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Zufahrt gesperrt: Aufzug sichert Versorgung für Hafen in Lohme

Zufahrt gesperrt: Aufzug sichert Versorgung für Hafen in Lohme

Neue Straße soll bei Fortsetzung der Hangsanierung gebaut werden

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Das Grün wird in Fasson gebracht am Lohmer Hang neben dem Schienenstrang des Lastenaufzugs, mit dem gegenwärtig die Versorgung des Hafens abgesichert wird.

Quelle: Udo Burwitz

Lohme Nach einem tragischen Unfall in der vergangenen Woche, bei dem sich ein Traktor auf der steilen Zufahrt am Hang zum Hafen überschlagen hat und zwei Lohmer verletzt wurden, hat die Gemeinde die Zufahrt zum maritimen Anleger gesperrt. Die steile Piste am Hang ist zugleich der Versorgungsweg für den Hafen. Ist dessen Betrieb jetzt gefährdet? Die OZ sprach mit Torsten Rollin, Geschäftsführer der Touristik Lohme GmbH.

OZ-Bild

Neue Straße soll bei Fortsetzung der Hangsanierung gebaut werden

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„Hangbahn“

80 Meter lang ist der Schienenstrang am Hang, auf dem mit einem Lastenaufzug bis zu 200 Kilogramm vom Hafen zur oberen Hangkante in Lohme bei einer Tour transportiert werden können. Dafür braucht der von einer Seilwinde gezogene Aufzug zweieinhalb Minuten.

Mit der Sperrung der Zufahrt zum Hafen hat die Gemeinde sozusagen die Versorgungsader zum maritimen Anleger gekappt. Wird die Sperrung bald wieder aufgehoben oder bleibt das ein Dauerzustand?

Torsten Rollin: Vorab möchte ich auch an dieser Stelle die besten Genesungswünsche an die beiden Betroffenen richten. Die Zufahrt zum Hafen bleibt erst einmal gesperrt. Wir könnten sie auch gar nicht sofort wieder öffnen, denn das verunglückte Gespann aus Traktor und Bootsanhänger muss erst am Hang geborgen werden. Und danach ist die Gefahr, die auf der steilen Piste besteht, ja nicht beseitigt.

Ist der Hafenbetrieb nach der Sperrung des einzigen Versorgungsweges überhaupt noch möglich?

Rollin: Zum Glück haben wir den Lastenaufzug am Hang. Der zahlt sich jetzt so richtig aus. Über diesen Aufzug, der vom Hafen am Hang zum Dorf hinauf- und in umgekehrter Richtung hinunterführt, sichern wir die Hafenversorgung ab. Ob Benzin, Lebensmittel oder andere Ausrüstungsgegenstände – wir können alles mit dem Aufzug transportieren.

Wegen der Sperrung konnten die Lohmer mit ihren Gästen das 20. Hafenfest am Wochenende auch nicht im maritimen Anleger feiern. Das Fest wurden nach oben auf den Aussichtsplatz auf dem Hang verlegt.

Lief trotzdem alles glatt?

Rollin: Die Jubiläumsfeier war gut besucht. Bei rund 500 Gästen an einem Tag mussten wir aber feststellen, dass es auf dem Platz oben auf dem Hang doch ziemlich eng wird. Die Festverlegung war eine Not-, ist aber keine Dauerlösung.

Bleiben wir kurz bei den Jubiläen. Auf dem Festprogramm stand auch die Schwanenstein-Regatta, die ebenfalls zum 20. Mal gestartet wurde. Wer hatte die Nase vorn?

Rollin: Thomas Kaul aus Sassnitz – bislang der ewige Dritte bei der Regatta in Lohme – hat diesmal den Gesamtsieg eingefahren. Dabei war die Konkurrenz bei der Jubiläumsauflage dieser Wettfahrt besonders groß. 24 Boote sind gestartet. So viele waren es noch nie. Wir konnten einen Teilnahmerekord verbuchen.

Zurück zur gesperrten Hafenzufahrt: Ist denn eine Lösung in Sicht, um die Gefahr auf der steilen Piste am Hang auf Dauer zu bannen?

Rollin: Ja, die Pläne dafür sind sogar schon zu Papier gebracht. Die Kommune will am Hang zum Hafen eine neue Straße bauen.

Steht auch schon fest, wann die Straßenbauer anrücken?

Rollin: Leider nein. Wie in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung aber mitgeteilt wurde, sieht es in punkto Hangsanierung ganz gut aus. Alle dafür notwendigen Unterschriften sind zusammen. Allerdings steht ein Förderbescheid noch aus. Wenn der eintrifft, könnte nächstes Jahr im Sommer gebaut werden, hat Bürgermeister Matthias Ogilvie in der aktuellen Ausgabe vom ’Lauschlappen’, dem Informationsblatt des Tourismusvereins Lohme, angekündigt. Auf den Baustart am Hang und an der Straße warten auch wir vom kommunalen Tourismusbetrieb sehnsüchtig, denn im Hafen muss dringend gebaggert werden, weil er an einigen Stellen versandet.

Um das zu verhindern wurden 2004 doch für etwa eine Million Euro die Nordmole abgedichtet und eine neue Westmole gebaut ...

Rollin: Das war auch dringend notwendig. Komplett unterbunden ist die Versandung damit aber nicht. Genau an der Stelle am Hang, an der es im Jahr 2005 zum massiven Erdrutsch gekommen ist, werden Sand und Mergel durch eine Nordwest-Strömung abgetragen und hinten an der Nordmole im Hafen angespült. Da bilden sich Sandbänke. Deshalb mussten wir schon darauf hinweisen, dass an fünf Liegeplätzen dort nur noch ’Mindertiefe’ vorhanden ist. Heißt: Die Tiefe ist geringer als 2,50 Meter. Dort können nur kleinere Boote anlegen.

Interview von Udo Burwitz

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