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Rügen Schulerweiterung wird für die Stadt teurer
Vorpommern Rügen Schulerweiterung wird für die Stadt teurer
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16:50 26.09.2016
Ein dreigeschossiger Anbau und eine gläserne Mensa - das sehen die Erweiterungspläne für die Regionale Schule in Sassnitz vor. Quelle: Entwurf: Aib Nord
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Sassnitz

Die Sanierung und Erweiterung der Regionalen Schule in Sassnitz auf der Insel Rügen wird teurer für die Kommune. Sie muss 300 000 Euro mehr aufbringen. Das Land habe die Höhe des Fördergeldes korrigiert, die Kommune bekomme weniger aus dem Topf der Städtebauförderung als ursprünglich angenommen, begründet Claudia Klemens, Bauamtsleiterin der Hafenstadt.

Rund 3,2 Millionen Euro will die Kommune in das Gebäude der Regionalen Schule investieren. Neben umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten im vorhandenen Schulgebäude sehen die Pläne den Neubau eines mehrgeschossigen Anbaus und einer gläsernen Mensa vor. Mit diesen Baumaßnahmen sollen an der Schule die Voraussetzungen für den Inklusionsunterricht geschaffen werden. Dafür fehlt gegenwärtig der Platz. Die weiterführende Schule in Sassnitz ist mit 410 Fünft- bis Zehntklässler die mit den meisten Schülern auf Rügen.

Für das Projekt übergab Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) bereits eine Förderzusage über 1,2 Millionen Euro. Das ist laut Klemens weniger Geld aus dem Topf der Städtebauförderung, als der Kommune ursprünglich bei Gesprächen mit den Ministerien zugesagt wurde. Im Ergebniss müsse die Stadt für den Erweiterungsbau jetzt zusätzlich 200 000 Euro aufbringen.

Ursprünglich sollten der Schulumbau und die -erweiterung als Projekt innerhalb des Förder- und Sanierungsgebietes Stadthafen umgesetzt werden. Das hätte den Vorteil, dass sich die BIG-Städtebau als treuhänderischer Sanierungsträger um die Projektdurchführung gekümmert hätte. Zusätzliche Projektträgerkosten wären damit entfallen. Auch diese getroffene Vereinbarung sei in Schwerin laut Bauamtsleiterin verworfen worden. Für die Schule musste ein gesondertes Sanierungsgebiet beschlossen werden. Für das braucht die Kommune jetzt einen neuen Projektträger, den sie auch bezahlen muss. Das wird nach Angaben der Bauamtsleiterin für die Stadt bislang nicht geplante Mehrkosten von etwa 100 000 Euro verursachen.

Udo Burwitz

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