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Ungeliebte Ampel geht in Betrieb

Sassnitz Ungeliebte Ampel geht in Betrieb

Derzeit laufen die Vorbereitungen an der Kreuzung zwischen L 29 und Mukraner Straße in Sassnitz

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Burkhard Krüger von der Krüger GmbH Elektroinstallation aus Putbus/Lauterbach installiert mit seinen Mitarbeitern die Ampel.

Quelle: Christian Niemann

Sassnitz. Auf dieses „Geschenk“ hätten viele Sassnitzer gern verzichtet: Seit Wochenbeginn wird im Auftrag des Straßenbauamtes an der Kreuzung zwischen der Landesstraße L 29, der Mukraner Straße beziehungsweise dem Gewerbegebiet Lancken die Ampel errichtet. Nachdem Ende vergangenen Jahres bereits die Masten montiert worden waren, werden jetzt die eigentlichen Lichtzeichen montiert. Burkhard Krüger, Geschäftsführer der Krüger GmbH Elektroinstallation aus Putbus, ist derzeit mit seinen Mitarbeitern damit beschäftigt, die Inbetriebnahme der Ampelanlage an der Kreuzung vorzubereiten.

Trotz des großzügigen Ausbaus mit vielen Abbiegespuren ist die Kreuzung zum Gewerbegebiet in Lancken seit Jahren ein Unfallschwerpunkt. Die zuständige Unfallkommission hatte das Straßenbauamt aufgefordet, eine andere Lösung herbeizuführen. Zur Debatte standen neben der Ampelregelung auch ein Kreisverkehr. Letzteren favorisierten die Sassnitzer; die Stadtvertreter fassten sogar einen Beschluss, in dem sie diesen Willen manifestierten. Doch angesichts leerer Kassen nützte ihnen das wenig. Das Straßenbauamt hatte beide Varianten untersuchen lassen und vorgerechnet, dass ein Kreisel mit Kosten in Höhe von 250000 Euro deutlich teurer werden würde als eine Ampelanlage, für die 60000 Euro investiert werden müssen. Die Mehrkosten hätte die Stadt Sassnitz tragen müssen, die das finanziell nicht leisten konnte und sich dem Willen des Straßenbauamtes wohl oder übel beugen musste. Ein Hauptargument gegen die Ampel an dieser Stelle war, dass wenige Meter weiter an der Lanckener Kreuzung schon die nächste steht. Auf diesem kurzen Stück könnte es zu Staus kommen, so die Befürchtung.

Zumal die Lanckener Ampel seit einer Weile nicht mehr so funktioniert wie ursprünglich gedacht. Dort ist eine so genannte Induktionsschleife in der Fahrbahn defekt. Die Ampelschaltung kann dadurch nicht nach Bedarf erfolgen, sondern nur nach einem festen Muster, also unabhängig vom Verkehrsaufkommen und -fluss. Diese Schleife könne aber nur ab einer bestimmten Temperatur ausgewechselt werden;

die Arbeiten waren im Winter nicht möglich.

Induktionsschleifen werden auch an der neuen Ampelkreuzung installiert. Anschließend müssen die Tiefbauer noch Restarbeiten erledigen. Die Elektroinstallateure schließen für die Radfahrer und Fußgänger noch Taster und die Blindensignalisierung an. Voraussichtlich Ende des Monats wird die Ampel in Betrieb gehen.

Unfallschwerpunkt trotz guten Ausbaus

40 Prozent der Baukosten für die Ampelanlage von rund 60000 Euro muss die Stadt Sassnitz tragen. Eine entsprechende finanzielle Beteiligung wurde mit dem Straßenbauamt geregelt. Die Sassnitzer favorisierten einen Kreisverkehr, wie er auch am Abzweig Stralsunder Straße/Straße der Jugend vorgesehen ist.

9 Unfälle ereigneten sich in den zurückliegenden drei Jahren an der Kreuzung vor dem Gewerbegebiet Lancken in Sassnitz. Die Unfallkommission beziffert den volkswirtschaftlichen Schaden, der dabei entstanden ist, auf 400000 Euro. Die Kreuzung gilt trotz ihres guten Ausbaus seit langem als Unfallschwerpunkt.

Von Christian Niemann und Maik Trettin

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