.

Konzeptuell sind auch Urlauber aus Bielefeld an die Sache gegangen. „Wir hatten gestern drei Ideen, jetzt ist es ein Königshof geworden“, erzählt Lidia Klaus, deren Kinder Nelly (5) und Matvej (11) bei der Umsetzung mithalfen. Es gibt sogar einen Pool (ein eingebuddelter und mit Wasser gefüllter blauer Eimer) und eine Brücke. „Wir haben ganz zufällig von dem Wettbewerb gelesen und Matvej wollte gleich mitmachen“, so Mama Lidia.

„Dass es dieses Jahr wegen des Wetters nicht so viele Teilnehmer werden, wussten wir schon, als wir heute früh zum Himmel geschaut haben, aber trotzdem: die, die mitmachen haben alle ihren Spaß“, ist Berit Waschow , Marketingchefin von der Kurverwaltung, zufrieden. Sie verteilt mit Tourismusmanagement-Studentin Mandy Klemm aus Gager, die gerade in ihren Semesterferien in der Kurverwaltung arbeitet, Schippchen und fotografiert die fertigen Bauwerke und ihre Schöpfer. Jeder Teilnehmer bekommt später eine Urkunde samt Erinnerungsfoto per Mail zugesandt.

„Können sie bitte jetzt schnell ein Foto machen?“, drängt Katja Heinz von der Seite. Ihr Mann Marco und Sohn Jonas (5) haben zu dicht am Wasser gebaut. Die Zeit reicht gerade noch für den Schnappschuss von den Urlaubern aus dem Erzgebirge und ihrer Burg aus Sand, dann holt sich die Ostsee das Bauwerk.

Vergänglich sind auch all die anderen Bauten. Im nächsten Jahr sollen auf jeden Fall wieder neue entstehen. Berit Waschow hat da auch schon ein neues Thema im Kopf: „Dann suchen wir die schönste Seebrücke.“

Gerit Herold

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