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Rügen Schwestern-Duell um beste Mönchguter Fischsuppe
Vorpommern Rügen Schwestern-Duell um beste Mönchguter Fischsuppe
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00:00 08.05.2017
Göhren

Gegen Ende der Hering-Fangzeit findet alljährlich das „Göhrener Heringsfest“ statt. Seit 18 Jahren mit einem Kochwettbewerb: prämiert wird die „beste Mönchguter Fischsuppe“. Fünf Restaurants aus der Region treten mit ihren Suppenkreationen rund um Hering & Co. an. Auch in diesem Jahr können die Besucher wieder köstliche Suppen verkosten und ihren Geschmacksfavoriten auf einem Stimmzettel markieren. Dass alle Köche auf nahezu gleichem geschmacklichen Niveau liegen, zeigt sich am Endergebnis: nur drei Punkte trennen den Sieger vom Zweitplatzierten, lediglich zwei Punkte liegen zwischen 3. und 4. Platz. Insgesamt haben 432 Besucher an der Suppenprämierung teilgenommen und ihren Stimmzettel abgegeben.

„Ein super Ergebnis“, kommentiert Kurdirektor Jörn Fenske die rege Teilnahme. Sicher war dies auch dem schönen Wetter geschuldet. „Wir haben tollen Sonnenschein, und es ist eine gute Stimmung“, meint Karl Gustav Ohl aus Sellin. Auch er hat die Suppen schon verkostet. Der Schuss Bärlauch gäbe den Ausschlag für seine Nummer 1. Kreuz und quer laufen die Suppentester mit ihren Schüsselchen über den Festplatz, probieren hier und da. „Eine schwere Entscheidung“, meint Ulrich Gehrke aus Binz. Alle Suppen seien sehr gut. Damit die Qual der Wahl nicht zu anstrengend ist, finden die Besucher beim stimmungsvollen Rahmenprogramm Entspannung. Die „Jasmunder Plattdancer“ führen alte Volkstänze auf. Für maritime Unterhaltung und Gesangsparodien sorgen die „Nevergreenz“ aus Rostock.

Die Idee zum Suppenwettbewerb hatte seinerzeit Markus Pigard, Gastronom aus Göhren. Inspiriert hatte ihn ein Fischsuppenturnier in Südungarn. Beim damaligen Kurdirektor stieß der Vorschlag auf positive Resonanz. Daraufhin wurden zehn Suppenkessel angeschafft, und beim nächsten Heringsfest gingen die ersten Köche an den Start. „Feste, die auf Tradition basieren, werden gut angenommen“, meint Kurdirektor Fenske. Viele Einheimische aus der Umgebung seien da. Die Zahl der Urlauber und der Einheimischen halten sich die Waage.

Das Heringsfest präsentiere allen Gästen das Thema „Fisch“ und wolle das Leben der Fischer näher bringen, so der Kurdirektor. Deshalb bilden auch die „Rügener Fischertage“, veranstaltet vom Biosphärenreservat Süd-Rügen, einen Programmrahmen um das Heringsfest. Man wolle dabei auch das regionale Denken fördern. „Es ist wichtig, dass die Leute wieder bei den örtlichen Fischern kaufen“, erklärt ein Reservat-Ranger. Das trage zum Erhalt der Berufsfischerei bei. So käme der Fisch, der auf dem Fest angeboten und verarbeitet wird, von Fischern aus Thiessow, stimmt Markus Pigard zu.

Die Suppentöpfe sind leer, alle Stimmzettel abgegeben, nichts geht mehr. Die Spannung steigt. Kurdirektor Jörn Fenske, assistiert von der Deutschen Bernsteinkönigin Maxi Diwisch, verkündet die Platzierungen. Den 3. Platz belegt der Verein der Köche der Insel Rügen e.V. Auf Platz 2 landet das Restaurant „Skipper“, Sellin. Die Inhaberin des „Skipper“, Sophia Koßmann, nimmt es sportlich, dass ihre Schwester Isabel Trost vom Restaurant „Diavolo“, Binz, den diesjährigen Sieg davon trägt.

Hayo Eckert

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