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Sassnitzer zum Top-Schrauber von Rügen gekürt

Stralsund/Sassnitz Sassnitzer zum Top-Schrauber von Rügen gekürt

Als bester Aauszubildender hat Peter Kühn gestern im Stralsunder Rathaus seinen Gesellenbrief entgegengenommen. Zwölf Lehrlinge von der Insel wurden freigesprochen.

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Erreichte das beste Prüfungsergebnis: Kfz-Lehrling Peter Kühn bei seiner Gesellenprüfung in Stralsund.

Quelle: Violetta Schmidt

Stralsund. Neun frischgebackene Kfz-Mechatroniker der Kfz-Innung Rügen sowie zwei Elektroniker und ein Anlagenmechaniker der Insel konnten gestern im Stralsunder Rathaus ihren Gesellenbrief entgegennehmen. Unter ihnen ist auch Peter Kühn, der seine Ausbildung bei Bosch Car Service Pfeifer in Sassnitz absolvierte — und mit dem besten Ergebnis abschnitt.

„Klar bin ich stolz, das ist schon etwas Besonderes“, sagt der 24-Jährige glücklich. Mit solch einem Ergebnis hätte der Sassnitzer zu Beginn seiner Ausbildung nicht gerechnet. „Am Anfang musste ich mich erst mal reinfinden, aber dann habe ich mir wirklich Mühe gegeben, schließlich habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht, das spornt an“, erinnert sich Kühn. Bereits vor seiner Ausbildung habe er gern an seinem Auto herumgeschraubt.

Auch Chef Dirk Pfeifer, der in der Prüfungskommission für die Kfz-Innung Rügen sitzt, ist mit seinem Schützling zufrieden. „In der Regel brauchen die Lehrlinge erst einige Zeit, um sich zu orientieren. Am Ende des zweiten Lehrjahres kommt dann häufig ein richtiger Leistungsschub“, erklärt er. Auch bei Kühn sei irgendwann einfach der Knoten geplatzt. Für Pfeifer keine Überraschung. „Wir nehmen nicht jeden, sondern schauen vorher schon, ob die Lehrlinge die Ausbildung auch schaffen“, erklärt er. „Schließlich haben wir den Anspruch, gut auszubilden und die besten Lehrlinge heranzuholen.“ Damit ist Pfeifer bisher gut gefahren. Bereits vor vier Jahren schnitten seine zwei Lehrlinge bei der Gesellenprüfung als Bester und Zweitbester ab, auch vor acht Jahren konnte sein Lehrling das beste Ergebnis einfahren .

Seinen Ausbildungsbetrieb weiß auch Peter Kühn zu schätzen. „Ich bin sehr froh, dass ich einen kleineren Betrieb erwischt habe“, sagt er rückblickend. „So wurde mir sehr viel Wissen mitgegeben. Ein Mitarbeiter vertraut dem anderen und man bekommt nach und nach mehr Verantwortung“, erklärt der junge Mann. Dass er sich nicht nur auf eine Automarke spezialisiert habe, sei für ihn ein weiterer Pluspunkt gewesen. Knapp ein halbes Jahr arbeitet er noch in seinem Ausbildungsbetrieb, dann will er an der Fachoberschule Metalltechnik an der Beruflichen Schule Stralsund sein Fachabi machen.

„Danach würde ich gern studieren, wenns klappt Elektrotechnik“, sagt der frischgebackene Geselle. Einen konkreten Berufswunsch hat er noch nicht. „Das ergibt sich bestimmt im Laufe des Studiums.“

Für den jungen Mann läuft es in diesem Jahr gleich dreifach rund. Neben dem besten Prüfungsergebnis hat er so gute Zensuren in der Berufsschule vorgelegt, dass er sich damit gleich noch seinen Realschulabschluss anrechnen lassen konnte. Auch die nächsten Monate im Betrieb sind erst mal gesichert, obwohl dieser aufgrund seiner Größe ansonsten keine Lehrlinge übernimmt. „Weil er eine so gute Leistung gezeigt hat, wollten wir ihm helfen, die Zeit bis zum Fachabi zu überbrücken“, erklärt Dirk Pfeifer.

Als Gesellen verabschiedet wurden gestern ebenfalls folgende Insulaner: Martin Dittrich, Julius Gögge, Sven Klöckner, Michael Maluck, Oliver Marschalk, Michael Niemann, Werner Weniger, Gunnar Zabel, Eric Schielke, Olaf Surowy und Marcel Schmidt.

Kfz-Azubis auf dem Prüfstand
45 Minuten dauern die Prüfstationen der praktischen Gesellenprüfung der Kfz-Azubis jeweils. Dazu gehören die Bereiche: Fahrwerksystem, Bremssystem, Motormanagement und Komfortsystem/Klimaanlage. Neben Lehrkräften der Berufsschule Technik & Handwerk Stralsund gehören Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur Prüfungskommission.

50Lehrlinge haben insgesamt im Landkreis Vorpommern-Rügen bis Ende Februar in den Berufen Elektroniker, Kfz-Mechatroniker, Anlagenmechaniker, Metallbauer und Goldschmied nach 3,5-jähriger Ausbildungszeit ihre Gesellenprüfung abgelegt. 46 von ihnen wurden gestern im Löwenschen Saal des Stralsunder Rathauses freigesprochen.

Stefanie Büssing

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