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Sassnitzer wollen Flüchtlinge in Stadtalltag integrieren

Sassnitz Sassnitzer wollen Flüchtlinge in Stadtalltag integrieren

Eine Gruppe von Bürgern möchte die Kommune bei der Unterbringung und Betreuung der Asylbewerber unterstützen.

Sassnitz. Für Dörte Päplow war das mal eine gute Zeitungsnachricht: „Ich habe mich gefreut, als ich gelesen habe, dass auch Sassnitz Flüchtlinge aufnehmen wird“, erinnert sich die Töpferin an ihren ersten Gedanken. Die Stadt werde bunter, wenn Menschen verschiedener Nationen dorthin kämen. Gleichwohl sei der Grund für deren Anwesenheit ein trauriger: Sie mussten ihr Zuhause verlassen und vor Hunger, Krieg und Elend fliehen. Wie lange Sassnitz für die ab Mitte Mai ankommenden Asylbewerber ein Zuhause auf Zeit sein werde, wisse niemand genau, so Pastor Peter Nieber am Mittwoch auf einer Gesprächsveranstaltung im Grundtvighaus. Dort hatten sich rund 30 Einwohner getroffen, um sich zu dem Thema zu informieren.

Kristina Winter, die als Fachdienstleiterin im Kreis für die Flüchtlingsproblematik zuständig ist, wurde mit Fragen förmlich überhäuft. Wo kommen die Menschen her? Sind sechs Quadratmeter Wohn- und Schlafraum pro Nase nicht ein bisschen wenig? Wie sollen sie integriert werden, wenn sie keinen weiterführenden Deutsch- Unterricht bekommen? Wer unterstützt sie bei Behördengängen? Und vor allem:

Wie können wir helfen und uns einbringen?

Die anwesenden Sassnitzer haben da ganz konkrete Ideen, wie zum Beispiel eine Stadtführung kurz nach der Ankunft, eine Art Patenschaft zwischen Sassnitzer und Flüchtlingsfamilien oder kostenlosen Deutschunterricht durch pensionierte Lehrer. Auch zu Kulturveranstaltungen wolle man sie einladen.

„Viele von uns sind 1945 genauso übel dran gewesen wie diese Menschen heute“, sagte Gisela Müller, die — wie viele Sassnitzer — nach dem Krieg als Flüchtling in die Stadt kam und blieb. „Die Menschlichkeit, die uns damals begegnet ist, sollten wir jetzt weitergeben. Wir werden die Asylbewerber gern aufnehmen und ihnen das auch zeigen.“ Die maximal 42 Flüchtlinge würden im Stadtbild vermutlich gar nicht auffallen, prophezeit Peter Kordes vom E-Werk und erinnert an die Hochzeit des Rohrummantelungswerks Eupec in Mukran. Damals lebten weit über 100 ausländische Arbeiter in der Stadt. „Davon hat kaum jemand etwas mitbekommen.“ mt

OZ

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