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Zapfsäulenprotest: Kreis soll prüfen

Sagard Zapfsäulenprotest: Kreis soll prüfen

Investoren wollen in Sagard neue Tankstelle an der Glower Straße bauen / Anwohner verfassen Petition gegen das Vorhaben

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Auf zum Wippvergnügen! Noch kann der Sagarder Nachwuchs diesem Motto auf dem Spielplatz an der Ortsdurchfahrt vor den Wohnblöcken an der Schulstraße folgen. Doch dort wollen Investoren eine neue Tankstelle bauen. Der Spielplatz müsste dafür weichen.

Quelle: Udo Burwitz

Sagard. Autofahrer wird es freuen: Sagard soll eine zweite Tankstelle bekommen. Einwohner, insbesondere jene, die am auserkorenen Bauplatz wohnen, sind dagegen alles andere als erfreut. Sie fürchten Lärm und Abgase, bangen um ihre Wohnqualität. Sie sind gegen die neuen Zapfsäulen vor der Haustür und haben ihren Protest in einer Petition zu Papier gebracht. Die wurde von den Gemeindevertretern am Mittwochabend an den Landkreis „delegiert“. „Weil der Kreis die prüfende und entscheidende Behörde ist“, so Bürgermeister Sandro Wenzel (Bündnis für Rügen).

OZ-Bild

Investoren wollen in Sagard neue Tankstelle an der Glower Straße bauen / Anwohner verfassen Petition gegen das Vorhaben

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„Auf so ein Schreiben muss man reagieren“, betonte Wenzel in der Sitzung der Volksvertretung und zitierte die rechtlichen Grundlagen. Laut Petitionsrecht können sich Einwohner mit so einem Schreiben nicht nur an die Gemeindevertretung wenden. Sie haben auch ein Anrecht darauf, dass die sich mit ihrem Problem beschäftigt. Deshalb sei die Petition ja auch auf die Tagesordnung gesetzt worden, so der Bürgermeister.

Die Protestnote hat Sandro Wenzel bereits im Februar erhalten. Günter Richter, der in den Mehrgeschossern an der Schulstraße wohnt und die Petition mit initiiert hat, übergab sie ihm während einer Gemeindevertretersitzung zusammen mit Unterschriftenlisten. 228 Jasmunder, darunter 180 Sagarder, hatten unterschrieben und sich damit gegen den Bau einer neuen Tankstelle am auserkorenen Standort ausgesprochen. Die wollen Investoren, die bereits eine Bauvoranfrage gestellt haben, unmittelbar am Knotenpunkt Glower Straße/Schulstraße errichten. Der soll im Zuge des Ausbaus der Glower Straße zu einem Kreisverkehr umgebaut werden.

Das Straßenbauamt Stralsund hat den Beginn der Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt für das kommende Frühjahr geplant. Dabei soll das alte Pflaster auf der Fahrbahn der Glower Straße durch ein neues Asphaltband ersetzt werden. Unmittelbar am Kreisel würden die neuen Zapfsäulen stehen — auf einer Fläche, die heute noch grün ist. Für das Vorhaben müsste zudem der Kinderspielplatz zwischen Glower Straße und Schulstraße weichen. „Hier soll Grünfläche dem Kommerz geopfert werden“, forderte Günter Richter bei der Petitionsübergabe die Gemeindevertreter dazu auf, dem Projekt an diesem Standort das Einvernehmen zu verweigern (die OZ berichtete).

„Laut Flächennutzungsplan kann sich auf dem Standort ein Gewerbebetrieb ansiedeln“, erinnerte Sandro Wenzel am Mittwochabend, dass die Gemeindevertreter eine entsprechende Änderung des F-Plans erst am 17. Februar beschlossen haben. „Auch eine Tankstelle ist ein Gewerbebetrieb.“ Die Einflussnahme der Gemeinde auf das konkrete Bauvorhaben sei gering. Sie werde im Rahmen des Bauantragsverfahrens nur beteiligt und habe zu prüfen, ob das Vorhaben aus baurechtlicher Sicht möglich ist. Versage sie widerrechtlich das Einvernehmen, werde dies durch die Baugenehmigungsbehörde ersetzt. „Das ist der Landkreis, der auch aus immissionsschutz- und umweltrechtlicher Sicht prüft, ob das Vorhaben zulässig ist. Der Kreis ist die richtige Adresse für die Petition“, so Wenzel. Die Auffassung teilten die Gemeindevertreter. Sie „überwiesen“ den Protest der Sagarder an die Kreisverwaltung.

Von Udo Burwitz

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