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Sassnitz peilt 2,40 Euro mehr pro Bett an

Sassnitz Sassnitz peilt 2,40 Euro mehr pro Bett an

Fremdenverkehrsabgabe soll zum 1. Januar kommenden Jahres erhöht werden

Sassnitz. Wer in Sassnitz Gästebetten anbietet, soll dafür ab dem kommenden Jahr mehr Geld an die Kommune zahlen. Pro Bett exakt 2,42 Euro. Das hat der Wirtschaftsausschuss am Donnerstagabend empfohlen. Die Kommunalpolitik will die Fremdenverkehrsabgabe erhöhen. Klare Zielvorgabe vom Ausschuss: Die entsprechende Satzung, auf deren Grundlage diese Abgabe von allen erhoben werden kann, die am Geschäft mit den Urlaubern partizipieren, soll zum 1. Januar 2017 in Kraft gesetzt werden.

Bislang wird in Sassnitz von gewerblichen und privaten Vermietern, die bis zu acht Gästebetten haben, eine Fremdenverkehrsabgabe von 3,58 Euro pro Bett im Jahr erhoben. Diesen Betrag zahlen sie schon seit Jahren. „Wir haben die Fremdenverkehrsabgabe seit 15 Jahren nicht mehr angefasst“, erinnerte Stadtvertreter Thomas Kursikowski und schaute über den „Tellerrand“: „Andere Kommunen auf der Insel haben die Abgabe inzwischen längst erhöht.“

Sassnitz will jetzt nachziehen. Deshalb beauftragten die Kommunalpolitiker schon vor Monaten die Verwaltung, über den „Tellerrand“ zu schauen und die Fremdenverkehrsabgabe der Hafenstadt mit den Nachbargemeinden Binz, Sellin, Göhren und Putbus zu vergleichen, die inzwischen bereits eine Erhöhung der Abgabe vorgenommen haben. Auf der Grundlage des Vergleichs sollte die Verwaltung einen Vorschlag für eine „angemessene“ Erhöhung zu Papier bringen (die OZ berichtete).

„Eine Abgabenerhöhung um durchschnittlich 65 Prozent wäre angemessen“, präsentierte Leon Kräusche, Leiter Wirtschaftsförderung und Tourismus in der Stadtverwaltung, den Ausschussmitgliedern das Ergebnis. Dabei verwies er darauf, dass die Fremdenverkehrsabgabe nicht nach Gutdünken angehoben werden kann. Die Einnahmen seien ganz klar für touristische Werbung einzusetzen. Kräusche meldete aber nicht nur dafür „Mehrbedarf“ an. Mit den Mehreinnahmen könnte auch der angestrebte Beitritt der Kommune zur Tourismuszentrale Rügen mitfinanziert werden, rechnete er vor, dass die Stadt mit dem Verwaltungsvorschlag im Jahr zwischen 20000 und 25000 Euro“ mehr Fremdenverkehrsabgabe einnehmen würde.

Die 65 Prozent sind ein Durchschnittswert. So sollen zum Beispiel Betreiber gewerblicher Parkplätze statt bisher 1,28 Euro künftig 3 Euro pro Stellplatz zahlen – eine Erhöhung um 134 Prozent. „Das Geschäft in Sassnitz wird von Tagestouristen dominiert. Davon profitieren Parkplatzbetreiber weitaus mehr als Bettenanbieter. Das haben wir berücksichtigt“, begründete Stadtvertreter Stefan Grunau.

Jetzt soll aus dem Verwaltungsvorschlag eine Beschlussvorlage für die Stadtvertretung werden.

Udo Burwitz

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