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Rügen Sassnitz reißt im Westhafen Mauern ein
Vorpommern Rügen Sassnitz reißt im Westhafen Mauern ein
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00:00 14.03.2013
Diese löchrige und windschiefe Mauer verschwindet. Quelle: Chris Herold
Sassnitz

Anfang des nächsten Monats starten die Sassnitzer den Ausbau des westlichen Teils der Hafenstraße entlang der Kaikante — und reißen dabei eine Mauer ein. Jenes marode Bauwerk, das die Hafenstraße von den landeinwärts liegenden Anlagen der deutschen Bahn abgrenzt. „Es hat eine Grenzfeststellung gegeben. Und dabei ist rausgekommen, dass die Mauer zu 75 bis 80 Prozent auf Stadtgebiet verläuft. Deshalb können wir die Mauer abreißen, und die Bahn beteiligt sich daran“, sagt Siegfried Thiele. Und der städtische Bauamtsleiter macht aber auch deutlich:

„Wäre raus gekommen, dass die Mauer größtenteils auf dem Gelände der Bahn liegt, hätte die die Mauer nicht abgerissen.“ Egal, was die Sassnitzer sagen. Egal, was den Kreuzfahrtpassagieren, die ab und zu mit ihren schwimmenden Hotels im Westhafen festmachen, für ein Bild geboten wird.

Die Mauer fällt, die Straße wird ausgebaut — zwischen der Station der Wasserschutzpolizei am Fischwerk vorbei bis zur Straße der Jugend für etwa 1,5 Millionen Euro in drei Abschnitten bis zum Frühjahr 2014. Bauherren sind die Stadt sowie der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen. Das Geld ist zusammen. So hat das Schweriner Wirtschaftsministerium mit 942 000 Euro den Löwenanteil zur Verfügung gestellt. Die Kommune steuert aus ihrem eigenen Säckel 300 000 Euro bei.

Für die genannte Summe entsteht eine neue Straße samt nagelneuer Beleuchtung. Bestandteil des Vorhabens ist ein in der Stadt nicht unumstrittener, mehr als 200 Meter langer Zaun, der die Kreuzfahrer abschirmen soll — entsprechend der international gültigen Sicherheitsbestimmungen. Zum Projekt gehört auch ein Gehweg. Der verläuft in Richtung Fischwerk auf der rechten Seite und wechselt ab dort bis zur Straße der Jugend auf die linke, die Ostsee-Seite. „Die Trasse für Fußgänger wird dort 2,10 Meter breit sein“, sagt Thiele.

Der hat derzeit noch Arbeiten an der Bergstraße in der Altstadt auf seiner Agenda. Trotz des eisigen Wetters geht er weiterhin davon aus, dass die Bauarbeiter — wie geplant — Ende Mai fertig sind.

Verkehr rollt weiter
1,5 Millionen Euro kostet der Ausbau der westlichen Hafenstraße im Sassnitzer     Stadthafen. Während der Bauarbeiten soll der Durchgangsverkehr garantiert sein. „Es steht genügend Platz für die Bauarbeiter und den Fahrzeugverkehr zur Verfügung“, sagt Bauamtsleiter Siegfried Thiele.

Chris-Marco Herold

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