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Schandfleck verschwindet im Oktober

Sagard Schandfleck verschwindet im Oktober

Die Gemeinde Sagard schreibt den Abriss der Ruine vom ehemaligen Haus der Jugend aus

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Der Schandfleck am Markt in Sagard – das ehemalige Haus der Jugend, das seit Jahren leer steht und verfällt.

Quelle: Udo Burwitz

Sagard. . „Beim großen Umbau des Gebäudes zum Kino und Theater habe ich als Elektriker-Lehrling sogar noch eine Leuchtreklame mit der Aufschrift ’Theater der Solidarität’

OZ-Bild

Die Gemeinde Sagard schreibt den Abriss der Ruine vom ehemaligen Haus der Jugend aus

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mit angebaut“, erinnert Siegfried Bruhn. Das ist lange her. 1957 wurde das den Hausnummern zufolge erste Haus am Platze am Markt in Sagard zum „Haus der Jugend“, dem kulturellen Zentrum der Jasmunder Gemeinde, umgebaut. Auch das ist längst Geschichte. Heute steht der 76-Jährige vor einer Ruine. Die bald verschwinden wird, kündigt Bürgermeister Sandro Wenzel (Bündnis für Rügen) an: „Die Gemeinde hat am Dienstag die Ausschreibung für den Abriss in Auftrag gegeben.“

Eine schwingende Abrissbirne vor der maroden Fassade am ehemaligen Haus der Jugend – dieses Bild hatte Sandro Wenzel schon vor einem Jahr zumindest vor dem geistigen Auge. „Der Schandfleck muss endlich weg“, war sich die Mehrheit der Gemeindevertreter, zu denen auch Siegfried Bruhn gehört, vor 12 Monaten einig. Seit den 1990er Jahren steht die markante Immobile am Markt leer und ist dem Verfall preis gegeben. Sie mutierte zum „Stein des Anstoßes“. Jahrelang hatte sich die Kommunalpolitik mit den Eigentümern der Immobilie, einer Erbengemeinschaft gestritten, damit der Zustand gebessert wird. Im vergangenen September der Lichtblick – die Erben erklärten sich bereit, das marode Gebäude der Kommune für eine Abstandszahlung zu überlassen. Die Mehrheit der Volksvertreter sprach sich dafür aus, dass die Gemeinde die Immobilie erwirbt. Bereits im Oktober konnten die Notarverträge für den Besitzerwechsel unterzeichnet werden (die OZ berichtete).

Dass sich der gewünschte, „schnellstmögliche“ Abriss danach doch etwas verzögert hat, schreibt Sandro Wenzel einerseits dem Arten- und andererseits dem Denkmalschutz zu. Zwei Röhrenkeller unter dem Gebäude am Marktplatz sollen von Fledermäusen als Quartiere genutzt worden sein, so der Bürgermeister. Das haben Experten inzwischen untersucht. „Und die Gemeinde hat inzwischen Ersatz geschaffen.

Wir haben am Hundesportplatz neue Quartiere für die geschützten Tiere gebaut.“

Dass der Saal vom ehemaligen Haus der Jugend sogar als schützenswertes Objekt eingestuft und Eingang in der Denkmalliste des ehemaligen Landkreises Rügen fand, „habe ich gar nicht gewusst“, räumt Wenzel unumwunden ein. Deshalb hätten Experten im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Abriss den besagten Gebäudeteil noch einmal begutachtet. Ergebnis: „Der Saal wird nicht mehr als schützenswert eingestuft“, so der Bürgermeister. Der Schutzstatus werde aufgehoben, der Saal soll aus der Denkmalliste gestrichen werden, habe die zuständige Behörde des Landkreises der Gemeinde mitgeteilt. „Jetzt haben wir die Abrissgenehmigung in der Tasche“, fügt Wenzel hinzu.

Jetzt sind die Tage, an denen sich Sagarder und Gäste an dem Schandfleck am Markt stoßen, für den Bürgermeister tatsächlich gezählt. „Im Oktober wird der Abriss beginnen“, kündigt Sandro Wenzel an.

Die Zukunft des Filetgrundstücks im Zentrum Sagards sei derzeit noch offen, sagt er. „Es gibt Kaufanfragen von einem Nachbarn. Aber auch die Idee, auf dem Grundstück eine grüne Verweilecke mit Bänken einzurichten.“ Über die künftige Nutzung des Areals werde die Gemeindevertretung zum gegebenen Zeitpunkt entscheiden, kündigt Wenzel an.

Udo Burwitz

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