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Sassnitz: „Baby-Tag“ feiert Premiere

Sassnitz Sassnitz: „Baby-Tag“ feiert Premiere

Die Stadt führt eine neue Willkommenskultur für ihre neuen Erdenbürger ein / Die werden jetzt mit einem Empfang begrüßt

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13 junge Mütter strahlen mit ihrem Nachwuchs – und dem Präsidenten der Stadtvertretung, Norbert Thomas (l.), sowie Bürgermeister Frank Kracht – beim Empfang der Sassnitzer Neugeborenen im Panorama-Café im Rügen-Hotel um die Wette.

Quelle: Udo Burwitz

Sassnitz. Windeln wechseln, Flasche geben – das liegt beim zweifachen Vater und Sassnitzer Bürgermeister Frank Kracht lange zurück. Seinem Nachwuchs passen die Kinderschuhe längst nicht mehr. Und Norbert Thomas, Präsident der Stadtvertretung, hat inzwischen sogar schon die Opa-Rolle übernommen. Trotzdem konnten beide in dieser Woche die Premiere für einen „Baby-Tag“ feiern. Zum ersten Mal wurde in Sassnitz eine Willkommensfeier für die neuen Erdenbürger veranstaltet, zu der das Spitzen-Duo der Kommunalpolitik die Neuankömmlinge mit ihren Eltern im Rügen-Hotel begrüßten.

Stau – nicht auf der Straße, sondern im Rügen-Hotel. Vor den Fahrstühlen im Erdgeschoss bildet sich eine lange Schlange aus Kinderwagen. Für die Neuankömmlinge und ihre Mütter geht es hoch hinaus.

Hoch über den Dächern der Stadt warten Norbert Thomas und Frank Kracht auf die Kleinsten, um ihnen im Panorama-Café des Hotels im neunten Stock den großen Bahnhof zu bereiten. Sassnitz hebt seinen Jungbrunnen buchstäblich in den Himmel. Und das kommt nicht von ungefähr. „Wir haben einen hohen Altersdurchschnitt in der Stadt“, begrüßt Frank Kracht die stolzen Mütter. Der Bürgermeister schaut in die großen Kulleraugen von 13 Babys und schlussfolgert, dass dieser Altersdurchschnitt gedrückt wird. „Sie tragen dazu bei“, wendet sich Kracht an die Eltern und betont: „Kinder und Familien sind wichtig. Sie sichern die Zukunft in einer Stadt.“

In Sassnitz wurden die Neugeborenen bislang durch ein Schreiben von der Stadt begrüßt. Dazu gab es als Geschenk eine Jahreskarte für den Tierparkbesuch. Solche Begrüßungsbriefe hatte Frank Kracht, der Ende Dezember des vergangenen Jahres die Nachfolge von Dieter Holtz als Bürgermeister antrat, gleich zum Amtsantritt zur Unterschrift auf dem Tisch. Diese vorformulierten Schreiben hätten bei ihm alles andere als Begeisterung ausgelöst, erinnert Kracht. „Auch der Tierpark ist nicht mehr so attraktiv. Den will die Stadt erst auf Vordermann bringen.“ Kaum im Amt, stellte Frank Kracht das Begrüßungsritual für die Neugeborenen infrage. Mit dem Stadtpräsidenten habe er sich dann an einen Tisch gesetzt und über Neuerungen gesprochen. Das von den Stadtvertretern beschlossene Ergebnis konnten Neu-Sassnitzer und deren Eltern jetzt erstmals erleben – den „Baby-Tag“, wie es Frank Kracht formuliert.

„Für die Altersjubilare, die ihren 80. oder einen noch älteren, runden Geburtstag feiern, veranstaltet die Stadt schon seit langem, einmal im Halbjahr kleine Feiern. Diese Tradition führen wir jetzt auch für unsere Jüngsten ein“, teilt er den Premierengästen mit. „29 Neu-Sassnitzer wurden im ersten Halbjahr geboren.“ Die und ihre Eltern habe er eingeladen. Von denen konnten Frank Kracht und Norbert Thomas zur ersten Willkommensfeier im Rügen-Hotel 13 Babys und deren Mütter begrüßen. Und sie überraschten sie mit einer weiteren Neuerung. Statt der Jahreskarte für den Tierpark überreichten sie an die jungen Mütter große Geschenkbeutel, gefüllt mit einer Erstausstattung an Pflegeprodukten für ihren Nachwuchs. Dabei auch ein Gutschein im Wert von 10 Euro für Passfotos oder Ähnliches.

Jene Eltern, die mit ihrem Nachwuchs nicht zum Premieren-Empfang kommen konnten, werden nicht leer ausgehen, versichert Kracht. Sie können sich die Willkommensgeschenke im Rathaus abholen.

„Wir haben die Jahreskarte für den Tierpark schon bei unserem Großen nicht genutzt“, gesteht Katja Hiller bei Kaffee und leckerem Kuchen. Am 22. März ist sie zum zweiten Mal Mutter geworden.

Töchterchen Martha kam zur Welt. „Die neue Begrüßungsvariante gefällt mir besser.“ Das habe ihm auch schon eine Sassnitzerin gesagt, die bereits im vergangenen Jahr Mutter geworden ist, und bedauert, dass es das neue Ritual nicht schon zu dem Zeitpunkt gegeben hat, fügt Frank Kracht hinzu. Lacht: „Ich habe ihr geantwortet, dass die Lösung ganz einfach ist – ein zweites Kind.“

Stadt zahlt Geld in Kinderfonds

70 Euro zahlt die Stadt in einen so genannten Kinderfonds für jedes neugeborene Kind ein. Diesen Fonds, den die Kommune statt einer Baby-Prämie eingerichtete hat, gibt es schon lange in Sassnitz. Das eingezahlte Geld soll dann für Projekte ausgegeben werden, die vielen, kleineren Kindern zugute kommen. Der jetzt eingeführte Baby- Tag und die Geschenk-Beutel mit der Pflegeausstattung für den Nachwuchs sind eine zusätzliche Willkommensgeste.

Udo Burwitz

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