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Rügen Schnelles Internet als Motor für die regionale Wirtschaft
Vorpommern Rügen Schnelles Internet als Motor für die regionale Wirtschaft
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00:00 26.11.2016

. Der Schlüssel zu mehr Wachstum der Hansestadt Stralsund liegt laut Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) im IT-Sektor. Sein Ziel sei es, dass in Stralsund in einigen Jahren 70000 Menschen leben. Derzeit habe die Stadt 59000 Einwohner. „Stralsund wächst – genauso wie ganz Vorpommern. Wir müssen mehr Selbstbewusstsein für unser Land entwickeln“, sagte Badrow am Donnerstagabend auf dem Wirtschaftsforum vor rund 100 Gästen im Audimax der Fachhochschule.

Die IT-Branche sei deshalb eine große Chance, weil deren Leute von überall aus arbeiten könnten. Der OB glaubt, dass kleinere und besondere Orte in der Technikwelt künftig eine größere Rolle als bisher spielen werden. „Im Vergleich zu großen Metropolen ist es wunderschön hier“, sagte Badrow.

Voraussetzung für eine solche Entwicklung sei allerdings eine schnelle Internetverbindung in der Region. Die ist in Stralsund zwar vorhanden, doch hinter den Stadtgrenzen sieht es schon ganz anders aus. Das hat auch der Landkreis Vorpommern-Rügen erkannt, der den gesamten ländlichen Raum mit schnellen Anschlüssen versorgen will. Landrat Ralf Drescher (CDU) und sein Team haben dafür in diesem Jahr 123 Millionen Euro Fördergelder eingeworben, die bis 2018 in modernste Technik investiert werden sollen. Auf der Insel Rügen übernimmt diese Aufgabe der Abwasser- und Zweckverband.

„Nicht nur große Industrieunternehmen, sondern insbesondere der Mittelstand ist auf eine schnelle Anbindung angewiesen“, sagte Drescher beim Wirtschaftsforum. Wer hochqualifizierte Arbeitskräfte gewinnen wolle, müsse künftig auch Angebote für Heimarbeit machen. Die funktioniere aber in den meisten Fällen nur mit einer schnellen Internetverbindung.

Der Handlungsbedarf sei groß. Immer mehr neuartige Internet-Anwendungen erforderten immer größere Bandbreiten. Dazu zählt „Video on Demand“ – das sind Filme, die jederzeit und unabhängig vom TV-Programm abgespielt werden können. Auch Cloud-Dienste werden wichtiger. Dabei werden Daten nicht mehr lokal gespeichert, sondern auf ferne Server hochgeladen. Der neueste TechTrend ist das Internet der Dinge. Das kann zum Beispiel ein Drucker sein, der selbst bei Bedarf Patronen nachbestellt. Drescher: „Wer heute sagt: ,Das Internet bei mir zu Hause ist zwar nicht das schnellste, aber es reicht mir’, dem sage ich: Das können wir vergessen. Wer die Entwicklung verschläft, ist abgeschnitten.“

Alexander Müller

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