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Zaun schirmt künftig Kreuzfahrer ab

Sassnitz Zaun schirmt künftig Kreuzfahrer ab

Der mehr als 200 Meter lange Absperrzaun im Westhafen wird im Herbst aufgestellt.

Sassnitz. Zaunbauer übernehmen im Herbst die Regie im Sassnitzer Westhafen. Sie errichten ein Absperrbauwerk, das künftig die Kreuzfahrtschiffe und deren Passagiere von der Öffentlichkeit abschirmen soll. „Im Oktober wird aller Wahrscheinlichkeit mit den Arbeiten begonnen“, sagt Carsten Schwarzlose vom städtischen Sanierungsträger BIG-Städtebau im Ergebnis der gestrigen Feinabstimmung an der Kaikante.

Um die acht Meter von der Kante entfernt wird ein mehr als 200 Meter langer und bis zu 2,20 Meter hoher Zaun errichtet. Dieser bekommt am Anfang und Ende zwei Flügeltore, die verschlossen werden, sobald ein Kreuzfahrer an der Kaikante festliegt. Ist kein schwimmendes Hotel im Hafen, werden die Tore an den Zaun geklappt. Ein weiteres Flügeltor ist zudem in der Mitte des Zaunes vorgesehen.

Würde der nicht gebaut, könnten viele Schiffe nicht mehr im westlichen Teil des Stadthafens anlegen. Zumindest nicht die, die den so genannten ISPS-Vorschriften unterliegen — zum Beispiel Kreuzfahrtschiffe. Diese verschärften Sicherheitsbestimmungen gelten seit mittlerweile neun Jahren innerhalb der Europäischen Union und sehen unter anderem vor, dass bestimmte Schiffe nur noch in einem abgeschotteten Hafenbereich anlegen dürfen, der nicht frei zugänglich sein darf. Bislang gab es für die Kreuzfahrer eine Ausnahmeregelung in Sassnitz: Wachposten sowie und ein beweglicher Bauzaun genügten.

Der Zaunbau ist eingebettet in den Ausbau der westlichen Hafenstraße, mit dem nach Pfingsten begonnen worden war. Für etwa 1,5 Millionen Euro entsteht bis zum Frühjahr 2014 zwischen der Station der Wasserschutzpolizei und der Straße der Jugend eine neue Straße samt nagelneuer Beleuchtung. Zum Projekt gehört auch ein Gehweg. Der verläuft in Richtung Fischwerk auf der rechten Seite und wechselt ab dort bis zur Straße der Jugend auf die linke, die Ostsee-Seite. Die Trasse für Fußgänger wird dort 2,10 Meter breit sein.

Die Straßenfläche zwischen Polizei und Fischwerk ist gepflastert und der Gehweg abgesteckt. „Derzeit spucken Kanalbauer im Auftrag des Zweckverbandes vor dem Fischwerk in die Hände“, gibt Schwarzlose einen Überblick über den Baufortschritt. Der hat sich um ein, zwei Wochen verzögert. „Vor Rügen-Fisch ist ein zusätzlicher Versorgungskanal entdeckt worden. Der muss erst abgebrochen werden“, erläutert Schwarzlose.

 

 

Chris-Marco Herold

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