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Turnhalle braucht „Rettungsschirm“

Sassnitz Turnhalle braucht „Rettungsschirm“

Undichtes Dach, marode Sanitäranlagen – doch für die Vollsanierung der Sportstätte an der Bergstraße fehlt Geld

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Die Turnhalle an der Sassnitzer Bergstraße ist in einem erbärmlichen Zustand – und trotzdem gut ausgelastet.

Quelle: Maik Trettin

Sassnitz. Die Alternative Freie Wählergemeinschaft hat in der Sassnitzer Stadtvertretung einen Vorstoß zum Erhalt der Turnhalle an der Bergstraße unternommen. Auf der vergangenen Sitzung hatte sie in einem Antrag einen „Grundsatzbeschluss zum Erhalt und baulichen Ertüchtigung der Sporthalle“ gefordert. „Es geht nicht um eine Vollsanierung oder einen Neubau“, machte der Fraktionsvorsitzende Thomas Kursikowski deutlich. „Wir wollen nur verhindern, dass die Halle weiter verfällt und irgendwann wegen baulicher Mängel gesperrt werden muss“, erklärt er mit Anspielung auf den gesperrten Seesteg.

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Undichtes Dach, marode Sanitäranlagen – doch für die Vollsanierung der Sportstätte an der Bergstraße fehlt Geld

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Denn das würde für viele Sportgruppen das Aus bedeuten. Hallenzeiten sind – wie überall auf der Insel – knapp. Nach Feierabend findet sich kaum noch eine Lücke in den Belegungsplänen der kommunalen Sportstätten, hieß es gestern auf Nachfrage aus dem Rathaus. Senioren, Polizisten, der Osteoporose-Verein, die Kindergartenkinder aus der Kita „8. März“ und viele Frauen und Männer des größten Rügener Sportvereins „Empor“ nutzen das mehr oder weniger schützende Dach der Halle. Denn das ist – wie auch die Sanitäranlagen – seit Jahren sanierungsbedürftig. Pfützen auf dem Holzparkett sind nach jedem Regen an der Tagesordnung. „Aber es ist immer noch besser, als ganz im Regen zu stehen“, sagt die Empor-Vorsitzende Heike Knoff schulterzuckend. Vor allem die bei Empor organisierten Freizeitsportler spielen hier Volley- und Basketball oder Badminton. Wenn die große Halle in Dwasieden für Veranstaltungen gebraucht wird, weichen die Sportler oft auf die Turnhalle an der Bergstraße aus.

Die Bedingungen mögen nicht optimal sein. „Aber wir wissen, dass eine Komplettsanierung oder ein Neubau teuer sind und die Stadt wenig Geld hat“, so die Empor-Frau. Duschen beispielsweise seien nicht so wichtig. „Das können unsere Sportler zur Not auch zu Hause erledigen.“ Aber zum Schutz des Parketts müsste das Dach abgedichtet werden. Und vielleicht ließe sich ja noch ein wenig Geld für ordentliche Toiletten auftreiben.

Man könne derzeit nur mit den vorhandenen städtischen Mitteln dafür sorgen, dass die Nutzung der Sporthalle weiter gewährleistet wird, sagt Bürgermeister Frank Kracht: „Das Geld reicht momentan nicht für mehr als für Schönheitsreparaturen.“ Über weitergehende Investitionen müsste im Vorfeld der Haushaltsplanung für 2018 gesprochen werden. Eine erste Diskussion darüber wird es vermutlich Anfang November geben. Dann befasst sich der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Soziales, in den der AFW-Antrag verwiesen wurde, mit dem Thema.

Schulgelände liegt brach

1975 wurde die Turnhalle an der Bergstraße errichtet. Sie gehörte zur einstigen Oberschule I, die ab 1972 auf dem Areal an der Bergstraße gebaut worden war und am 3. Januar 1974 feierlich eröffnet wurde. In das Gebäude zogen die Schüler, die zuvor in der Schule an der Stubbenkammerstraße lernten. Ihre früheren Klassenzimmer nahmen die Mädchen und Jungen der Förderschule in Besitz. Die Oberschule I, die ab Dezember 1974 nach dem ersten Präsidenten der DDR Wilhelm-Pieck-Oberschule hieß, wurde 2013 von Privateigentümern abgerissen. Die Fläche liegt brach.

Maik Trettin

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