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Sassnitz: Debatte übers kulturelle Angebot

Sassnitz Sassnitz: Debatte übers kulturelle Angebot

Die Hafentage ausgenommen, stehen in der Hafenstadt 31 000 Euro für Veranstaltungen zur Verfügung.

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Die Termine sollten weiter über die komplette Saison verteilt sein.“Ralf Berger, Kulturamt

Sassnitz. Sollen Promenadenfest und Molensoiree zu einer Veranstaltung verschmelzen? Mit diesem Gedanken hat der Vorsitzende Norbert Benedict die Mitglieder des Sassnitzer Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Soziales konfrontiert. Beide Veranstaltungen würden sich in ihrem Charakter kaum voneinander unterscheiden und hatten witterungsbedingt auch noch nahezu am selben Ort stattgefunden: Wegen angekündigten Regens waren die Bühnen auf der Mole im vergangenen Jahr gar nicht erst aufgebaut worden. Bendicts Vorschlag: Statt dieser zwei Veranstaltungen könnte auch eine größere organisiert werden. „Und die können wir ja vielleicht bis zum Kurplatz ziehen und zeitlich ausdehnen, vielleicht auf ein Wochenende?“, so seine Überlegungen.

Im Fachausschuss stieß er damit ebenso auf Skepsis wie im zuständigen Amt. Man könne so eine Idee nicht einfach aus der Hosentasche ziehen und dann eine fundierte Entscheidung darüber erwarten, monierte die Abgeordnete Svea Lehmann. Mit Blick auf den Veranstaltungskalender der Hafenstadt mahnte sie an, sich einmal intensiver über den Weihnachtsmarkt zu unterhalten. „Wir müssen darüber reden, ob das noch das ist, was es ursprünglich mal sein sollte.“

Ralf Berger, der sich in der Stadtverwaltung um die Kulturarbeit kümmert, freut sich grundsätzlich über eine Debatte zum kulturellen Angebot in der Stadt. Es wäre schön, wenn im Ergebnis einer solchen Diskussion „noch mehr Leute hinter den Ideen stehen“, wünschte er sich und bat um weitere Vorschläge, die von möglichst vielen gewollt und unterstützt würden. Dabei müsse man aber auch immer die Kosten im Auge behalten. Sassnitz hat laut Haushaltsplan für seine Kulturveranstaltungen — das Hafenfest ausgenommen — einen Etat von jährlich rund 31 000 Euro. Im benachbarten Binz liege der bei einem zig-fachen. Dennoch wolle Sassnitz seinen Urlaubern etwas bieten — und auch den Einwohnern der Stadt. Schließlich solle Kultur ja auch einem Zweck dienen — der Reproduktion der Arbeitskraft.

Eine weitere Konzentration auf weniger und dafür vielleicht größere Veranstaltungen sieht Berger kritisch. „Ich kann auch nicht eine Woche durchschlafen und dafür einen Monat lang ohne Schlaf durcharbeiten“, warb er dafür, die Zahl der Konzerte und Shows nicht zu reduzieren und auf wenige Termine zu konzentrieren. Das, so glaubt er, würde auch bei den Urlaubern nicht gut ankommen. Die seien nun mal nur ein paar Tage in der Stadt und nicht den ganzen Sommer. Wenn ausgerechnet dann nichts auf dem Veranstaltungsplan stünde, hieße es schnell: „In Sassnitz war nichts los.“ Deshalb, so Berger, sollten aus seiner Sicht die Termine über die komplette Saison verteilt und nicht weiter verdichtet werden.

Den Kurplatz kann man nach Ralf Bergers Meinung auch ohne eine Zusammenlegung von Angeboten mit einbeziehen. „Wir könnten beispielsweise die Promenadenrevue auf den Kurplatz ziehen“, schlug er vor.

Dazu müssten dort allerdings noch einige Voraussetzungen geschaffen werden. Diese Forderung unterstützt auch Norbert Benedict. Die Sassnitzer hatten sich in einer Umfrage für eine Reaktivierung des Areals rund um die Kurmuschel ausgesprochen. „Das Ergebnis der Bürgerbefragung können wir jetzt nicht so einfach in den Schubladen verschwinden lassen“, sagte Benedict.

Wird es auch nicht. Bürgermeister Dieter Holtz lädt für den heutigen Dienstag von 16.30 Uhr an zu einer Bürgerversammlung in den Ratssaal ein. Dort wird die Fragebogenaktion öffentlich ausgewertet. Außerdem will die Stadtverwaltung einen Entwurf zur Kurplatzgestaltung vorstellen und den mit den anwesenden Einwohnern ausgiebig diskutieren.

Maik Trettin

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Angesichts knappen Finanzen wird in Sassnitz über eine Zusammenlegung von Veranstaltungen diskutiert.

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