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Zum Schuljahresende: Geld für gläserne Mensa

Sassnitz Zum Schuljahresende: Geld für gläserne Mensa

Sassnitz bekommt 1,2 Millionen Euro aus dem Topf der Städtebauförderung für Erweiterung der Regionalen Schule

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Das als i-Tüpfelchen Mensa und Aula dabei sind und auch der Schulhof umgestaltet werden soll, freut mich besonders.“Schulleiterin Birgit Appelbohm

Sassnitz. Schüler und Lehrer der Regionalen Schule in Sassnitz wurden zum Ende dieses Schuljahres schon vor der heutigen Zeugnisausgabe beschenkt. Das Geschenk in Form einer Förderzusage fällt üppig aus: 1,2 Millionen Euro. Diesen Batzen Geld bekommt die Stadt aus dem Topf der Städtebauförderung, damit Schüler und Lehrer der Schule in Zukunft nicht mehr Schlange stehen müssen bei der Essenausgabe oder über marode Betonplatten auf dem Schulhof stolpern. Die Kommune will die Schule fit machen für den Inklusionsunterricht und dafür den Gebäudekomplex an der Geschwister-Scholl-Straße 8 ausbauen und erweitern lassen.

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Sassnitz bekommt 1,2 Millionen Euro aus dem Topf der Städtebauförderung für Erweiterung der Regionalen Schule

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Kevin Großer bekommt immer größere Augen: Einen „Scheck“ über so eine große Summe hatte der Siebtklässler noch nie in der Hand. Am Donnerstag erlebte er den großen Augenblick. „Euch wird das Geld ja schließlich zugute kommen“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU), und übergab an Kevin die Förderzusage über 1,2 Millionen Euro. Auch der Minister bekam große Augen, als er beim Schulrundgang durch Flure stiefelte, an denen die Tapeten an den Wänden schon große Löcher aufweisen oder er in einem vermeintlichen Klassenraum von Schulleiterin Birgit Appelbohm zu hören bekam: „Das ist unser Speiseraum.“ Der hat 60 Plätze. Die Regionale Schule besuchen aber siebenmal so viele Sechst- bis Zehntklässler. So viele sind es an keiner anderen Regionalen Schule auf Rügen. Platzprobleme gibt es aber nicht nur beim Mittagessen. Birgit Appelbohm meldet „akuten Bedarf“ bei Förder- und Teilungsräumen an. Die werden gebraucht, damit Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten runter kommen und um Schüler mit Lerndefiziten gezielt zu fördern. Seit dem Schuljahr 2014/15 ist Inklusion ein Thema auch für die weiterführende Schule in Sassnitz, denn zu dem Schuljahr wechselten die ersten Inklusionsklassen von den Grund- an die Regionalen Schulen. „Das ohnehin an der Schule bestehende Platzproblem hat sich damit potenziert. Die räumlichen Voraussetzungen für den Inklusionsunterricht sind einfach nicht gegeben“, schätzt die Schulleiterin ein. „Weil die Zustände kaum noch tragbar sind, haben wir schon Ende der 9. Klasse eine Unterschriftenaktion gestartet und die Listen an den Bürgermeister übergeben“, erinnert Ede Zabel.

Die Kommunalpolitik habe deshalb die Schulen ganz oben auf die Prioritätenliste der Investitionen gesetzt, erfuhr der Minister von Bürgermeister Frank Kracht. „Wir wollen beide Schulen inklusionsgerecht ausbauen und erweitern. Als erstes ist die Regionale Schule dran. Dann soll die Grundschule folgen.“

Die Konzepte dafür sind schon zu Papier gebracht. Das für die Regionale Schule sieht neben dem Ausbau des Hauptgebäudes sogar das Anrücken des Abrissbaggers vor. Der rechte Flügel hinter dem Haupthaus wird verschwinden und durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt, an dessen Ende Schulleiterin Birgit Appelbohm ein „i-Tüpfelchen“ sieht – einen Neubau in Form eines Viertelkreises mit gläserner Front, für „Mensa und Aula“. Auch der Schulhof soll neu gestaltet werden. Kostenpunkt: insgesamt 3,1 Millionen Euro.

Der Grundstein zur Finanzierung sei mit der Förderzusage gelegt, kündigte Frank Kracht an: „Jetzt werden wir die Feinplanung in Angriff nehmen.“ Er rechnet im kommenden Jahr mit dem Baubeginn. „2018 wollen wir die neugestaltete Schule eröffnen und in dem Jahr mit den Arbeiten an der Grundschule beginnen.“ Für die Erst- bis Viertklässler in der Hafenstadt soll die ehemalige Förderschule an der Mukraner Straße zu einer inklusionsfähigen ausgebaut werden.

Millionenprojekte

3,1 Millionen Euro sind für den Ausbau und die Erweiterung der Regionalen Schule geplant. Neben den 1,2 Millionen Euro aus dem Topf der Städtebauförderung hat die Stadt beim Innenministerium eine Sonderbedarfszuweisung in Form von Kofinanzierungsmitteln in etwa gleicher Höhe für das Projekt beantragt. Die Stadt muss sich mit rund 700000 Euro an der Finanzierung beteiligen.

2,6 Millionen Euro betragen die geschätzten Kosten für den geplanten Ausbau der Grundschule, der 2018 beginnen soll.

Udo Burwitz

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