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Rügen Sechsfache Band-Power auf Richtenberger Bühne
Vorpommern Rügen Sechsfache Band-Power auf Richtenberger Bühne
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00:00 25.03.2014
Richtenberg

Michelle ist ganz klar die Jüngste auf der Bühne. Die Zwölfjährige aus Zimkendorf steht zum Abschluss des 6. Musikjantentreffens in der Nacht zum Sonntag mit den über 30 Musikern aller sechs Bands im Rampenlicht. Während die Großen den Honky-Tonk-Blues und „Knockin‘ on Heaven‘s Door“ zelebrieren, schnappt sie sich die Hölzer und klopft den Takt.

„Das war toll“, strahlt die Kleine nach dem Auftritt — und ihr Papa aus Franzburg gleich mit. „Ich will später auch mal in einer Band spielen. Deshalb nehme ich schon Gitarrenunterricht in der Musikschule“, erklärt sie und ist mächtig stolz, dass sie an diesem Abend gemeinsam mit ihrem Musiklehrer Marco Blasi auf der Bühne stehen darf. Der hatte zuvor auch schon mit den „Ersatzteilen“

einen Auftritt gefeiert.

Die Band aus Oebelitz, die im alten Dorfkonsum des Ortes unter anderem mit Eckhard Genzin, Andreas Thiergart und Ronald Pantermöller probt, war auch schon im letzten Jahr dabei. Schon da fiel die hübsche Sängerin Caro Wenzel ins Auge. Doch auch diesmal zieht die junge Bentwischerin beim Bühnenspektakel alle Blicke auf sich, denn sie zeigt stolz ihren Babybauch. „Ich bin im 8. Monat, es soll ein Junge werden. Mir geht‘s gut, warum soll ich da nicht singen. Aber wenn das Baby da ist, gönne ich mir erst mal eine Pause“, sagt die junge Frau. Die Bandkollegen würden sie am liebsten gleich wieder auf der Bühne sehen. „Ich nehm das Baby, und sie probt mit den Jungs“, hat Schlagzeuger-Ehefrau Christine Pantermöller die Lösung schon parat.

Ob nun Tischler, Arzt und Maurer oder das A für Architekt — TAM aus Franzburg kann ja im Richtenberger Kulturhaus quasi immer ein Heimspiel feiern. Und so geht auch diesmal die Post ab — mit einem tollen Debüt von Sängerin Katja. „Rockig durchgebürstet“ wurde das Publikum von „Like A Rock“. „Es lief super bei uns, aber es war ja auch eine super Stimmung im Saal. Da kommen Leute, die ehrliche, handgemachte Musik hören wollen. Viele Gesichter sieht man jedes Jahr in Richtenberg. Das ist mittlerweile wie ein großes Klassentreffen“, sagt Schlagzeuger Dirk Brodmann.

Die Musikfans aus Niepars sind ebenso mit von der Partie wie die Organisatoren und Unterstützer des Events aus Richtenberg und Franzburg. Nicht zu vergessen die vielen Tanzhungrigen. So wie Annette und Kurt Schubert aus Loitz, die schon letztes Jahr dabei waren. Keinen Titel lassen sie aus, fegen in einem Affentempo übers Parkett.

Das Schöne am Musikantentreffen: Die Musiker gucken sich die anderen Bands an, man kennt sich — und man achtet sich. Das ist offenbar auch der Erfolg dieser Veranstaltung, die nun schon zum sechsten Mal für volle Hütte sorgte. Und die Fans geben bei jeder „Combo“ alles, tanzen, klatschen und jubeln bei ihren persönlichen Lieblingshits, so wie sie auf der Bühne auch von „Old SMC“ zu hören sind.

Natürlich schauen alle gespannt auch auf „Kontakt“. Die Jungs um Erich Basinski und Uwe Steinfurth stehen seit 40 Jahren an den Instrumenten. Doch nicht nur der Titel des Dienstältesten verpflichtet.

Schließlich haben die Amateurmusikanten aus Stralsund, Richtenberg, Elmenhorst... auch den alljährlichen Moderator des Abends in ihren Reihen: Karlheinz Stühler. Und der hatte schon die ersten Lacher auf seiner Seite, als die Show beginnt. „In Weiß durfte ich nicht kommen, in Rot sah es auch nicht gut aus. Also was soll ich anziehen?“ fragte er und hatte die Lösung natürlich schon parat:

Weinrotes Jakett — ohne was drunter. „Das ist eben kein Sixpack, sondern ein Collie“, kommentiert er den Anblick beim Aufknöpfen, um sich mal wieder selbst auf die Schippe zu nehmen. Dass der Mann, übrigens einer der erfolgreichen Elmenhorster Herzbuben, nicht nur quatschen, sondern auch singen kann, demonstriert er dann mit „... „ von .... Und das jederzeit textsichere und rhythmusgeschulte Partyvolk zwischen 30 und 70 ist aus dem Häuschen. Genau das macht das Feeling dieses Musikantentreffens aus. Und das ist auch beim Auftritt der Gastband aus Demmin zu spüren. „Two Generations“ — allen voran Sängerin Isabell — heizen den Fans ein, und das mit einer großen Portion Beatles, Stones und Co. Und auch der 60er-Klassiker „I beg your pardon“ von Lynn Andersson donnert so richtig von der Bühne, bevor alle Musiker das gemeinsame Finale bestreiten.



Ines Sommer

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