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Sicherheit am Strand: Glowe postiert neue Rettungswache

Glowe Sicherheit am Strand: Glowe postiert neue Rettungswache

Die Gemeinde investiert rund 65 000 Euro in den Neubau für die Retter

Glowe. Die Badesaison kann kommen: In der diesjährigen werden die Retter in Glowe den Strand des Erholungsortes am Eingang der Schaabe besser als bisher im Blick haben. Die Gemeinde sorgt dafür. Für mehr Sicherheit am Strand und bessere Arbeitsbedingungen für die Rettungsschwimmer hat sie in eine neue Strandrettungswache investiert.

„Auf drei“, sagt Fred Porsch. Er ist Projektleiter der sb-Systembau, ein Unternehmen mit Sitz in Osdorf bei Kiel, das seit 2001 Raummodule produziert. Neben Transportbehältern, Sanitärmodulen und Container für das Militär oder zur Unterbringung von Flüchtlingen gehören Strandwachen dazu. Fred Porsch beginnt zu zählen. Bei drei hieven Dietmar Tabel und Erhard Lehmann, Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde, auf dem Parkplatz vis-á-vis des Kurplatzes in Glowe einen vier Meter langen Mast an, an dessen Spitze vier Lautsprecher montiert sind. „Der muss jetzt oben auf der Aussichtsplattform der Strandrettungswache montiert werden“, erläutert Porsch. Die neue Rettungswache ist in Glowe bereits eingetroffen. In mehreren, großen Einzelteilen. Mit einem Tieflader wurden das aus Fertigteilen von der sb-Systembau hergestellte Modul der Wache, der Mast und der fahrbare Untersatz angeliefert und Ende der vergangenen Woche auf dem Parkplatz zusammengesetzt. Ohne großen Autodrehkran war das gar nicht möglich, denn die neue Wache ist weitaus größer als ihr Vorgänger.

„Das ist die größte Strandwache, die wir produzieren.“ Fred Porsch kennt die Typenbezeichnung genau: „Typ 6030“, sagt er beim Aufbau. „Die Zahl steht für die Größe. Die Strandwache ist sechs Meter lang und drei Meter breit.“ Das neue Domizil für die Retter verfügt über einen Wohnraum, einen separaten Sanitäts- und Aufenthaltsraum und ist mit einer begehbaren Dachplattform ausgestattet, von der aus die Rettungsschwimmer das Badegeschehen überwachen können. Funkgerät, Miniküche, medizinisches Gerät für den Sanitätsdienst gehören zur Ausstattung. Und der vier Meter hohe Mast mit den Lautsprechern.

„Wenn der in Betrieb genommen wird, sind die Durchsagen garantiert bis zum Glower Hafen und weit an der Schaabe in Richtung Breege/Juliusruh zu verstehen“, versichert Dirk Junghans. Der 44-Jährige, der den Beruf eines Rettungssanitäters ausübt, ist für den Aufbau der neuen Rettungswache extra aus Jena gekommen, wo er zu Hause ist. „Für die neue Wache haben wir jahrelang gekämpft“, sagt er.

Glowe und den Strand des Erholungsortes kennt er wie seine Westentasche. Der Thüringer ist nämlich Wachleiter für die Strandwache in Glowe. Den Einsatz der Rettungsschwimmer sichert die Wasserwacht des Rügener Roten Kreuzes ab. Dirk Junghans gehört seit einem Jahrzehnt zu den Ehrenamtlern, die in Glowe auf Wacht stehen. „Seit 2006 bin ich dafür jedes Jahr drei Wochen auf der Insel. Für den Einsatz in Glowe nehme ich immer meinen Urlaub“, erinnert er.

So lange er zurückdenken kann, hat er bisher immer Dienst in einer Wache geschoben, die nur aus einem kleinen Raum auf Rädern bestand. „Es herrschte immer Platzmangel“, beschreibt Junghans die Arbeitsbedingungen für die Retter. Und nicht nur das: „Ausguck von oben war schon lange nicht mehr möglich.“ Weil die Plattform der alten Wache nicht mehr TÜV-gerecht war, musste sie schon vor Jahren gesperrt werden.

„Auch deshalb haben wir uns zum Kauf einer neuen und moderneren Strandwache entschlossen“, begründet Bürgermeister Thomas Mielke (Bündnis für Rügen) die Investition. Ursprünglich hatte die Kommune rund 50000 Euro dafür kalkuliert. „Es wird etwas teurer“, räumt Mielke jetzt ein. „Die neue Strandwache kostet etwa 65000 Euro.“ Finanziert werden soll sie mit Einnahmen aus der Kurabgabe.

Glowe ist startklar für die Badesaison. Die neue Wache hat inzwischen ihren Standplatz am Strand gefunden. Sie steht auf der Betonplatte oberhalb der Düne am Kurplatz, auf der auch schon die alte Wache postiert war, die als ausrangierte auf dem Betriebsgelände des Bauhofes der Gemeinde gelandet ist. Besetzt ist der moderne Nachfolger noch nicht. „Am 1. Juli werden die ersten Rettungsschwimmer das neue Domizil in Besitz nehmen“, kündigt Burkhard Päschke vom DRK-Kreisverband Rügen-Stralsund an. Geplant sei, dass bis zum 3. September immer zwei Rettungsschwimmer und ein Sanitäter die Wacht am Glower Strand übernehmen.

Udo Burwitz

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