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Stadt votiert für Neubau der „Strandburg“

Sassnitz Stadt votiert für Neubau der „Strandburg“

Die Sassnitzer Stadtvertreter haben sich mit deutlicher Mehrheit für den Neubau der „Strandburg“ ausgesprochen. Auf ihrer vergangenen Sitzung stimmten 16 von ihnen für das Projekt, zwei dagegen, zwei enthielten sich der Stimme.

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So soll die „Strandburg“ oberhalb des Sassnitzer Hafens künftig aussehen.

Quelle: Nordprojekt Nießen

Sassnitz. Damit können Abriss und Neubau vermutlich noch in diesem Frühjahr beginnen. In dem Haus, das zuletzt als Architektenbüro genutzt wurde, sollen sechs zwischen 86 und 140 Quadratmeter große Eigentumswohnungen entstehen.

Gegen das Vorhaben sei prinzipiell nichts zu sagen. Trotzdem versagte die SPD-Fraktion ihm die Zustimmung. „Uns sind die Ausmaße zu groß“, begründete Norbert Benedict die Ablehnung und sprach damit auch Dieter Neels (Linke) aus dem Herzen. „Der Baukörper ist zu gewaltig“, meinte dieser. Über die Gestaltung des Hauses war im Vorwege diskutiert und daraufhin ein überarbeiteter Entwurf vorgelegt worden. Dennoch: Sowohl Benedict als auch Neels befürchten, dass durch die Genehmigung für den Bau am Hang ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte, auf den sich andere potenzielle Bauherren berufen könnten.

Diese Sorge teilt die Mehrheit der Stadtvertreter nicht. „Dort steht jetzt schon ein Gebäude, das lediglich in etwas größerer Form wieder aufgebaut wird“, sagte Arno Tetzlaff. Dass dafür gleich ein Bebauungsplan aufgestellt werden muss, hängt mit dem früheren Flächennutzungsplan der Stadt zusammen. Dort war das Gelände der über 100 Jahre alten „Strandburg“ als Grünfläche ausgewiesen worden.

Das Gebäude hätte demnach lediglich Bestandsschutz genossen. Nach dem Abriss wäre aber kein Neubau mehr möglich gewesen.

An dieser Stelle wollen die Sassnitzer Lokalpolitiker einer Bebauung nicht im Wege stehen — weil sich hier bereits ein Haus befindet. Neubauten auf dem „grünen Hang“ aber soll es in Sassnitz nicht geben. Darauf hatten sich die Stadtvertreter bereits in der Vergangenheit geeinigt, nachdem vor allem im Bereich der Strandpromenade immer wieder Begehrlichkeiten laut geworden waren, Häuser zu errichten (die OZ berichtete).

An diesem Grundsatz soll sich auch nach dem „Ja“ zur „Strandburg“ nichts ändern. Er denke, dass auch künftige Stadtvertreter diese Politik fortsetzen und eine Hangbebauung verhindern werden, so Arno Tetzlaff.

Strandhaus & Orangerie
1897 ist die „Strandburg“ vermutlich als Strandhaus errichtet worden. Ganz sicher ist dieses Baujahr allerdings nicht, denn bereits zwei Jahre früher wird vom Bau eines Gewächshauses, einer kleinen Orangerie an gleicher Stelle, berichtet. Bauherr war damals Alexander Brandt. 1932 wurde das Gebäude zum Wohnhaus umfunktioniert und umgebaut und auch jahrelang für diesen Zweck genutzt, bis hier die Veterinärhygiene- inspektion für die gesamte Insel einzog und vorübergehend auch das Fischkombinat einen Raum für sein Labor anmietete. Nachdem die „Strandburg“ ein paar Jahre leerstand, wurde sie 1998 noch einmal komplett umgestaltet. Hier zog ein Architektenbüro ein. 2011 wurde das Haus an den Sagarder Unternehmer Sandro Wenzel verkauft. Der will es abreißen und neu errichten.

Maik Trettin

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