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Zweiter Anlauf für neues Wohngebiet

Sassnitz Zweiter Anlauf für neues Wohngebiet

Auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Schulz in Sassnitz sollen Wohnungen entstehen. Ein neuer Interessent will das Gelände bebauen, nachdem seine Vorgänger das Projekt fallen ließen. Kritik gibt es an den geplanten Ausmaßen der Bebauung, vor allem an der möglichen Höhe mancher Gebäude.

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Blick aus Richtung Seestraße auf das Gelände der früheren Gärtnerei. Hier sollen – im zweiten Anlauf – Wohnungen entstehen.

Quelle: Foto: Maik Trettin

Sassnitz. Erst vor wenigen Wochen wurden die alten Pläne beerdigt. Jetzt gibt es neue Ideen für die Bebauung der ehemaligen Gärtnerei Schulz: Auf dem rund 7000 Quadratmeter großen Areal, das von der Haupt-, der Schult-Kruse-, der Hafen- und der Seestraße eingegrenzt wird, sollen Wohnungen entstehen. Einen entsprechenden Bebauungsplan wollen die Stadtvertreter auf ihrer Sitzung in der nächsten Woche auf den Weg bringen.

Eigentlich sollte die Fläche längst bebaut sein. Jahrelang hatte ein Projektentwickler auf seinem Bauschild eine rosige Zukunft für das Brachland prophezeit. Die Stadt hatte gemeinsam mit ihm einen so genannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufgestellt und sich verpflichtet, seine Pläne umzusetzen. Nachdem die Frist verstrichen war, votierten die Sassnitzer Kommunalpolitiker in diesem Jahr dafür, die früheren Planungen aufzugeben und die Aufhebung des alten B-Plans einzuleiten. Jetzt gibt es einen neuen Interessenten, der auf dem Areal bauen möchte.

Im Großen und Ganzen ähnelt der dem alten Entwurf. Die Anordnung der Baufelder und ihre Größe entsprechen weitgehend den alten Planungen. Die meisten der Mehrfamilienhäuser sollen Dreigeschosser werden. Neu ist, dass auch das Wohnhaus der Tischlerfamilie Wittscheck an der Schult-Kruse-Straße in die Planungen mit einbezogen wird. „Das soll als fünftes Baufeld dazukommen“, erklärte die Bauamtsleiterin Claudia Klemens den Mitgliedern des Bauausschusses auf der vergangenen Sitzung. Und noch etwas wird anders sein als im früheren Plan: Ging es bislang um Ferien- und Dauerwohnungen, setzt der neue Projektentwickler ausschließlich auf dauerhafte Bewohner. „Die Nutzungsart soll auf ,allgemeines Wohngebiet’ geändert werden“, so Klemens.

Damit rennt er bei den Sassnitzer Stadtpolitikern und der Verwaltung offene Türen ein. Dennoch hatten viele Mitglieder des Bauausschusses Bedenken gegen die erste Skizze, die ihnen von einem Planungsbüro vorgelegt worden war. „Die Fläche wird noch mehr zubetoniert“, kritisierte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Gerd Löffler den Vorschlag nach einem Vergleich mit dem alten Bebauungsplan. Nicht nur die Baufelder seien an vielen Stellen um einige Meter gewachsen. Auch die maximalen Höhen lägen zum Teil um einiges höher als in dem nicht umgesetzten Plan. Letzteres stieß

auch Claas Buettler auf. „Die an der Hauptstraße geplanten Gebäude sind viel zu hoch!“, stellte er fest. Das Nachbarhaus müsse sich förmlich fürchten vor dem, was da noch entstehen soll.

Die Argumentation des Planers, dass man sich an den Höhen der Nachbarbebauung orientiert habe, ließ Buettler nicht gelten. „Man kann sich nicht immer nach der höchsten Spitze in der Umgebung richten.“ Würde die Skizze wie geplant in die Realität umgesetzt, würde die Sassnitzer Kirche aus der Seestraße nicht mehr zu sehen sein, weil die neuen Wohnhäuser sie verdecken. Diese Auffassung teilt eine deutliche Mehrheit der Ausschussmitglieder. Sie empfehlen, dass die maximale Höhe der künftigen Häuser in zwei Baufeldern deutlich unter der der Nachbargebäude bleiben soll. Die Entscheidung darüber werden die Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am Dienstag kommender Woche treffen.

Gartenbau mit Tradition

7000 Quadratmeter umfasst das Areal der ehemaligen Gärtnerei Schulz und der früheren Tischlerei Wittscheck. Die Flächen liegen zum Teil seit Jahren brach. Die Gärtnerei, die seit Jahrzehnten dort ansässig war, gab im Dezember des Jahres 1998 den Betrieb auf. Drei Jahre später rollten Bagger an und ebneten das Gelände ein, das im Anschluss bebaut werden sollte.

Maik Trettin

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