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So vielfältig schmeckt die Heimat

Prora So vielfältig schmeckt die Heimat

Egal ob Wurst, Öl, Seife oder Hundeleckerlis: 28 Hersteller priesen bei der zehnten Ausgabe der Regional- produktemesse im Naturerbe Zentrum in Prora ihre Waren an

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Wir bauen eine Brücke zwischen Anbieter und Kunde. Frank Soßnowski, Vorsitzender Rügen Produkte Verein

Prora. Es herrscht ein lebendiges Treiben in den Räumen des Naturerbe Zentrums in Prora. Am Stand der Mönchguter Imkerei von Familie Baumgarten werden Kostproben von diversen Honigsorten genascht, während Michael Verhage von „Keksdieb“ die Besucher davon überzeugen will, eins der komplett ohne Zusatzstoffe hergestellten Hundeleckerlis mit Geschmäckern wie „Apfelmus“ oder „Hüttenkäse“ zu probieren. Auch Birgitta Burgert vom „Rügenshop“ kommt von einem Gespräch ins andere und preist die Wirkung der Rügener Heilkreide in Cremes und Seifen an. Dutzende Besucher wuseln so bei der zehnten Ausgabe der Regionalproduktemesse von einem Stand zum nächsten.

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Egal ob Wurst, Öl, Seife oder Hundeleckerlis: 28 Hersteller priesen bei der zehnten Ausgabe der Regional- produktemesse im Naturerbe Zentrum in Prora ihre Waren an

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Insgesamt 28 Austeller aus ganz Vorpommern zeigten bei der gestrigen Messe, was sie zu bieten haben. Die Produktpalette ist breitgefächert: Bier, Pralinen und Säfte konnten genau so erworben werden wie Fleischwaren und Liköre. „Hier ist wirklich alles regional“, staunt Messebesucherin Jana Schulz. „Das ist wirklich nicht alltäglich.“ Gemeinsam mit ihrem Freund Kevin Winter ist die 25-Jährige gerade auf der Insel Rügen im Urlaub. „Wir haben auch ordentlich zugeschlagen“, gesteht die Niedersächsin. „Neben verschiedenen Senfsorten haben wir auch Honig, Joghurt, Frischkäse und einen Lippenbalsam mit Heilkreide gekauft.“

Das Feedback auf die Angebote sei super, sagt auch der Vorsitzende des Rügen-Produkte-Vereins, Frank Soßnowski. „Ich habe schon einige Großhändler gesehen, die sich für die Waren der Anbieter interessieren. Das freut mich sehr.“ Seit 2004 versucht der Verein mit der Messe, regionale Anbieter stärker in Gastronomie und Einzelhandel aber auch beim Endverbraucher bekannt zu machen.

Mittlerweile ist die Regionalproduktemesse zur größten Veranstaltung ihrer Art in Mecklenburg-Vorpommern gewachsen. „Viele der hiesigen Manufakturen leisten im Kleinen gute Arbeit“, bestätigt der Veranstalter. „Wir wollen hiermit eine Brücke zwischen Anbieter und Besucher bauen.“

Dass das funktioniert, bestätigt Michael Verhage von „Keksdieb“. „Als wir im vorigen Jahr das erste Mal auf der Messe waren, sind wir mit Ernst Heinemann vom Rügenhof ins Gespräch gekommen, der von den vielen Sanddorn-Resten erzählte, die bei seiner Produktion entstehen“, erklärt der 53-Jährige. Seitdem gebe es eine Kooperation und Hundekekse mit Sanddorn-Geschmack im Angebot.

Der Austausch mit anderen Produzenten ist es auch, warum Marco Baumgarten bereits zum vierten Mal einen Stand auf der Messe betreibt. „Es geht auch darum voneinander zu lernen“, sagt der Betreiber der Mönchguter Imkerei in Thiessow. Er hofft auf diesem Weg, weitere Verkäufer für sich zu gewinnen.

Dass das Qualitätsbewusstsein bei Lebensmitteln unter den Verbrauchern deutlich gestiegen ist, betont Birgitta Burgert vom „Rügenshop“. „Sie merken einfach den Unterschied und setzen deswegen zunehmend auf Regionalität und Nachhaltigkeit“, erklärt die 55-Jährige. So wie Willi Müller aus Sassnitz. Verschiedene Würste und Kartoffeln haben bereits den Weg in seinen Einkaufsbeutel gefunden.

„Ich achte immer darauf heimische Produkte zu kaufen, also bin ich auch hier fündig geworden“, sagt der 77-Jährige.

Aber nicht nur Verbraucher, sondern auch immer mehr Gastronomen und Hotelbetreiber widmen sich der Regionalität. Betriebe, die dabei besonders auf den modernen Einsatz von heimischen Produkten achten, werden seit 2008 vom Rügen-Produkte-Verein mit dem Zertifikat „Regionale Esskultur“ ausgezeichnet. Dieses ist ein Abzeichen des Netzwerkes „Culinary Heritage Europe“, in dem europaweit 44 Regionen vertreten sind. Über die Auszeichnung konnten sich auf der Messe das Hotel Bernstein in Sellin und das Loev Hotel in Binz freuen. „Dieses Zertifikat ist ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Küche und würdigt gleichzeitig die Arbeit unserer Köche“, sagt der Direktor des Bernstein-Hotels, Thomas Dorissen.

Ann-Christin Schneider

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