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Rügen Schulband soll Stimmung vor Puhdys-Auftritt anheizen
Vorpommern Rügen Schulband soll Stimmung vor Puhdys-Auftritt anheizen
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07:10 12.09.2013
Das ist die Bergener Schülerband: Gitarrist Celine Nitsch (14), Sängerin Lina Voigtsberger (11), Schlagzeuger Marvin Szikszai (14), Bassist Ulrike Krüger (15), Keyboarder Emelie Schüler (11), Bassist Martin Schroth (14, v.l.). Quelle: Kay Steinke

Ein junges Sextett will am Sonnabend die Bergener Rugardbühne rocken. Mit ihrer Schulband „Funny five plus“ greifen die jungen Rüganer als Vorgruppe der „Puhdys“ in die Saiten. Sie sollen die Stimmung vor dem Konzert der Rocklegenden anheizen. Auch wenn es vermutlich der größte Gig in der musikalischen Karriere der Jugendlichen wird, geben sie sich trotzdem noch entspannt.

Denn die Schüler der Regionalen Schule „Am Grünen Berg“ wollen ihren Heimvorteil ausspielen. Auf Rügen haben sie schon öfter gerockt: im Ummanzer Bandlager oder bei der Musiknacht auf dem Bergener Markt. „Wir haben schon vor 2000 Leuten gespielt“, sagt Sängerin Lina Voigtsberger. Die 11-jährige ist die Frontfrau der Band, die sich erst 2012 gegründet hat. „Natürlich ist man auf der Bühne immer etwas aufgeregt. Aber nach dem ersten Song geht es schon.“

Für ihre Show haben die Jugendlichen vier Titel eingespielt. „Die Songs können wir sicher. Wir haben sie im letzten Jahr gelernt“, sagt Lina Voigtsberger. „Wir überlegen immer zusammen, was wir spielen.“

Die Lehrer Thomas Anske und Monika Briese betreuen seit 16 Jahren die Schulbands. „Wir hatten schon zwei andere Bands, die mal als Vorband gespielt haben. Das ist aber schon länger her“, sagt Anske, der sich als musikalischer Leiter hauptsächlich um die Entwicklung der „Happy five plus“ kümmert. „Wir proben einmal die Woche. Die Schüler haben noch andere Kurse. Da es sich bei ihnen um eine sehr gemischte Gruppe handelt (6. bis 10. Klasse) ist die Organisation der Proben immer problematisch.“

Den Bandmitgliedern ist das egal. Auf ihrer letzten Probe freuten sie sich bereits auf ihren bisher größten Gig. „Ich höre ja eher Charts“, sagt Emelie Schüler. Ich habe mir aber was von den Puhdys vorspielen lassen. Ich finde sehr gut, was sie machen. Am besten ist das Lied ‘Alt wie ein Baum‘.“

Von den Schülern kann sich übrigens keiner vorstellen, Musiker zu werden. „Der Job ist zu unsicher. Man sieht schon bei den Stars, dass es immer schwerer wird, mit der Musik Geld zu verdienen“, sagt Lina Voigtsberger. „Momentan singe ich gerne. Es ist sogar mehr als ein Hobby, trotzdem will ich lieber Lehrer werden.“

Obwohl die Schülerin erst in der 6. Klasse ist, gibt sie in der Band bereits den Ton an. Auch wenn die männlichen Mitglieder gerne HipHop oder Gangster-Rap hören, hält sie nichts davon, dass Rap-Elemente in das Bandrepertoire einziehen könnten. Das ist Schlagzeuger Marvin Szikszai egal „Ich weiß noch nicht, ob ich Groupies habe. Aber ich denke es“, sagt der 14-Jährige. „Deswegen ist es egal, ob ich sonst Goa oder Rap höre. Hauptsache der Auftritt wird gut. Vielleicht ergattern wir ja auch noch ein Autogramm.“

Freikarten für „Rock für den Frieden“
Am 14. September rocken mit deutschen Bands Jugendbands der Region auf einem Benefizkonzert auf der Freilichtbühne. Teile der Erlöse werden über den Verein Kinderlachen 009 Rügen übergeben an das Kinderwaisenheim „Sanct Benedict Scolastica Chittagong“ in Bangladesch und an spontane Hilfsaktionen für krebskranke Kinder der Insel Rügen.

Programmablauf: 16 Uhr   Schüleband der Regionalen Schule „Am Grünen Berg“; 16.30 Uhr   „Jazzfratz“ — Band der Musikschule Vorpommern-Rügen; 17.15 Uhr   „AnstanT“ aus Berlin mit Punk und Pop; 18.15 Uhr   „Phono One“ aus Berlin — Hard- und Bluesrock; 20 Uhr   „Puhdys“.

Der Eintritt für das gesamte Konzert kostet 10 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf in der Touristeninformation im Benedixhaus am Bergener Markt oder an der Abendkasse.

Die OSTSEE-ZEITUNG vergibt an ihre Leser fünf Mal zwei Freikarten für das Konzert am Sonnabend auf der Rugard-Bühne. Die bekommt mit etwas Glück der, der heute in der Zeit von 9 bis 9.05 Uhr unter ☎ 0 38 38/ 2 01 48 31 anruft.

Kay Steinke

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