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Schaltzentrale für Windpark wird in Mukran gebaut

Mukran Schaltzentrale für Windpark wird in Mukran gebaut

Energiekonzern Iberdrola schafft bis zu 100 Arbeitsplätze im Fährhafen

Mukran. Vom Fährhafen Mukran aus sollen Offshore-Experten bereits ab dem kommenden Jahr den Betrieb des Meereswindparks „Wikinger“ überwachen, den der spanische Energiekonzern Iberdrola rund 30 Kilometer nordöstlich vor der Insel Rügen in der Ostsee baut. Für die Überwachungszentrale wurden gestern im Fährhafen Spaten in den Kies gerammt und mit dem symbolischen Spatenstich der Start für den Bau eines neuen Betriebsgebäudes für den Offshore-Windpark "Wikinger" gegeben. Das Gebäude mit einer Nutzfläche von insgesamt rund 2300 Quadratmetern wird an dem für die Offshore-Industrie neu geschaffenen Liegeplatz 1 im Fährhafen errichtet.

„Iberdrola ist das erste Unternehmen, das seinen Stützpunkt für den Betrieb und die Wartung eines Windparks auf See hier am Standort errichtet. Das sind langfristige Ansiedlungen, durch die dauerhafte Arbeitsplätze entstehen“, betonte Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH, die Bedeutung des Baus für Rügens Tiefseehafen beim Spatenstich. „Bis zu 100 Leute werden in Mukran beschäftigt sein und von hieraus den Windpark überwachen, Wartungsarbeiten an den Anlagen auf See ausführen und in Mukran Reparaturen durchführen“, sagte Jürgen Blume, Geschäftsführer der Iberdrola Renovables Deutschland GmbH. Dafür wird das Offshore-Betriebsgebäude gebaut.

Den Auftrag für den Bau hat der spanische Energiekonzern an ein Unternehmen aus MV vergeben. Die Rostocker Geschäftsstelle der Firma Goldbeck wird das Gebäude am Liegeplatz 1 etwa auf Höhe der Bäckerei Peters errichten. Zum Projekt gehört eine große Halle, in der Teile der Windkraftanlagen gelagert und repariert werden, sowie ein zweigeschossiges Bürogebäude. Dessen Herzstück wird die Überwachungszentrale sein, in der die Offshore-Experten an Monitoren den Betrieb der Windkraftanlagen auf hoher See verfolgen können. Büro- und Aufenthaltsräume, Duschen und auch eine Kantine sowie eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sehen die Pläne weiter vor. Für deren Umsetzen müssen sich die Goldbeck-Bauleute tüchtig ins Zeug legen. „Denn bereits zum Jahresende soll das Betriebsgebäude fertiggestellt sein“, so Volker Huber, Leiter der Rostocker Goldbeck-Geschäftsstelle.

Für das Unternehmen wird Mukran zur Großbaustelle. Die Firma aus Rostock hat auch den Auftrag für den Bau eines neuen Rohrwerkes von der Deutsche Bogenn GmbH, einer Tochter der MIR Technologie Holding mit Hauptsitz im türkischen Istanbul, erhalten. Für dieses Großvorhaben wurde erst vor wenigen Tagen der Grundstein im Fährhafen gelegt (die OZ berichtete). „Damit können wir Synergien in Mukran nutzen“, so Huber. „Für beide Projekte brauchen wir zum Beispiel nur eine Bauleitung vor Ort.“

„Gebaut wird aber nicht nur an Land“, hob Tanis Rey-Baltar, Gesamtprojekt-Leiter für den Windpark „Wikinger“ hervor, während er den Spaten ins Erdreich stieß. Auch auf See sei die Bautätigkeit bereits in vollem Gange. „Die ersten 52 von insgesamt 286 Pfählen für die Fundamente der 70 Windkraftanlagen und der Umspannplattform sind schon gerammt.“ Immerhin bis zu 50 Meter lang sind diese Pfähle, die komplett in den Boden der im Baugebiet etwa 35 Meter tiefen Ostsee getrieben werden. „Schon im nächsten Jahr soll der Windpark komplett ans Netz gehen“, so Rey-Baltar.

Udo Burwitz

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