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Rügen Schwanenstein wird Kindern zur tödlichen Falle
Vorpommern Rügen Schwanenstein wird Kindern zur tödlichen Falle
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00:00 15.04.2016

Der Findling „Schwanenstein“ liegt nur rund 100 Meter östlich vom Lohmer Hafen im Meer — und doch wurde er vor fast genau 60 Jahren drei Jungen zur tödlichen Falle.

Die Kinderheimzöglinge Helmut Petersen, Uwe Wassilowsky und Manfred Prewitz sind an einem Montag, dem 13. Februar 1956, am späten Nachmittag über das Eis zum Felsen gelaufen. Sturm kommt auf, der Orkanstärke erreicht. Das Eis bricht. Den drei Jungen ist der Rückweg versperrt.

Gegen 19.30 Uhr läuft eine beispiellose Rettungsaktion an, Grenzpolizei, Fischer, Matrosen der Baltischen Rotbannerflotte und Feuerwehr trotzen Schnee, Sturm und Eiseskälte, um die Kinder zu erreichen. Doch kein Boot kommt nur in die Nähe des Felsens. Einige junge Männer lassen sich anseilen, um zum Schwanenstein zu schwimmen, doch messerscharfe Eisschollen treiben sie zurück. Ein Pionierzug, der eine Notbrücke zum Felsen schlagen soll, bleibt im meterhohen Schnee auf Jasmund stecken. Noch in der Nacht sterben die drei Jungen. Im Schein einer Leuchtrakete erkennen die Helfer drei zu Eis erstarrte Körper auf dem Felsen.

Erst am nächsten Vormittag, das Wetter hat sich beruhigt, werden sie geborgen. Die Jungen wurden auf dem Friedhof von Nipmerow beigesetzt. Ihr Grab erhielt später auf Initiative von Kindern des Kinderheims einen Gedenkstein.

OZ

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