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Saxophon-Kunst und Verwandlungswitz

Sassnitz Saxophon-Kunst und Verwandlungswitz

Die Molen-Soiree lockte rund 1200 Gäste an / Effekte auf dem Wasser machen Feuerwerk emotional

Sassnitz. Vorbei an Fischkuttern und Ausflugsschiffen geht es auf die 1500 Meter lange Außenmole. Hier lockten Klänge und Komik am Samstagabend Gäste aus dem Stadtzentrum in den Hafen. Auf zwei Bühnen durften die rund 1200 Gäste bei ihrem abendlichen Spaziergang ein buntes Programm aus Show und Musik erleben. „Egal für welche Bühne sich die Besucher entscheiden. Wer den ganzen Abend auf einem Fleck sitzen bleibt, erlebt das gesamte Programm der Molen-Soiree“, erklärte Ralf Berger, Mitarbeiter für Kultur in der Stadtverwaltung Sassnitz, die Idee mit den zwei Bühnen.

2001 hatte diese Veranstaltung erstmals stattgefunden. Nachdem zwei Jahre die Soiree ausfallen musste, hatten die Veranstalter in den letzten zehn Jahren durchgängig diesen Kultur-Höhepunkt durchgeführt. Die Kosten dafür werden aus städtischen Mitteln bestritten. Zusätzlich leisten die Caterer einen finanziellen Beitrag. „Es kommen vor allem viele Gäste hierher, um das Feuerwerk zu sehen. Neben den bekannten Lichteffekten in der Höhe, ist das Wasserfeuerwerk sehr emotional“, sagte Ralf Berger am Rande der Veranstaltung.

Insgesamt sechs Künstler und Gruppen waren am Sonnabend zu sehen. Da noch einen Tag zuvor ein Duo und die Trommelshow aus Krankheitsgründen absagen mussten, wurde improvisiert. „Wir haben kurzfristig Felice, eine Berliner Pop- und Soulsängerin, verpflichten können“, freute sich Berger. Der somit nur einen Ausfall bei der Soiree zu beklagen hatte. „Die Trommelshow mussten wir ersatzlos streichen.

Von einen Tag auf den anderen bekommt man nicht so schnell Ersatz“, sagte der Veranstaltungsverantwortliche. Besonders stolz zeigte sich Berger über den Besuch aus der Partnerstadt Trelleborg.

Der 20-Jährige Anton Nielson brachte sich in jungen Jahren das Klavierspielen und Singen selber bei. Der von Geburt an blinde Musiker konnte auf seine freundliche, zurückhaltende Art das Publikum vor den Bühnen in seinen Bann ziehen und erntete für seine Auftritte viel Applaus.

Mit poppigen Sounds machte Rico Sanchez, Mitglied der Gipsy Kings, aus der lauen Sommernacht eine musikalische Reise in die Heimat der lateinamerikanischen Musik.

Das Ensemble Les Connaisseurs aus Berlin spielte auf drei alten Saxophonen der Marke Conn. „Wir hatten das Glück, nach jahrelanger Suche an drei alte Saxophone der amerikanischen Marke zu kommen.

Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten und der Instandsetzung der Instrumente waren wir begeistert, wie diese alten Instrumente zusammen klingen“, sagte Rainer Hanke vom Trio. „In unserem Programm erklingen Tangos, Pop und bekannte Jazzstücke, aber auch Eigenkompositionen und Klassiker der Saxophonliteratur“, fügte Achim Kleiner hinzu.

„Hut ab“ hieß es am Abend mit dem Duo Angelique und Kavalier – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit einer witzigen wie auch schnellen Chapeau-Comedy-Show wurden von der einen auf die andere Sekunde charmant und phantasievoll die unterschiedlichsten Prominenten und Typen präsentiert: von Friedrich dem Großen und Napoleon über eine temperamentvolle Nonne bis hin zu Karl Lagerfeld und einem spanischen Torero. „Perfekte Chapeaugraphie verwandelt in sekundenschnelle wie von Zauberhand eine Gestalt in die nächste – zum Klang von passenden Musikzitaten und mit umwerfender Komik dargeboten“, erklärte Angelika Teutoburg-Weiß die Comedykunst.

Mit Klassik der anderen Art verzauberten „Einstein“ an diesem Abend ihr Publikum. Selbst sagen die beiden Musiker, dass „Klassik relativ ist“. Sie machen alte Musik salonfähig, in dem sie diese in einem neuen Klanggewand zwischen Jazz und Filmmusik erscheinen lassen. Wer die beiden Vollblutmusiker am Sonnabend auf der Molen-Soiree nicht sehen konnte, der hat Mittwoch noch die Gelegenheit. Um 20 Uhr sind sie in der St. Marienkirche in Bergen zu Gast.

Christian Niemann

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